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Verbraucher


Die EU-Verbraucherpolitik soll

  • Bürgerinnen und Bürger vor Risiken und Bedrohungen schützen, die sie nicht selbst abwehren können,
  • auf Grundlage klarer, korrekter und kohärenter Informationen Wahlmöglichkeiten gewährleisten,
  • die Rechte der Verbraucher schützen und sichere und effiziente Wege zur Streitschlichtung mit Händlern bieten,
  • dafür sorgen, dass die Verbraucherrechte – insbesondere auf den Märkten für Lebensmittel, Energie, Finanzen, Verkehr und digitale Technologie – mit den wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen Schritt halten.

Ein EU-Markt für Verbraucher

In einer effizienten, integrierten EU-weiten Wirtschaft mit EU-weit geltenden Vorschriften müssen Sie auch bei Problemen mit dem Ankauf von Waren und Dienstleistungen in anderen EU-Ländern stets volles Vertrauen haben können.

Das EU-Verbraucherschutzprogramm für 2014–2020 soll im gesamten Binnenmarkt Verbraucherrechte durchsetzen und ein hohes Schutzniveau für Sie garantieren – für nur fünf Eurocent pro Person und Jahr!

Einkaufen auf dem Markt © Shutterstock

Ob Sie auf dem Markt einkaufen oder im Internet – die EU schützt Ihre Rechte.

Wahrung Ihrer Interessen

Auf zahlreichen Gebieten gewährleistet die EU ein hohes Maß an Sicherheit für die Verbraucher: So wurden beispielsweise für Spielzeug, Elektrogeräte, Kosmetika, Arzneimittel, Lebensmittel, Feuerzeuge, persönliche Schutzausrüstung, Maschinen und Sportboote spezifische Schutzvorschriften erlassen.

Ebenso gelten strenge Vorschriften für den Rückruf fehlerhafter Produkte. Jedes Jahr werden bei den zuständigen EU-Dienststellen über 2000 unsichere Produkte gemeldet. Die meisten davon sind Spielzeuge oder Kleidung und Textilien (z. B. lose Schnürungen in Kinderkleidern, giftige Chemikalien in Schuhen oder Polstern).

Die EU schützt außerdem die allgemeineren Interessen der Verbraucher in Bereichen wie:

  • lautere Geschäftspraktiken,
  • irreführende Werbung und vergleichende Werbung, Herabsetzung von Konkurrenzmarken ,
  • Preisangaben und Etikettierung,
  • missbräuchliche Vertragsklauseln,
  • Fernabsatz und Haustürgeschäfte,
  • Timesharing und Pauschalurlaube,
  • Rechte von Urlaubs- oder Geschäftsreisenden,
  • nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben,
  • neuartige Lebensmittel (z. B. gentechnisch modifizierte Lebensmittel oder Erzeugnisse von geklonten Tieren,
  • Lebensmittelzutaten und -verpackungen.
Frau prüft Kosmetikflasche in einem Geschäft © EU

Kosmetik muss die EU-Sicherheitsnormen erfüllen.

Lautere Geschäftspraktiken

Als Reaktion auf den sprunghaften Anstieg von Finanzdienstleistungen und Online-Geschäften hat die Europäische Kommission Rechte für Verbraucher festgelegt, die Kredite aufnehmen oder ähnliche Dienste in Anspruch nehmen. Sie hat außerdem Leitlinien für empfehlenswerte Online-Geschäftspraktiken und Vorschriften für alle Aspekte des bargeldlosen Zahlungsverkehrs eingeführt, z. B. das Recht auf ein Bankkonto.

Die Verbraucherinteressen werden in den Rechtsvorschriften zur Liberalisierung wichtiger öffentlicher Dienstleistungen (u. a. Verkehr, Strom und Gas, Telekommunikation und Postdienste) bereits berücksichtigt. Dies bedeutet, dass Sie überall in der EU bezahlbaren Zugang zu hochwertigen Diensten haben sollten.

Durchsetzung der Vorschriften

Für die Bürger muss effektiver Rechtsschutz bestehen, wenn die EU-Vorschriften nicht richtig umgesetzt werden. Hierzu ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten erforderlich. Gerichtsverfahren, insbesondere in fremden Rechtssystemen, können kostspielig und zeitaufwändig sein. Zur Förderung der außergerichtlichen Streitbeilegung hat die Europäische Kommission unentgeltliche oder zumindest kostengünstige Verfahren zur Streitbeilegung entwickelt. So wird ab 2016 ein solcher Dienst für die Streitbeilegung online verfügbar sein.

Unlautere Geschäftspraktiken, z. B. irreführende Werbung und aggressive Verkaufspraktiken wie Belästigung, Zwang und unzulässige Beeinflussung sind jetzt in der gesamten EU rechtswidrig.

Weil sie ihre Rechte nicht genau kennen und Angst vor Betrug haben, sind Verbraucher bei Einkäufen von Waren oder Dienstleistungen in anderen EU-Ländern argwöhnisch. Neue EU-Vorschriften bieten jedoch Kunden, die über das Internet bei einem Anbieter in einem anderen EU-Land bestellen, den gleichen Schutz vor aggressiven Geschäftspraktiken und betrügerischen Händlern wie den Verbrauchern, die im Laden an der Ecke einkaufen.

Verbraucher können sich bei Beschwerden außerdem an das Netz der europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) wenden. Finden Sie hier ein Verbraucherzentrum in Ihrer Nähe. .

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Manuskript aktualisiert im Mai 2014.

Teil der Reihe „Die Europäische Union erklärt“


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