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Klimapolitik


Um zu vermeiden, dass der Klimawandel bedrohliche Ausmaße annimmt, hat die internationale Gemeinschaft vereinbart, den weltweiten Temperaturanstieg auf weniger als 2 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Daher setzt sich die EU stark dafür ein, die Emissionen ihrer Mitgliedsländer zu verringern und andere Hauptverursacher in ihren Maßnahmen zu unterstützen. Außerdem fördert sie die Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels.

Wanderer auf einem Gletscher © Digital Vision/Karl Weatherly

Wanderer auf einem Gletscher

Triebfeder für grünes Wachstum

Wenn wir jetzt handeln, um den Klimawandel einzudämmen, können wir auf lange Sicht menschliches Leid verhindern und Kosten einsparen. Aber nicht nur das: Die wachsende Nachfrage nach sauberen Technologien eröffnet die Möglichkeit, die europäische Wirtschaft zu modernisieren und „grünes“ Wachstum und „grüne“ Arbeitsplätze zu schaffen.

Die EU hat sich für 2020 bindende Klimaschutz- und Energiesparziele gesteckt. Sie will

  • die EU-Treibhausgasemissionen um mindestens 20 % im Vergleich zum Niveau von 1990 reduzieren;
  • den Anteil des EU-Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien um 20 % steigern;
  • die Energieeffizienz verbessern, um den Primärenergieverbrauch um 20 % im Vergleich zu den veranschlagten Niveaus zu verringern.

Die EU hat angeboten, ihre Emissionen bis 2020 nicht nur um 20 %, sondern um 30 % zu senken, wenn sich auch andere wichtige Volkswirtschaften weltweit dazu verpflichten, einen angemessenen Beitrag zu leisten.

Auf lange Sicht wird eine noch viel drastischere Reduzierung der weltweiten Emissionen erforderlich sein, um einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Die EU hat sich dazu verpflichtet, ihre Emissionen bis 2050 um 80–95 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren – im Rahmen gemeinsamer Anstrengungen, an denen sich auch andere Industrieländer beteiligen sollen.

In ihrem Fahrplan für eine CO2-arme Wirtschaft bis 2050 beschreibt die Kommission, wie derart einschneidende Reduzierungen am kostenwirksamsten erreicht werden können.

Ferner hat sie neue klima- und energiepolitische Ziele für 2030 vorgeschlagen, die Folgendes umfassen:

  • Verringerung der Treibhausgasemissionen um 40 % gegenüber dem Stand von 1990;
  • Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf mindestens 27 %;
  • weitere Verbesserung der Energieeffizienz.

Dieser Vorschlag wird derzeit von den nationalen Regierungen und dem Europäischen Parlament erörtert.

Emissionshandel: Emissionen möglichst kostengünstig senken

Das Emissionshandelssystem (EU-ETS) ist die tragende Säule der EU-Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels und soll eine schrittweise Verringerung der Industrieemissionen zu möglichst geringen Kosten bewirken.

Nach diesem im Jahr 2005 ins Leben gerufenen System wird die Obergrenze für Emissionen energieintensiver Industrieunternehmen wie Kraft-, Stahl- und Zementwerke jedes Jahr weiter abgesenkt. Unternehmen müssen für jede ausgestoßene Tonne CO2 Zertifikate abgeben und haben so einen ständigen Anreiz, Emissionen zu verringern. Einige Industriezweige erhalten eine bestimmte Anzahl kostenloser Zertifikate, doch müssen die Unternehmen diese immer häufiger auf Versteigerungen oder dem CO2-Markt erwerben.

Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels

Selbst wenn heute alle Treibhausgasemissionen gestoppt würden, würden die bereits in der Atmosphäre vorhandenen Emissionen das Klima über Jahrzehnte hinweg weiter verändern. Es bleibt daher keine andere Wahl als die Anpassung an den Klimawandel, beispielsweise durch Änderung der Bauvorschriften mit Blick auf künftige Klimabedingungen, durch Hochwasserschutz und die Entwicklung von trockenheitsresistenten Kulturen. Die Kommission hat eine entsprechende Strategie vorgelegt, um die Anpassung an den Klimawandel EU-weit zu fördern.

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Veröffentlicht im Juli 2013

Teil der Reihe „Die Europäische Union erklärt“


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