You are here:

Unionsbürgerschaft

Ihre Rechte und wie Sie diese nutzen

Alle Staatsangehörigen eines EU-Landes sind automatisch EU-Bürger. Die Unionsbürgerschaft verleiht Ihnen einige wichtige zusätzliche Rechte und Verantwortlichkeiten.

Ihre Rechte als Unionsbürger/-in

Die Unionsbürgerrechte sind im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Unionpdf(2 MB) Übersetzung für diesen Link wählen  (Artikel 20) und der Charta der Grundrechtepdf (Kapitel V) festgelegt.

Hilfe bei der Ausübung Ihrer Rechte

Um die Öffentlichkeit und die nationalen Behörden für die Unionsbürgerschaft zu sensibilisieren, veröffentlicht die Kommission regelmäßig einen Bericht über die Unionsbürgerschaftpdf(2 MB) Übersetzung für diesen Link wählen .

Reisen, Wohnen und Aufenthalt in der EU

Als EU-Bürgerin/EU-Bürger haben Sie das Recht, ohne Diskriminierung aufgrund Ihrer Staatsangehörigkeit in der EU ungehindert zu reisen und Ihren Wohnort frei zu wählen.

Sie können sich in jedem EU-Land niederlassen, wenn Sie bestimmte Bedingungen erfüllen, je nachdem, ob Sie zum Beispiel arbeiten oder studieren.

Teilnahme am politischen Leben der EU

Alle Unionsbürgerinnen und -bürger verfügen in ihrem EU-Wohnsitzland bei Kommunal- und Europawahlen über das aktive und passive Wahlrecht, und zwar unter denselben Bedingungen wie die Staatsangehörigen des betreffenden Landes.

Petitionen und Beschwerden

Sie können eine Petition an das Europäische Parlament richten, um ein persönliches Anliegen oder ein Thema von öffentlichem Interesse vorzubringen. Die Angelegenheit muss in den Zuständigkeitsbereich der EU fallen (es darf sich also nicht um etwas handeln, das auf lokaler oder nationaler Ebene beschlossen wird) und Sie unmittelbar betreffen.

Bei Verfehlungen von Organen oder Einrichtungen der EU können Sie sich an den europäischen Bürgerbeauftragten wenden.

Sie können sich auch direkt an die Organe und beratenden Einrichtungen der EU wenden und haben das Recht, eine Antwort in einer der 24 EU-Amtssprachen zu erhalten.

Konsularischer Schutz

Wenn Sie sich in einem Land außerhalb der EU aufhalten und Hilfe benötigen, Ihr eigenes Land dort aber keine Botschaft und kein Konsulat unterhält, genießen Sie als EU-Bürgerin/EU-Bürger den konsularischen Schutz jedes anderen EU-Landes.

Das bedeutet, dass Sie beispielsweise bei einem Todesfall, bei Unfall, Krankheit, Festnahme, Inhaftierung, einem gegen Sie verübten Gewaltverbrechen und bei Rückführung in Ihr Heimatland um Hilfe ersuchen können.

Ihre Möglichkeiten zur Teilhabe an europäischen Entscheidungsprozessen

Bürgerinitiative – die Tagesordnung bestimmen Sie

Im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative können Sie die Europäische Kommission auffordern, Rechtsvorschriften auszuarbeiten. Die Initiative muss von mindestens einer Million Menschen aus mindestens einem Viertel der EU-Länder (zur Zeit also mindestens sieben Ländern) unterzeichnet werden.

Aktive Teilhabe am demokratischen Leben in der EU

Durch zahlreiche Initiativen sollen Bürgerinnen und Bürger und Organisationen ermutigt werden, eine aktive Rolle in der EU zu übernehmen:

  • Das Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger 2014-2020 soll den Menschen die EU, ihre Geschichte und ihre Vielfalt näher bringen, ihnen ein Bewusstsein für die ihnen aus der Unionsbürgerschaft erwachsenden Rechte vermitteln und sie zur demokratischen Beteiligung auf EU-Ebene anhalten.
  • Das Programm Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft 2014-2020 unterstützt Projekte zur Förderung der Gleichstellung und der Grundrechte, zur Sensibilisierung der Menschen für die ihnen aus der Unionsbürgerschaft erwachsenden Rechte und zur Ermutigung der Menschen, sich auf Unionsebene mehr in demokratische Prozesse einzubringen.
  • Die Kommission führt regelmäßig öffentliche Konsultationen zu geplanten Initiativen durch, an denen sich jede Europäerin und jeder Europäer beteiligen kann.
  • Bürgerdialoge werden in Städten in ganz Europa abgehalten, um die Bürgerinnen und Bürger vor Ort anzuhören und sich mit ihnen über Themen auszutauschen, die für sie wichtig sind.
  • Im Rahmen des Zivilen Dialogs werden Gespräche zwischen der Kommission und den Organisationen der Zivilgesellschaft zu verschiedenen Themenbereichen geführt.