Unionsbürgerschaft


Ihre Rechte und wie Sie diese nutzen

Alle Staatsangehörigen eines EU-Landes sind automatisch EU-Bürger. Die Unionsbürgerschaft verleiht Ihnen einige wichtige zusätzliche Rechte und Verantwortlichkeiten.

Ihre Rechte als Unionsbürger/-in

Sie sind im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (Artikel 20) und in der Charta der Grundrechte (Kapitel V) festgelegt.

Hilfe bei der Ausübung Ihrer Rechte

Um die Öffentlichkeit und die nationalen Behörden für die Unionsbürgerschaft zu sensibilisieren, veröffentlicht die Kommission regelmäßig einen Bericht über die Unionsbürgerschaft .

Reisen, Wohnen und Aufenthalt in der EU

Als EU-Bürger/-in haben Sie das Recht, ohne Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit in der EU ungehindert zu reisen und Ihren Wohnort frei zu wählen.

Sie können sich in jedem EU-Land niederlassen, wenn Sie bestimmte Bedingungen erfüllen, je nachdem, ob sie zum Beispiel arbeiten oder studieren.

Teilnahme am politischen Leben der EU

Ein Umschlag wird in eine Wahlurne gesteckt, im Hintergrund die EU-Flagge © iStockphoto

Alle Unionsbürgerinnen und -bürger haben das Recht auf Teilnahme an den Wahlen zum Europäischen Parlament.

Alle Unionsbürgerinnen und -bürger verfügen in ihrem EU-Wohnsitzland bei Kommunal- und Europawahlen über das aktive und passive Wahlrecht, und zwar unter denselben Bedingungen wie die Staatsangehörigen des betreffenden Landes.

Petitionen und Beschwerden

Sie können eine Petition an das Europäische Parlament English richten, um ein persönliches Anliegen oder ein Thema von öffentlichem Interesse vorzubringen. Der Gegenstand muss in den Tätigkeitsbereich der EU fallen und Sie unmittelbar betreffen.

Beschwerden über Verfehlungen von Organen oder Einrichtungen der EU können Sie an den europäischen Bürgerbeauftragten richten.

Sie können sich auch direkt an die Organe und beratenden Einrichtungen der EU wenden und haben das Recht, eine Antwort in einer der 24 EU-Amtssprachen English zu erhalten.

Konsularischer Schutz

Euro-Banknoten und Reisepass in einer Brieftasche © iStockphoto

Mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis können sich EU-Bürgerinnen und -Bürger für bis zu drei Monate in einem anderen EU-Land aufhalten.

Wenn Sie sich in einem Land außerhalb der EU aufhalten und Hilfe benötigen, genießen Sie als EU-Bürger/-in den konsularischen Schutz eines jeden EU-Landes. Das bedeutet, dass Sie beispielsweise bei einem Todesfall, bei Unfall, Krankheit, Festnahme, Inhaftierung, Gewaltverbrechen und Rückführung in das Heimatland auf Hilfe zählen können.

Bürgerinitiative

Im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative können Sie die Europäische Kommission auffordern, einen Vorschlag für einen Rechtsakt auszuarbeiten. Die Initiative muss von mindestens einer Million Menschen aus mindestens einem Viertel der EU-Länder unterzeichnet werden.

Aktive Teilnahme am bürgerlichen Leben der EU

Durch zahlreiche Initiativen sollen die Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen ermutigt werden, eine aktive Rolle in der EU zu spielen. 

  • Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger: unterstützt Initiativen, durch die der Dialog und der Austausch zu Geschichte, Identität und Zielen der EU gefördert wird und Ideen zur künftigen Entwicklung der EU gesammelt werden.
  • Programm Grundrechte und Unionsbürgerschaft English (en) : fördert die Rechte der EU-Bürgerinnen und -Bürger.
  • Europäisches Jahr der Bürgerinnen und Bürger (2013): einige Maßnahmen werden 2014 fortgesetzt, wobei der Schwerpunkt nun verstärkt auf den Europawahlen liegt (22.-25. Mai).
  • Öffentliche Konsultationen: werden regelmäßig von der Kommission zu geplanten Initiativen durchgeführt; jeder Europäer kann sich daran beteiligen.
  • Bürgerdialoge: werden in Städten in ganz Europa abgehalten, um die Bürgerinnen und Bürger anzuhören und sich mit ihnen auszutauschen.
  • Zivilgesellschaftliche Kontakte English: regelmäßiges Zusammentreffen der Kommission mit der Zivilgesellschaft, um verschiedene Themenbereiche zu erörtern („strukturierte Dialoge“).

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Justiz, Bürgerschaft und Grundrechte

Veröffentlicht im Oktober 2013

Teil der Reihe „Die Europäische Union erklärt“


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