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Landwirtschaft


Die gemeinsame EU-Agrarpolitik dient vielen Zwecken:

  • Sie unterstützt die Landwirte bei der Erzeugung ausreichender Mengen an Lebensmitteln für Europa.
  • Sie trägt dafür Sorge, dass die Lebensmittel sicher sind (beispielsweise durch Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit).
  • Sie schützt die Landwirte vor zu großen Preisschwankungen und Marktkrisen.
  • Sie unterstützt sie bei Investitionen in die Modernisierung ihrer Höfe.
  • Sie setzt sich für die Erhaltung lebensfähiger Gemeinschaften im ländlichen Raum und die Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft ein.
  • Sie schafft und erhält Arbeitsplätze in der Lebensmittelindustrie.
  • Sie schützt die Umwelt und verbessert den Tierschutz.

Wandel der Agrarpolitik

Die EU-Agrarpolitik hat in den letzten Jahrzehnten einen erheblichen Wandel erfahren, um den Landwirten bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen zu helfen und dem Umdenkprozess in der Öffentlichkeit Rechnung zu tragen. Verschiedene Reformen haben dazu geführt, dass die Landwirte ihre Produktionsentscheidungen heute an der Marktnachfrage ausrichten, und nicht an Förderbeschlüssen aus Brüssel.

Durch die jüngsten Reformen im Jahr 2013 verlagerte sich der Schwerpunkt auf

  • ökologischere Anbaumethoden,
  • Forschung und Wissensverbreitung,
  • ein gerechteres Fördersystem für Landwirte,
  • die Stärkung der Stellung der Landwirte in der Lebensmittelkette.

Außerdem soll die Agrarpolitik

  • die Verbraucher durch EU-Gütesiegel zu fundierten Entscheidungen über die Wahl ihrer Lebensmittel befähigen. Diese Kennzeichen, die Angaben zum geografischen Ursprung sowie zu traditionellen Zutaten oder Verfahren einschließlich biologischer Anbaumethoden enthalten, tragen auch dazu bei, dass sich landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU im weltweiten Wettbewerb durchsetzen können;
  • Impulse für die Innovation in der Landwirtschaft und bei der Nahrungsmittelverarbeitung geben. Dies wurde durch EU-Forschungsprojekte möglich, die eine Steigerung der Produktivität und eine Minderung der Umweltfolgen bewirkt haben, beispielsweise durch Verwendung von pflanzlichen Nebenerzeugnissen und Abfallerzeugnissen für die Energiegewinnung;
  • faire Handelsbeziehungen zu Entwicklungsländern fördern. Dazu setzte die EU ihre Ausfuhrsubventionen für landwirtschaftliche Produkte aus und erleichterte den Entwicklungsländern die Ausfuhr ihrer Erzeugnisse in die EU.

Künftige Herausforderungen

Bis 2050 ist angesichts des erwarteten Bevölkerungswachstums und der mit zunehmendem Wohlstand steigenden Nachfrage nach tierischen Erzeugnissen eine Verdoppelung der weltweiten Lebensmittelproduktion notwendig. Gleichzeitig muss aber auch den Auswirkungen des Klimawandels (Verlust an biologischer Vielfalt, Auszehrung der Böden und Verschlechterung der Wasserqualität) entgegengewirkt werden.

Ziel unserer Politik ist es, die Landwirte in Bezug auf Investitionen und Innovation zu beraten, damit sie den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind.

Finanzierung der europäischen Landwirtschaft

Die Landwirtschaft gehört zu den Politikfeldern, für die die Regierungen der EU-Länder die vollständige Zusammenlegung der Zuständigkeiten – sowie der erforderlichen Finanzmittel – vereinbart haben. Das bedeutet, dass nicht jedes einzelne Mitgliedsland eine eigene Agrarpolitik mit eigenen Regelungen zur finanziellen Unterstützung der Landwirtschaft hat, sondern die EU als Ganzes diese Aufgabe übernimmt.

Der Anteil der Agrarausgaben im EU-Haushalt ist dabei drastisch zurückgegangen – von einem Rekordhoch von nahezu 70 % in den siebziger Jahren auf heute rund 38 %. Gründe hierfür sind einerseits die Erweiterung des Tätigkeitsbereichs der EU und andererseits Kosteneinsparungen infolge von Reformen. Seit 2004 hat die EU dreizehn neue Mitgliedstaaten aufgenommen, ohne die Agrarausgaben zu erhöhen.

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Manuskript aktualisiert im November 2014

Teil der Reihe „Die Europäische Union erklärt“


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