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Eine Europäische Strategie für die Meeresforschung und die maritime Forschung

Wissenschaft und Technologie bieten die Möglichkeit, den Schutz der Meeresökosysteme und die Entwicklung nachhaltiger meeresbasierter Tätigkeiten im Hinblick auf die Einführung einer neuen, integrierten Meerespolitik miteinander zu vereinbaren. In diesem Zusammenhang hat die Kommission die vorliegende Strategie ausgearbeitet, mit der Mittel und Wege vorgeschlagen werden sollen, mit denen die Meeresforschung und die maritime Forschung besser integriert werden können. Zur Erreichung dieses Ziels sollen die Kapazitäten ausgebaut sowie die Integration der etablierten Forschungsdisziplinen und die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren der Meeresforschung und der maritimen Forschung verbessert werden.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 3. September 2008 „Eine Europäische Strategie für die Meeresforschung und die maritime Forschung: Ein kohärenter Rahmen für den Europäischen Forschungsraum zur Förderung der nachhaltigen Nutzung von Ozeanen und Meeren“ [KOM(2008) 534 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Die von der Kommission entwickelte Strategie basiert auf zwei Schwerpunkten. Zum einen sollen die Kapazitäten der europäischen Forschung zur Bewältigung der Systemkomplexität der Meeresökosysteme verbessert werden und zum anderen neue Formen der Entscheidungsfindung in die Forschung eingebracht werden. Sie schlägt verschiedene Maßnahmen vor, die sich stützen auf:

  • Kapazitätsaufbau im Bereich der Infrastrukturen (beispielsweise die Einrichtungen für die Beobachtung und Datenerhebung, die Ozeanbeobachtungsstelle, die Unterwassertechnologien oder die spezialisierten Forschungsschiffe), der Innovation und der Ausbildung;
  • Förderung der Integration von Wissen und Beobachtungsdaten sowie Förderung der interdisziplinären Forschungstätigkeiten betreffend Querschnitts-Forschungsthemen (beispielsweise die Auswirkungen der Tätigkeit des Menschen auf Küsten- und Meeresökosysteme oder der Schutz und die Bewirtschaftung der Meeresbiodiversität), einschließlich des Technologietransfers;
  • Förderung von Synergien durch dieKombination verschiedener Finanzierungsregelungen auf regionaler, nationaler, gemeinschaftlicher und privater Ebene. Des weiteren ist aufgrund des globalen Charakters der mit den Ozeanen zusammenhängenden Probleme der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit geplant.

Die in der vorliegenden Mitteilung geplanten neuen Formen der Entscheidungsfindung betreffen die Schaffung einer starken, nachhaltigen und auf den bestehenden Netzwerken aufbauenden Partnerschaft zwischen Forschern, politischen Entscheidungsträgern, Industriellen und Vertretern der Zivilgesellschaft. Diese Partnerschaft soll zu einer Vereinbarung führen, die die Forschungsprioritäten definiert und die Zusammenarbeit vertieft, beispielsweise durch die Einführung gemeinsamer Programme in den prioritären Bereichen.. Die Aufgabe der Kommission wird in der weiteren Unterstützung dieser Ziele bestehen, indem sie die in den Rahmenprogrammen vorgesehenen Werkzeuge und Grundsätze des Europäischen Forschungsraums (EFR) umsetzt. Sie wird insbesondere effizientere Mittel und Wege festlegen, um Nutzen aus den neuen Finanzierungen zu ziehen, die von den Mitgliedsstaaten, den Regionen und der Gemeinschaft kommen.

Die Europäische Strategie für die Meeresforschung muss vom Rat und vom Europäischen Parlament genehmigt werden. Die Kommission wird ihren ersten Durchführungsbericht spätestens im Jahre 2012 vorlegen.

Hintergrund

Die vorliegende Strategie schließt sich an die Mitteilung der Kommission von Oktober 2007 mit dem Titel: „Eine integrierte Meerespolitik für die Europäische Union“ an. In dieser Mitteilung hat die Kommission erneut bestätigt, dass ihr Hauptziel darin besteht, die erforderlichen Bedingungen für das Wachstum der meeresbezogenen Tätigkeiten unter gleichzeitiger Gewährleistung des Schutzes der Meeresökosysteme gemäß der Strategie für die Meeresumwelt zu schaffen.

Die vorliegende Strategie bildet einen grundlegenden Bestandteil des Europäischen Forschungsraums. Sie stellt den ersten Versuch dar, den EFR für ein spezielles Forschungsgebiet zu vollenden.

Letzte Änderung: 22.10.2008
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