RSS
Alphabetischer Index
Diese Seite steht in 5 Sprachen zur Verfügung

We are migrating the content of this website during the first semester of 2014 into the new EUR-Lex web-portal. We apologise if some content is out of date before the migration. We will publish all updates and corrections in the new version of the portal.

Do you have any questions? Contact us.


Sechster Zwischenbericht über den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt

Der erste Teil des Berichts ist der Kreativität und der Innovation in den Europäischen Regionen gewidmet. Hier zieht die Kommission eine erste Bilanz und ermittelt die noch zu erzielenden Fortschritte. Der zweite Teil des Berichts betrifft die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation zum territorialen Zusammenhalt, die 2008 gestartet wurde.

RECHTSAKT

Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat - Sechster Zwischenbericht über den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt [KOM(2009) 295 – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Der sechste Bericht über den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt betrifft zwei Bereiche:

  • die Kreativität, was die Entwicklung einer neuen, nützlichen Idee bedeutet;
  • die Innovation, die aus der Umsetzung einer neuen, nützlichen Idee in die Praxis besteht.

Kreativität und Innovation sind grundlegend, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft langfristig zu stärken. Deshalb wurden 85 Milliarden EUR für Innovation für den Zeitraum 2007 bis 2013 bereitgestellt.

Die Kommission ermittelt somit die wichtigsten Ziele und zieht eine Bilanz der Kreativität und Innovation in den europäischen Regionen.

Der Bericht behandelt ebenfalls die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation , die im Oktober 2008 zum territorialen Zusammenhalt gestartet wurde.

Kreativität

Die Kommission betont, dass es für die Regionen erforderlich ist, die Talente der lokalen Bevölkerung zu entfalten, vor allem durch eine Verbesserung des Lehr- und Bildungsniveaus. Die Regionen können ihren Anteil an Talenten steigern, indem begabte Menschen aus dem Ausland motiviert werden, in diese Region zu ziehen. Deshalb müssen sie ein günstiges Umfeld für qualifizierte ausländische Arbeitnehmer schaffen, insbesondere durch Erleichterung ihrer Integration und die Bekämpfung von Diskriminierungen.

Innovation

Der Bericht hebt die Notwendigkeit hervor, die Gründung von Unternehmen anzuregen und ausländische Investoren anzuziehen, um Innovation zu fördern. Innovation kann auch von Unternehmen ausgehen, die bereits in der Region angesiedelt sind und in Forschung und Entwicklung investieren.

Bilanz der europäischen Regionen

Regionen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ wiesen gute Ergebnisse auf. Dort gibt es einen sehr hohen Anteil an Hochschulabsolventen. Außerdem stellt die Kommission fest, dass Unternehmen aus diesen Regionen am meisten in Forschung und Entwicklung investieren. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen diese Regionen das für Kreativität und Innovation günstige Umfeld erhalten. Sie müssen auch die Umwandlung neuer Ideen in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren beschleunigen.

Die Regionen des „Konvergenzziels“ weisen einen gewissen Rückstand zu den Regionen des Ziels „Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ auf. Allerdings sind einige Indikatoren ermutigend. Diese Regionen verzeichnen insbesondere ein Produktivitätswachstum,und ziehen auch die meisten ausländischen Investoren an. Sie müssen daher den größten Nutzen aus diesen ausländischen Unternehmen ziehen, indem sie ihre Integration in die lokale Wirtschaft erleichtern. Außerdem ist es im Interesse dieser Regionen, ihr Bildungs- und Ausbildungsniveau zu erhöhen.

Insgesamt gesehen bleibt die EU hinter den Vereinigten Staaten zurück, vor allem im Bereich der Innovation. Sie holt aber langsam auf. Die EU weist ein hohes Wachstum in folgenden Bereichen auf:

  • bei den Hochschulabsolventen und Forschern;
  • bei den öffentlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung;
  • bei den Investitionen in Risikokapital;
  • bei Breitbandanschlüssen;
  • bei der Beschäftigung in wissensintensiven Dienstleistungssektoren.

Ergebnisse der öffentlichen Konsultation über den territorialen Zusammenhalt

Im Rahmen der öffentlichen Konsultation vom Oktober 2008 wurden sehr viele Beiträge von den Mitgliedstaaten, regionalen und lokalen Vereinigungen und auch von den Wirtschafts- und Sozialpartnern eingereicht.

Durch die öffentliche Konsultation war es möglich, einen Konsens über die Definition des territorialen Zusammenhalts zu erzielen: es geht darum, die harmonische und nachhaltige Entwicklung aller Gebiete aufbauend auf den territorialen Besonderheiten und Ressourcen zu fördern.

Die Kommission schlägt mehrere Ziele vor, um den territorialen Zusammenhalt zu verbessern. Sie unterstreicht insbesondere die Notwendigkeit einer Multilevel Gouvernance (Regieren auf mehreren Ebenen). Somit sollen die einzelstaatlichen, die regionalen und lokalen Behörden bei der Gestaltung und Koordinierung der Politikbereiche zusammenarbeiten.

Die Kommission fordert ebenfalls einen integrierten und grenzübergreifenden Ansatz für die Bewältigung regionaler Herausforderungen. So will sie etwa den Einsatz europäischer Mittel verbessern. Es sollten neue Strategien für die nachhaltige Entwicklung von Grenzregionen nach dem Vorbild der Ostseestrategie entwickelt werden.

Letzte Änderung: 30.07.2010
Rechtlicher Hinweis | Über diese Website | Suche | Kontakt | Seitenanfang