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Die Regionen in äußerster Randlage: eine Chance für Europa

Die Regionen in äußerster Randlage (RUP) bieten besondere Vorteile, die der Entwicklung der gesamten Europäischen Union (EU) nutzen können. Dieses Potenzial muss durch Ausschöpfung der bestehenden Gemeinschaftsprogramme ausgenutzt werden, und die sozioökonomische Entwicklung der RUP muss auf einem strategischen Ansatz basieren, der die spezifischen Besonderheiten berücksichtigt.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission vom 17. Oktober 2008 - Die Regionen in äußerster Randlage: eine Chance für Europe [KOM(2008) 642 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Die europäische Strategie für die Regionen in äußerster Randlage (RUP) basiert auf Prioritäten, die diesen Regionen die Überwindung ihrer spezifischen Entwicklungsprobleme in Bezug auf Anbindung, Wettbewerbsfähigkeit und Integration in das regionale Umfeld ermöglichen. Diese Strategie muss verstärkt werden, um das Potenzial im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit und eine nachhaltige Entwicklung dieser Regionen besser zu nutzen.

Die RUP weisen besondere Vorteile auf. Die geografische Lage macht sie zu Akteuren der Außenpolitik der Europäischen Union (EU), insbesondere hinsichtlich der Umsetzung der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (APE), der Strategien zur Bekämpfung des illegalen Handels und der polizeilichen Zusammenarbeit auf regionaler Ebene. Zudem sind diese Regionen aufgrund ihrer geografischen und klimatischen Besonderheiten für die wissenschaftliche Forschung und für Studien über die Anpassung an den Klimawandel, über erneuerbare Energien, die Bewahrung der biologischen Vielfalt und die Meeresumwelt geeignet.

Durch eine erweiterte Strategie sollen die RUP die im Rahmen der Gemeinschaftsprogramme EFRE, ESF, ELER, EFF und POSEI verfügbaren Mitteln für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 nutzen können.

Zudem unterstützt die Kommission weiterhin die Initiativen JEREMIE für Unternehmen (Joint European Resources for Micro-to-Medium Enterprises) (EN) und JESSICA für städtische Gebiete (Joint European Support for Sustainable Investment in City Areas) (EN). Sie fördert die Einbeziehung der RUP in die Initiative Regionen für den wirtschaftlichen Wandel sowie deren Beteiligung an Mobilitätsprogrammen, an Programmen für lebenslanges Lernen und zur Zusammenarbeit zwischen den europäischen Bildungssystemen.

Die Gemeinschaftspolitik soll die Bereiche mit hohem Wertschöpfungspotenzial unterstützen, in denen die RUP ein Spezialisierungspotenzial und große komparative Vorteile in ihren jeweiligen Regionen aufweisen. Es wurden einige prioritäre Bereiche bestimmt, um den neuen Herausforderungen durch die Vertiefung von Kenntnissen und die Festigung bestehender Partnerschaften zu begegnen. Sie betreffen:

  • die demografische Entwicklung und die Migrationsströme, um deren Auswirkung auf die sozioökonomische Entwicklung der RUP besser zu analysieren;
  • den Klimawandel und die Studie über seine Auswirkungen auf die Küstengebiete und die Bewahrung der Ökosysteme;
  • die Meerespolitik, um die Kenntnisse der Meeresumwelt zu vertiefen, die europäische integrierte Meerespolitik durch regionale Strategien zu ergänzen und den regionenübergreifenden Seeverkehr zu fördern;
  • die Landwirtschaft, um die spezifischen Probleme der Agrarumwelt besser zu bewältigen, die Niederlassung junger Landwirte zu fördern und die regionale Produktion zu fördern.

Der Dialog und die bestehende Partnerschaft zwischen der EU, den Mitgliedstaaten und den RUP muss ein wesentliches Element der erneuerten Strategie bleiben. So müssen die Auswirkungen der neuen europäischen Rechtsvorschriften und der künftigen EU-Politik auf diese Regionen berücksichtigt werden. Ein gemeinsam mit den Mitgliedstaaten organisiertes Forum zum Thema Ultraperipherie in Europa soll zur Erreichung dieses Ziels beitragen.

Hintergrund

Diese Mitteilung ist die Antwort auf die 2007 durchgeführte Konsultation über die künftigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und ihren Regionen in äußerster Randlage. Sie soll eine bessere Analyse der 2007 angenommenen zusätzlichen strategischen Ziele ermöglichen, um auf diese Weise die Herausforderungen der Weltwirtschaftslage und der Umweltprobleme besser zu berücksichtigen.

Letzte Änderung: 16.02.2009

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission Generaldirektion Regionalpolitik.

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