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Impfung gegen die saisonale Grippe

Die Grippe ist eine Infektionskrankheit, die in der Europäischen Union jedes Jahr zahlreiche Todesfälle und erhebliche Kosten verursacht, sowohl was die Gesundheitsversorgung betrifft, als auch was die Folgekosten für die Wirtschaft anbelangt. Die Europäische Kommission hält es daher für wichtig, dass vorrangig die so genannten „Risikogruppen“ geimpft werden, um die Verluste zu verringern und jegliches Risiko einer Pandemie auszuschließen.

RECHTSAKT

Empfehlung 2009/1019/EU des Rates vom 22. Dezember 2009 zur Impfung gegen die saisonale Grippe.

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Empfehlung ermutigt die Mitgliedstaaten, Gesundheitsmaßnahmen zur Bekämpfung der saisonalen Grippe zu treffen.

Bedeutung des Problems

Die Grippe ist eine ansteckende Virusinfektion der Atemwege, die während der Wintermonate als Epidemie auftritt. Sie kann schwere Komplikationen nach sich ziehen, die sogar tödlich verlaufen können.

In Jahren leichterer Grippeerkrankungen wird die Zahl der Todesfälle auf 8 je 100 000 Einwohner geschätzt. Diese Zahl kann in Jahren schwererer Grippeerkrankungen auf 44 ansteigen.

Bei einer Grippeepidemie können Krankenhäuser und medizinische Dienste überlastet sein. Dies führt zu einer Erhöhung der direkten Kosten (die durch den Einsatz medizinischer und nicht medizinischer Ressourcen verursacht werden) und der indirekten Kosten (die durch Produktivitätseinbußen und Fehlzeiten verursacht werden).

Effizienz und Effektivität von Impfungen

Die saisonale Grippe kann durch eine Impfung abgeschwächt werden. Entscheidend ist, dass die „Risikogruppen“ in der Bevölkerung gegen die Grippe geimpft werden. Darüber hinaus sollte der logistische Aufwand für eine Durchimpfung der Bevölkerung wie der Transport und die Verabreichung der Impfstoffe nicht unterschätzt werden.

Wichtig ist, dass auf Gemeinschaftsebene vorgegangen wird, um zu verhindern, dass sich aus einem neuen Grippevirus eine Pandemie entwickelt, wie dies in den Jahren 1918, 1957 und 1968 der Fall war.

Nationale Aktionspläne und Strategien

Zweck dieser Empfehlung ist es, die Mitgliedstaaten zu veranlassen, einen nationalen Aktionsplan oder eine Strategie für die Durchimpfung der Bevölkerung anzunehmen. Dieser Plan soll die Schwächen beseitigen, die derzeit in diesem Bereich festgestellt werden.

Mit diesem Plan soll eine Durchimpfungsrate von 75% der „Risikogruppen“ bis zum Winter 2014-2015 erzielt werden. Die Risikogruppen werden in den Leitlinien des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) aufgeführt.

Die Mitgliedstaaten werdend aufgerufen, der Kommission freiwillig über die Umsetzung dieser Empfehlung Bericht zu erstatten, insbesondere über die in den Risikogruppen erzielte Durchimpfungsrate

Außerdem sollten die Beschäftigten des Gesundheitswesens sowie die Risikogruppen und deren Angehörige über Risiken informiert werden.

Die Kommission ist aufgefordert, anhand der von den Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellten Daten dem Rat über die Durchführung dieser Empfehlung regelmäßig Bericht zu erstatten.

Hintergrund

2003 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen, bis 2006 eine Durchimpfungsrate der älteren Bevölkerung von mindestens 50 % und bis 2010 von mindestens 75% zu erreichen. Dieser Vorschlag empfiehlt, die Zielvorgaben der WHO durch einen nationalen Aktionsplan oder eine nationale Strategie umzusetzen.

Letzte Änderung: 08.06.2010

Siehe auch

  • Website der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher zum Thema Grippe (EN).
  • Öffentliche Gesundheit (EN).
  • Website der WHO zum Thema Grippe(EN).
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