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Die operativen Prioritäten der Europäischen Investitionsbank

Die durch den Vertrag von Rom ins Leben gerufene und 1958 gegründete Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Finanzierungsinstitution der Europäischen Union (EU) für langfristige Darlehen. Sie leistet einen Beitrag zur Europäischen Integration und zur wirtschaftlichen Entwicklung der benachteiligten Regionen. 1994 wurde der Europäische Investmentfonds (EIF) mit dem Ziel eingerichtet, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen, die sich in der Frühphase befinden und/oder im Bereich der neuen Technologien tätig sind. Die EIB ist mehrheitlicher Anteilseigner und Verwaltungsinstanz des EIF. Im Jahre 2000 wurde die EIB-Gruppe gebildet, die sich aus der EIB und dem EIF zusammensetzt. Innerhalb der Gruppe vergibt die EIB lang- und mittelfristige Darlehen, während der EIF auf Risikokapitaloperationen und auf Garantien für KMU spezialisiert ist.

In ihrem Geschäftsplan hat die EIB ihre mittelfristige Politik sowie die operativen Prioritäten für die Ziele festgelegt, die ihr von ihren Gouverneuren gesetzt wurden. Für den Zeitraum 2011-2013 gelten für die Darlehenstätigkeit folgende Schwerpunkte:

Der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt in der erweiterten Europäischen Union

Die Kohäsionspolitik der EU soll die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen innerhalb der EU verringern. Die Kommission setzt diese Politik über die Strukturfonds um, aus denen die europäischen Regionen Zuschüsse erhalten.

Die EIB ergänzt die Finanzierungstätigkeiten der Strukturfonds durch Darlehen, die sie im Rahmen der Kohäsionspolitik vergibt. Diese Darlehen stellen eine zweite Finanzierungsquelle für Projekte dar, die auf lokaler oder regionaler Ebene durchgeführt werden.

Förderung der wissensbasierten Wirtschaft

Die EIB setzt sich für die Schaffung einer wissensbasierten Wirtschaft ein, die das Wirtschaftswachstum, die Beschäftigung und den sozialen Zusammenhalt fördern soll. Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützt die EIB Investitionen in folgenden drei Bereichen:

  • Bildung;
  • Forschung und Entwicklung;
  • Innovation.

Die Entwicklung der Transeuropäischen Netze

Die EIB leistet außerdem einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Transeuropäischen Netze (TEN). Bei diesen Netzen handelt es sich um Infrastrukturnetze im Verkehrs-, Energie- und Telekommunikationssektor.

Umweltschutz

Die EIB unterstützt Umweltprojekte in folgenden Bereichen:

  • städtischer Lebensraum;
  • nachhaltiger Verkehr;
  • Wassermanagement (Wasserversorgung und Abwasserentsorgung);
  • Bekämpfung des Klimawandels;
  • erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Zudem müssen alle von der EIB finanzierten Projekte, ganz gleich welcher Art, den europäischen Grundsätzen, Praktiken und Normen bezüglich des Umweltschutzes entsprechen.

Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Die EIB stellt den KMU mittel- und langfristige Finanzierungen aus Kreditlinien zur Verfügung, die Vermittlern - Banken oder anderen Kreditinstituten - gewährt werden. Dank dieser Kreditlinien können die Vermittler kleinere Investitionsprojekte unterstützen, die von KMU durchgeführt werden.

Der EIF wiederum unterstützt die KMU entweder direkt, indem er ihnen Eigenmittel durch Risikokapitalfinanzierung zur Verfügung stellt, oder indirekt, indem er für die Kredit-Portfolios der KMU bei Kreditinstituten oder öffentlichen Kreditgarantiestellen bürgt.

Förderung einer sicheren, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Energieversorgung

Die Darlehensvergabe zur Unterstützung der energiepolitischen Ziele der EU ist für die EIB eine wichtige Priorität. Die EIB konzentriert sich dabei auf fünf vorrangige Bereiche:

  • erneuerbare Energien;
  • Energieeffizienz;
  • FuE und Innovation;
  • Diversifizierung und Sicherheit der internen Versorgung;
  • Sicherheit der externen Versorgung und wirtschaftliche Entwicklung.

Humankapital

Die EIB trägt zur Entwicklung des Humankapitals bei, indem sie Darlehen in den Bereichen Gesundheit und Bildung vergibt. Die EIB-Darlehen können zum Beispiel zur Finanzierung neuer Gebäude und Ausstattung genutzt oder für Investitionen in die Hochschulforschung eingesetzt werden.

Diese Kurzbeschreibung hat rein informativen Charakter. Sie dient weder der Auslegung noch ersetzt sie das Referenzdokument, das die einzige verbindliche Rechtsgrundlage ist.

Letzte Änderung: 29.04.2011
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