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Europäische Umweltagentur

Die Europäische Umweltagentur (EUA) ist eine Einrichtung der Europäischen Union mit Sitz in Kopenhagen. Ihre Aufgabe ist es, unabhängige und zuverlässige Informationen über die Umwelt zur Verfügung zu stellen. Sie stellt eine der Hauptinformationsquellen für die politischen Entscheidungsträger dar. Diese Informationen werden genutzt, um die Umweltpolitik zu aktualisieren, zu verabschieden, umzusetzen und zu bewerten. Der EUA gehören derzeit 32 Mitgliedstaaten an.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 401/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 über die Europäische Umweltagentur und das Europäische Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz (kodifizierte Fassung).

ZUSAMMENFASSUNG

Die Europäische Umweltagentur und ihr Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz (Eionet) wurden 1990 geschaffen. Ihre Arbeit hat die Agentur jedoch erst 1994 aufgenommen.

Die Europäische Umweltagentur ist eine unabhängige Einrichtung, deren Ziel es ist, die nachhaltige Entwicklung zu fördern und zur Verbesserung der europäischen Umwelt beizutragen. Zur Erreichung dieser Zielsetzung erfüllt die Agentur folgende Aufgaben:

  • Einrichtung und Koordinierung des Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzes (Eionet);
  • Bereitstellung – für die Gemeinschaft und die Mitgliedstaaten - der erforderlichen objektiven Informationen für die Ausarbeitung und Durchführung von sinnvollen und wirksamen Umweltmaßnahmen;
  • Unterstützung der Überwachung von Umweltschutzmaßnahmen;
  • Erfassung, Zusammenstellung, Analyse und Verbreitung der Daten über den Zustand der Umwelt;
  • Förderung der Vergleichbarkeit der Daten auf europäischer Ebene;
  • Förderung der Entwicklung und der Integration von Verfahren zur Vorhersage im Umweltbereich;
  • umfassende Verbreitung von zuverlässigen Umweltinformationen.

Die von der Umweltagentur bereit gestellten Informationen beziehen sich auf folgende Gebiete:

  • Luftqualität;
  • Wasserqualität;
  • Zustand des Bodens, der Tier- und Pflanzenarten;
  • Nutzung des Bodens und der natürlichen Hilfsquellen;
  • Abfallbewirtschaftung;
  • Geräuschemissionen;
  • Chemikalien;
  • Schutz der Küstengebiete und der Meere.

Das Eionet umfasst die wichtigsten Bestandteile der einzelstaatlichen Informationsnetze, die innerstaatlichen Anlaufstellen und die fünf themenspezifischen Anlaufstellen. Die Tätigkeit der themenspezifischen Anlaufstellen umfasst folgende Bereiche:

  • Wasser,
  • Luft und Klimawandel,
  • Naturschutz und biologische Vielfalt,
  • Abfall- und Materialströme und
  • Landumgebung.

Der Europäischen Umweltagentur gehören derzeit 32 Mitgliedstaaten an: die 27 Mitgliedstaaten der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei.

Der Verwaltungsrat der Agentur setzt sich zusammen aus je einem Vertreter der Mitgliedstaaten und zwei Vertretern der GD Umwelt und der GD Forschung der Europäischen Kommission sowie zwei wissenschaftlichen Experten, die vom Europäischen Parlament benannt werden. Aufgabe des Verwaltungsrates ist in erster Linie, die Arbeitsprogramme der Agentur zu verabschieden sowie den Exekutivdirektor und die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats zu ernennen. Dieser berät den Verwaltungsrat und den Exekutivdirektor in wissenschaftlichen Fragen.

Der Exekutivdirektor ist dem Verwaltungsrat gegenüber für die Durchführung der Arbeitsprogramme und die laufende Verwaltung der Agentur verantwortlich.

Die Agentur organisiert ihre Tätigkeit im Rahmen von Jahresprogrammen, die sich auf eine Fünfjahresstrategie beziehen, und eines Mehrjahres-Arbeitsprogramms. Die gegenwärtige Strategie bezieht sich auf den Zeitraum 2009 – 2013.

Die Agentur arbeitet eng mit anderen europäischen und internationalen Organisationen zusammen: mit dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) und der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Hintergrund

Die Europäische Umweltagentur und Eionet arbeiten mit der Europäischen Kommission und anderen Interessenvertretern zusammen, um ein gemeinsames Umweltinformationssystem zu verwirklichen (SEIS). Zu diesem Zweck stellt die Agentur die bestehenden Instrumente und Meldesysteme zur Verfügung (Reportnet), ferner die Initiativen im Bereich Electronic Government, die Geodateninfrastruktur (INSPIRE), die Initiative Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (Global Monitoring for Environment and Security) (GMES) und das Globale Überwachungssystem für Erdbeobachtungssysteme (Global Earth Observation System of Systems) (GEOSS).

Mit dieser Verordnung wird die Verordnung (EG) Nr. 1210/90 aufgehoben.

BEZUG

Rechtsakt Datum des Inkrafttretens Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten Amtsblatt
Verordnung (EG) Nr. 401/2009

10.6.2009

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ABl. L 126 vom 21.5.2009

Letzte Änderung: 10.12.2009
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