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Cedefop (Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung)

Das Zentrum hat die Aufgabe, die Kommission zu unterstützen, um die Berufsbildung und die ständige Weiterbildung auf der Ebene der Europäischen Union (EU) zu fördern und weiterzuentwickeln.

RECHTSAKT

Verordnung (EWG) Nr. 337/75 des Rates vom 10. Februar 1975 über die Errichtung eines Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung [Vgl. ändernde Rechtsakte].

ZUSAMMENFASSUNG

Das Zentrum hat die Aufgabe, die Kommission bei der Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung und bei der Weiterentwicklung und Umsetzung einer einheitlichen Berufsbildungspolitik durch seinen wissenschaftlichen und fachtechnischen Beitrag zu unterstützen. Das Cedefop fördert das Bewusstsein und das Verständnis für die Rolle der Berufsbildung beim lebenslangen Lernen und für ihren Beitrag zu anderen Politikbereichen. Dem Zentrum wird in allen Mitgliedstaaten die für juristische Personen weitest gehende Rechts- und Geschäftsfähigkeit zuerkannt. Das Zentrum verfolgt keinen Erwerbszweck. Es hat seinen Sitz in Thessaloniki (Griechenland).

Das Zentrum hat die Aufgabe:

  • eine Dokumentation über die Entwicklungen in der Berufsbildung zu erstellen und zur Entwicklung der Berufsbildungsforschung beizutragen, indem es Forschungsergebnisse, statistische Daten und politische Analysen zur Erleichterung der Politikgestaltung im Bereich der Berufsbildung bereitstellt;
  • alle nützlichen Dokumentationen und Informationen über seine Website sowie über Veröffentlichungen, Netzwerke, Studienbesuche, Konferenzen und Seminare zu verbreiten;
  • einen konzertierten Ansatz zur Stärkung der europäischen Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Berufsbildungspolitik zu fördern und zu unterstützen und die Durchführung von Untersuchungen über die Entwicklung der Berufe und beruflichen Qualifikationen anzuregen;
  • ein Forum zu bilden, das die verschiedenen Berufsbildungsinteressen zusammenbringt. Dazu gehört auch die im Auftrag der Kommission und im Einklang mit dem Beschluss über das Programm für lebenslanges Lernen 2008-2013 stattfindende Koordinierung der konsolidierten Studienbesuche von Experten und Beamten, von Leitern der Berufsbildungseinrichtungen und der für die Beratung und die Validierung von Wissen zuständigen Dienste sowie von Vertretern der Sozialpartner im Programm für lebenslanges Lernen.

Zur Erfüllung seiner Aufgaben legt das Zentrum mittelfristige Prioritäten und jährliche Arbeitsprogramme fest. Im Rahmen seiner mittelfristigen Prioritäten für die Jahre 2009–2011 verfolgt das Zentrum das strategische Ziel, „zur Exzellenz in der Berufsbildung beizutragen und die europäische Zusammenarbeit bei der Entwicklung, Umsetzung und Bewertung der europäischen Berufsbildungspolitik zu stärken.“ Dieses strategische Ziel wird durch die folgenden vier Prioritäten gefördert:

  • Informationsangebot zu europäischen Berufsbildungsmaßnahmen;
  • Analyse europäischer Tendenzen und Herausforderungen hinsichtlich der Fähigkeiten und Kompetenzen sowie des Lernens;
  • Bewertung des Nutzens der Berufsbildungspolitik;
  • Stärkung des Bewusstseins für die Berufsbildung.

Die Ergebnisse der Arbeit des Zentrums richten sich an Entscheidungsträger in den europäischen Institutionen und den Mitgliedstaaten sowie an die Sozialpartner, die in einzigartiger Weise auf allen Ebenen der Berufsbildungspolitik und -praxis vertreten sind. Der zusätzliche Nutzen des Zentrums besteht in der hohen Qualität seiner Analysen, Gutachten und Informationen, mit denen die europäische Zusammenarbeit bei der Berufsbildung gefördert wird. So schafft das Zentrum

  • eine unabhängige europäische Wissenschaftsperspektive durch vergleichende Analysen der Entwicklungen, die das Bewusstsein und das Verständnis für Berufsbildungsthemen europaweit stärken;
  • Einblicke in komplexe Themen, um gemeinsame europäische Ansätze und Prinzipien zu ermitteln und so die Berufsbildung zu verbessern und gemeinsame Ziele zu erreichen;
  • ein einzigartiges Forum, dass die verschiedenen Berufsbildungsinteressen von Entscheidungsträgern, Sozialpartnern, Forschern und Praktikern zusammenbringt, um Vorschläge für Politik und Forschung zu diskutieren;
  • ein verstärktes Bewusstsein dafür, wie die Berufsbildung sich entwickelt, welche Rolle sie beim lebenslangen Lernen spielt und welche Beiträge sie in anderen Politikbereichen leistet.

Der Verwaltungsrat des Zentrums fasst alle strategischen Beschlüsse wie die mittelfristigen Prioritäten, und den Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben des Cedefop. Dabei berücksichtigt er die von den Gemeinschaftsorganen gewünschten Arbeiten. Der Verwaltungsrat setzt sich aus 89 Mitgliedern (4 ohne Stimmrechte) zusammen, welche die Kommission (3 Mitglieder), drei verschiedene Gruppen – die Regierungen (28 Mitglieder, Rotationsprinzip für Belgien), die Arbeitgeberverbände (27 Mitglieder) und die Arbeitnehmerorganisationen (27 Mitglieder) jedes Mitgliedstaats – und die Koordinatoren der Arbeitnehmer- und der Arbeitgebergruppe auf EU-Ebene vertreten. Norwegen und Island sind auch vertreten und haben Beobachterstatus. Der Verwaltungsrat tritt einmal jährlich zusammen.

Entsprechend den Vorgaben des Verwaltungsrats und im Einklang mit der Gründungsverordnung überwacht der Vorstand die Umsetzung der Beschlüsse des Verwaltungsrats und trifft in der Zeit zwischen den Sitzungen des Verwaltungsrats alle für die Verwaltung des Zentrums notwendigen Maßnahmen. Er setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden und den drei stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats, einem weiteren Vertreter der Kommission und je einem Koordinator der drei Gruppen des Verwaltungsrates.

Der Direktor oder die Direktorin wird auf der Grundlage einer vom Verwaltungsrat vorgelegten Kandidatenliste von der Kommission ernannt; er oder sie setzt die Beschlüsse des Verwaltungsrates um, ist für die Verwaltung des Zentrums zuständig, nimmt die rechtliche Vertretung des Zentrums wahr und bereitet die Sitzungen des Verwaltungsrates und des Vorstands vor. Er oder sie erstellt den endgültigen Jahresabschluss, leitet diesen zusammen mit der Stellungnahme des Verwaltungsrates an das Europäische Parlament, den Ministerrat, die Kommission und den Rechnungshof weiter und führt den Haushaltsplan des Zentrums durch.

Spätestens am 31. März eines jeden Jahres übermittelt der Verwaltungsrat der Kommission einen Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben für das folgende Haushaltsjahr. Dieser wird von der Kommission zusammen mit dem Vorentwurf des Haushaltsplans der EU an das Europäische Parlament und den Rat weitergeleitet. Die Haushaltsbehörde legt die verfügbaren Mittel des Zentrums fest.

Die für das Zentrum geltenden Haushalts- und Finanzvorschriften stehen im Einklang mit der aktuellen Fassung der Haushaltsordnung. Die Kontrolle aller Einnahmen und Ausgaben des Zentrums erfolgt durch den Rechnungsführer der Kommission, der alljährlich einen Bericht über die Haushaltsführung und das Finanzmanagement erstellt und diesen an den Rechnungshof, das Europäische Parlament und den Ministerrat weiterleitet.

Für das Personal des Zentrums gilt das Statut der Beamten der Europäischen Gemeinschaften. Alle Bürger und alle natürlichen und juristischen Personen der Union haben Zugang zu den Dokumenten des Cedefop, ohne dass hierfür Gründe angeführt werden müssen. Der Zugang wird durch die Verordnung (EG) Nr. 1049/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2004 geregelt.

BEZUG

Rechtsakt Datum des Inkrafttretens Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten Amtsblatt

Verordnung (EWG) Nr. 337/75

16.2.1975

-

ABL. L 39 vom13.2.1975

Ändernde(r) Rechtsakt(e) Datum des Inkrafttretens Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten Amtsblatt

Verordnung (EWG) Nr. 1946/93

26.7.1993

-

ABL. L 181 vom 23.7.1993

Verordnung (EG) Nr. 1131/94

1.9.1994

-

ABL. L 127 vom 19.5.1994

Verordnung (EG) Nr. 251/95

1.3.1995

-

ABL. L 30 vom 9.2.1995

Verordnung (EG) Nr. 354/95

1.1.1995

-

ABL. L 41 vom 23.2.1995

Verordnung (EG) Nr. 1655/2003

1.10.2003

-

ABL. L 245 vom 29.9.2003

Verordnung (EG) Nr. 2051/2004

21.12.2004

-

ABL. L335 vom 1.12.2004

VERWANDTE RECHTSAKTE

Bericht der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 13. Juni 2008 über die externe Evaluierung der Tätigkeit des Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung [KOM(2008) 356 endgültig – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].
Das Zentrum wurde einer externen Evaluierung (EN ) unterzogen, um seine Relevanz, seinen zusätzlichen Nutzen, seine Wirkung, seine Wirksamkeit und seine Effizienz im Zeitraum 2001–2007 (ursprünglich geplanter Zeitraum: 2001–2007) zu bewerten. Der dem Europäischen Parlament von der Kommission vorgelegte Bericht über die Evaluierung war sehr positiv.

Die Arbeit des Cedefop wurde als relevant angesehen, da das Zentrum nicht nur mit der sich herausbildenden Agenda der EU-Berufsbildungspolitik Schritt hält, sondern auch auf höchster Ebene Einfluss auf deren Entwicklung nimmt. Das Zentrum stellt seit seiner Gründung Informationen für den gesamten Berufsbildungssektor zur Verfügung und hat sich einen guten Ruf und einen hohen Bekanntheitsgrad in der europäischen Berufsbildung erworben. Weiterhin wurde ermittelt, dass das Zentrum einen ganz speziellen zusätzlichen Nutzen hat. Keine andere Organisation legt so viel Nachdruck auf die Berufsbildung und verfügt über einen europaweiten Pool von auf die Berufsbildung spezialisierten erfahrenen Experten. Die Evaluierung nannte folgende wesentliche Stärken, bei denen das Cedefop eindeutig positive Auswirkungen hat und wertschöpfend wirkt: Unterstützung des Arbeitsprogramms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“, Analyse der Fortschritte beim Kopenhagen-Prozess für die Verstärkung der europäischen Zusammenarbeit in der Berufsbildung und Erstellung von Berichten für Ministertagungen; Zusammenstellen der relevanten Berufsbildungsforschung zwecks Interpretation derzeitiger Entwicklungen in den Mitgliedstaaten und Füllen von Wissenslücken durch Realisierung der dringend erforderlichen Analyse des derzeitigen und künftigen Qualifikationsbedarfs in Europa; Schaffung eines Raumes, wo mit der Berufsbildung befasste Personen zusammenkommen und über wichtige Aspekte diskutieren können, und Förderung von Verständnis und Peer-learning.

Letzte Änderung: 29.09.2008

Siehe auch

  • Zusätzliche Informationen finden Sie auf der Website des Cedefop (EN)
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