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Unterstützung bei der Entwicklung europäischer digitaler Inhalte: Programm eContent (2001 - 2004)

Archiv

Das Gemeinschaftsprogramm eContent (2001-2004) - europäische digitale Inhalte in globalen Netzen - dient der Finanzierung transnationaler Vorhaben zur digitalen Verbreitung öffentlicher Informationen sowie digitaler Inhalte, die sich durch Mehrsprachigkeit auszeichnen. Mit dem Programm sollen der Zugang zu qualitativ hochwertigen digitalen Produkten und Dienstleistungen erleichtert und ihre Verwendung gefördert werden. Es ist Teil des Aktionsplans eEurope 2002 und dient der Verwirklichung dessen dritten Ziels: „Förderung der Nutzung des Internet".

RECHTSAKT

Entscheidung 2001/48/EG des Rates vom 22. Dezember 2000 über ein mehrjähriges Gemeinschaftsprogramm zur Unterstützung der Entwicklung und Nutzung europäischer digitaler Inhalte in globalen Netzen und zur Förderung der Sprachenvielfalt in der Informationsgesellschaft.

ZUSAMMENFASSUNG

Die Entwicklung digitaler Inhalte wird die Voraussetzungen für den Zugang zum Wissen tief greifend verändern. Sie ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für Wirtschaftswachstum, Unternehmertum und Beschäftigung, da dadurch die berufliche, soziale und kulturelle Entwicklung sowie die Kreativität und Innovationskraft der europäischen Bürger gefördert werden. Angesichts dessen hat der Rat der Europäischen Union das Programm eContent mit einer Laufzeit von vier Jahren verabschiedet, um die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung europäischer digitaler Inhalte sowie die Sprachenvielfalt in den globalen Netzen zu fördern.

Ziele

Mit dem Programm eContent werden folgende Ziele angestrebt:

  • Förderung der Nutzung des Internet und des Zugangs aller zum Internet durch größere Verfügbarkeit von europäischen digitalen Inhalten in globalen Netzen;
  • Verbesserung des Zugangs zu europäischen digitalen Inhalten sowie stärkere Nutzung der Informationen des öffentlichen Sektors;
  • Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt bei digitalen Inhalten in globalen Netzen und Steigerung der Exportchancen europäischer Inhaltsanbieter durch Anpassung an das kulturelle und sprachliche Umfeld;
  • Schaffung günstiger Voraussetzungen für eine geringere Aufsplitterung des Marktes und für die Vermarktung, Verbreitung und Nutzung europäischer digitaler Inhalte in globalen Netzen und damit Anregung der Wirtschaftstätigkeit und Verbesserung der Beschäftigungsaussichten.

Aktionslinien

Zur Verwirklichung der im Programm genannten Ziele werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Förderung des Zugangs zu den Informationen des öffentlichen Sektors und umfassendere Nutzung dieser Informationen. Über das Programm werden bevorzugt Versuchsprojekte gefördert, die bewährte Praktiken veranschaulichen und praktische Probleme von Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor aufzeigen (Schaffung gemeinsamer Standards, Bereitstellung zuverlässiger Informationen des öffentlichen Sektors für Unternehmen und Bürger usw.);
  • Förderung der Produktion von Inhalten in einem vielsprachigen und multikulturellen Umfeld. Es handelt sich hierbei um die Förderung neuer Partnerschaften und von Strategien für Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt sowie die Stärkung der Sprachinfrastruktur (digitale Entwicklung von Sprachzentren, Instrumente zur computergestützten Übersetzung und Entwicklung neuer Ressourcen, insbesondere von Datenbanken für die verschiedenen Sprachen und von mehrsprachigen Glossaren);
  • Maßnahmen zur Steigerung der Dynamik des Marktes für digitale Inhalte. Mit dieser dritten Maßnahme sollen der Handel der Marktakteure mit Rechten an digitalen Inhalten (Pilotsysteme und Zentren für die Abklärung von Multimedia-Rechten) gefördert und ein gemeinsamer Ansatz der öffentlichen und der privaten Akteure (Erfassung statistischer Daten, Förderung bester Praktiken usw.) erarbeitet werden.

Anwendungsbereich

Das Programm betrifft digitale Inhalte mit Informationen des öffentlichen Sektors über Kultur, Bildung, Sozialpolitik, geografische Informationen, den Geschäfts-, Umwelt- und Tourismusbereich. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten, die weniger verbreitete Sprachen der Europäischen Union und die Sprachen der osteuropäischen Länder betreffen. Bei Projekten zu anderen europäischen Sprachen müssen das gemeinschaftliche Interesse und der Multiplikatoreffekt nachgewiesen werden.

Mittelempfänger

Jede juristische, private oder öffentliche Person aus den förderfähigen Ländern (Europäische Union, Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums und Beitrittsländer) kann an dem Programm eContent teilnehmen. Das Projekt muss jedoch mindestens zwei juristische, voneinander unabhängige Personen beteiligen, die mindestens in zwei verschiedenen Mitgliedstaaten bzw. in einem Mitgliedstaat und einem assoziierten Land niedergelassen sind.

Förderbedingungen für Maßnahmen

Um im Rahmen von eContent finanzielle Unterstützung zu erhalten, müssen die Vorhaben zum Abbau von Hindernissen beitragen, welche der Schaffung und dem Funktionieren des Binnenmarktes im Bereich der digitalen Inhalte im Wege stehen. Sie müssen darüber hinaus bereichs- und grenzübergreifend sein, einen Multiplikatoreffekt haben und auf die Nutzer ausgerichtet sein.

Finanzierung

Der als finanzieller Bezugsrahmen dienende Betrag für die Durchführung dieses Programms beträgt 100 Mio. , die wie folgt aufgeteilt werden:

  • Projekte auf Kostenteilungsbasis: maximal 2,5 Mio. je Projekt und 50 % der Kosten für einen Zeitraum von maximal 30 Monaten;
  • Projekte in der Definitionsphase: maximal 0,2 Mio. je Projekt und 50 % der Kosten für einen Zeitraum von maximal 12 Monaten;
  • flankierende Maßnahmen: maximal 1 Mio. je Projekt und 100 % der Kosten für einen Zeitraum von maximal 36 Monaten.

Arbeitsweise

Die Auswahl der Projekte erfolgt über Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen, die im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden. Die Europäische Kommission wählt die Projekte in enger Zusammenarbeit mit den von den Mitgliedstaaten benannten Sachverständigen aus.

Die letzte Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen von eContent wurde im Mai 2004 abgeschlossen.

BEZUG

RechtsaktDatum des Inkrafttretens - Datum des AußerkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Entscheidung 2001/48/EG [Annahme im Konsultationsverfahren CNS/2000/0128]18.1.2001-ABl. L 14 vom 18.1.2001

VERBUNDENE RECHTSAKTE

ABSCHLIESSENDE BEWERTUNG VON eCONTENT (2001-2004)

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 29. Januar 2007 - Abschließende Bewertung der Ergebnisse bei der Umsetzung des mehrjährigen Gemeinschaftsprogramms zur Förderung der Entwicklung und Nutzung europäischer digitaler Inhalte in globalen Netzen und zur Förderung der Sprachenvielfalt in der Informationsgesellschaft (eContent) [KOM(2007) 29 endgültig - nicht im Amtsblatt veröffentlicht]

Diese von unabhängigen Gutachtern durchgeführte abschließende Bewertung kam zu dem Ergebnis, dass das Programm eContent „erfolgreich durchgeführt" wurde. Das Programm hat dazu beigetragen, die Rolle digitaler Inhalte als Mittel zur Verbesserung des Zugangs der Bürger zur Information zu verstärken. Es hat ebenfalls die Vielfalt digitaler Inhalte und Dienstleistungen sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der europäischen Unternehmen gefördert.

Aus den Schlussfolgerungen der Bewertungen lassen sich vor allem folgende Empfehlungen für zukünftige Programme ableiten:

  • Einsatz eines größeren Teils der Mittel für die Vernetzung und Abstimmung zwischen den Projekten und die Verbreitung bester Praktiken;
  • Verfolgung der langfristigen Entwicklung des Marktes (in diesem Fall des Marktes der europäischen digitalen Inhalte), um so die Anpassung des Programms an die Sektorentwicklung und die Ergebnisbewertung der Projekte zu erleichtern.

eCONTENTplus (2005-2008)

Beschluss Nr. 456/2005/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2005 über ein Mehrjahresprogramm der Gemeinschaft zur Erleichterung des Zugangs zu digitalen Inhalten sowie ihrer Nutzung und Verwertung in Europa [Amtsblatt L 79 vom 24.3.2005]

Das Programm eContentplus (2005 - 2008) löst das Programm eContent ab, das Ende 2004 ausgelaufen ist. Ebenso wie mit dem Vorgängerprogramm soll auch mit eContentplus die Entwicklung von digitalen europäischen Inhalten unterstützt werden. Das neue Programm ist allerdings zielgerichteter, da es sich auf drei Bereiche konzentriert: geografische Informationen, Lehrmaterial und kulturelle Inhalte.

 
Letzte Änderung: 14.02.2007

Siehe auch

Weitere Informationen über das Programm eContent (EN).

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