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Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz - ECHO

Die Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) (EN) (FR) der Europäischen Kommission ist für die Unterstützung von Krisenopfern oder Opfern von Naturkatastrophen oder von Menschen verursachten Katastrophen auch außerhalb der Europäischen Union (EU) zuständig.

Seit Unterzeichnung des Vertrags von Lissabon verfügt die EU im Bereich humanitärer Maßnahmen über eine geteilte Zuständigkeit, d. h. sie kann zusätzlich zu den Maßnahmen der Mitgliedstaaten Hilfsmaßnahmen durchführen und eine europäische Politik verfolgen. Die Kommission sorgt dafür, dass die europäischen und nationalen Maßnahmen wirksam koordiniert werden.

Humanitäre Hilfe

Die humanitäre Hilfe ist insbesondere für Entwicklungsländer bestimmt. Sie wird mit Hilfe des Instruments für Humanitäre Hilfe umgesetzt, das die Soforthilfemaßnahmen vor allem mit dem Ziel finanziert:

  • der betroffenen Bevölkerung beizustehen, zu helfen und sie zu schützen;
  • Nahrungsmittelhilfe und Hilfe für Vertriebene bereitzustellen;
  • Maßnahmen zur Vorbereitung auf Katastrophen und Wiederaufbaumaßnahmen nach einer Krise zu unterstützen.

Diese Maßnahmen werden unter Berücksichtigung des Bedarfs und der Interessen der Opfer durchgeführt und erfüllen die internationalen Rechtsvorschriften, die Grundsätze der Unparteilichkeit, der Neutralität und der Nicht-Diskriminierung, die im Europäischen Konsens zur humanitären Hilfe genannt werden.

Die Einsätze von ECHO erfolgen in Partnerschaft mit Organisationen, die einen Partnerschaftsrahmenvertrag mit der Kommission unterzeichnet haben, wie die UN-Organisationen, das Rote Kreuz und der rote Halbmond sowie zahlreiche Nichtregierungsorganisationen.

Katastrophenschutz

Außerdem wird ECHO bei Naturkatastrophen oder von Menschen verursachten Katastrophen (wie etwa Erdbeben, Überschwemmungen, Industrieunfälle), die in der EU eintreten, tätig. Die Maßnahmen, mit denen auf die Hilfeersuchen der betroffenen Länder reagiert wird, werden mit dem Finanzierungsinstrument für den Katastrophenschutz finanziert.

Die Maßnahmen der EU bestehen darin, die Zusammenarbeit zwischen nationalen Katastrophenschutzeinrichtungen zu fördern, um vor allem:

  • die Tätigkeiten im Bereich der Prävention, der Vorbereitung und der Intervention der Mitgliedstaaten zu ergänzen und zu unterstützen;
  • die schnelle operative Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zu erleichtern.

Darüber hinaus kann die EU Katastrophenschutzmaßnahmen in Drittländern durchführen, insbesondere in den EU-Beitrittsländern und den Mittelmeer-Partnerländern.

Hintergrund

Die EU ist weltweit einer der größten Geber von Entwicklungshilfe. Seit 1992 konnte mit den von ECHO durchgeführten Maßnahmen Hilfe in die Krisenregionen von mehr als 85 Ländern gebracht werden.

Letzte Änderung: 06.07.2011
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