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ECHO-Jahresbericht 2009

Aus dem Bericht 2009 über die humanitäre Hilfe der Europäischen Union (EU) geht hervor, dass die Zahl der Katastrophen zugenommen hat und die Einsätze zunehmend komplexer werden. Die EU ist einer der größten Geber humanitärer Hilfe weltweit. Die Unterstützung von Bevölkerungsgruppen in Krisensituationen hat sich auch in diesem Jahr als lebenswichtig erwiesen.

RECHTSAKT

Jahresbericht 2009 vom 9. April 2010 über die Politik der humanitären Hilfe und ihre Durchführung [KOM(2010) 138 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Humanitäre Krisen treten immer häufiger auf und werden zunehmend komplexer. Das ist zurückzuführen auf die wachsende Zahl von

  • Flüchtlingen und Vertriebenen infolge von Konflikten;
  • die Zunahme von Naturkatastrophen, die eine Folge des Klimawandels sind und
  • die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, durch die mehr Menschen in Not geraten.

Im Jahr 2009 erreichte die europäische humanitäre Hilfe 115 Millionen Menschen. Das ursprünglich vorgesehene Budget wurde zweimal aus der Reserve für Soforthilfe des Dienstes für Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) aufgestockt. Mittel aus dem Europäischen Entwicklungsfonds wurden ebenfalls für die humanitäre Hilfe in den AKP-Staaten verwendet.

Wichtigste Einsätze

Die Anzahl der Naturkatastrophen, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind, nimmt zu. Um diese zu bewältigen, leistet ECHO Soforthilfe und unterstützt die am meisten gefährdeten Gebieten bei der Vorbereitung auf den Katastrophenfall.

Im Jahr 2009 intervenierte ECHO bei:

  • Überschwemmungen in Afghanistan, Indien, Tadschikistan und in Westafrika;
  • Zyklonen, tropischen Stürmen und Hurrikanen in Laos, Vietnam, Kambodscha, Bangladesch, Indien, den Philippinen, El Salvador, Nicaragua, Kuba, Fidschi und Papua Neuguinea;
  • Dürrekatastrophen am Horn von Afrika, in Westafrika/Sahelzone, Madagaskar, den Palästinensischen Gebieten und der Arabischen Republik Syrien;
  • Erdbeben in Indonesien;
  • Epidemien in Ländern Westafrikas, im südlichen Afrika und in Papua Neuguinea und
  • Missernten in Laos, Bangladesch und Uganda.

Von Menschen gemachte Katastrophen

  • führten in vielen Ländern zur Vertreibung der Bevölkerung zum Beispiel in Sri Lanka, Jemen, in der Demokratischen Republik Kongo und in Pakistan;
  • nach einem Großangriff der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen musste die Bevölkerung im Gazastreifen mit Lebensmitteln und anderen lebenswichtigen Gütern wie Wasser und Sanitäreinrichtungen versorgt werden;
  • nach einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage, Dürren und dem Anstieg der Lebensmittelpreise ist die Bevölkerung von Afghanistan und Somalia noch stärker auf Unterstützung angewiesen.

Den größten Beitrag leistete die EU im Sudan, wo durch den Konflikt in Darfur 6,5 Millionen Menschen vertrieben wurden, und in der Demokratischen Republik Kongo, wo Grenzkonflikte zur Vertreibung von 3 Millionen Menschen geführt haben.

Der Bericht geht auch auf die Schwierigkeiten ein, mit denen die humanitären Helfer bei ihrer Arbeit zunehmend konfrontiert sind. In einigen Ländern schränken die Behörden die Arbeit der Helfer immer stärker ein, immer häufiger werden Menschenrechte verletzt, oder die Helfer werden selbst Opfer von Angriffen oder Geiselnahmen in Konfliktgebieten.

In einigen Ländern hat sich die humanitäre Lage allerdings verbessert. Das ist der Fall in Norduganda, wo 2009 ein Wiederaufbauplan (National Peace, Recovery and Development Plan) auf den Weg gebracht werden konnte. Fortschritte gibt es auch in Zimbabwe und zwar in den Bereichen Gesundheit sowie Wasser- und Sanitärversorgung, Liberalisierung der Wirtschaft, Landwirtschaft und Beschäftigung. In Sri Lanka konnten viele Vertriebene wieder an ihren Herkunftsort zurückkehren.

Politische und institutionelle Entwicklungen

Die Arbeitsgruppe des Rates „Humanitäre Hilfe und Nahrungsmittelhilfe“ wurde gegründet. Ihre Aufgabe ist, den Europäischen Konsens zur humanitären Hilfe zu unterstützen.

Zu dem neuen Entwicklungsausschuss (DEVE), dessen Mitglieder aus den Reihen des Europäischen Parlaments gewählt wurden, hat die Kommission enge Arbeitsbeziehungen geknüpft.

Letzte Änderung: 28.07.2010
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