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Glossar

Jugend

Laut Artikel 165 Absatz 2 fünfter Spiegelstrich des Vertrags über die Arbeitsweise der EU (AEUV) hat die Tätigkeit der Union das Ziel, den Ausbaus des Jugendaustauschs und des Austauschs sozialpädagogischer Betreuer und verstärkte Beteiligung der Jugendlichen am demokratischen Leben in Europa.

Die Zuständigkeit im Bereich Jugend liegt bei den Mitgliedstaaten. Die Maßnahmen der Union werden größtenteils auf Veranlassung des Rates insbesondere durch Empfehlungen und unionsweite Programme zur Entwicklung der Zusammenarbeit und Mobilität in die Wege geleitet. Dafür wird die offene Koordinierungsmethode verwendet.

Das Weißbuch aus dem Jahr 2001 „Neuer Schwung für die Jugend Europas“ bedeutete einen Fortschritt für die Unionspolitik. In diesem Weißbuch wurden im Wesentlichen die Verstärkung der Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten und die bessere Berücksichtigung der Jugenddimension in verschiedenen Politikbereichen vorgeschlagen. Daraufhin wurden im Europäischen Pakt für die Jugend, der im März 2005 angenommen wurde, die zu verbessernden Bereiche präzisiert; dabei wurde auch die Verwirklichung der Ziele der Lissabon-Strategie und der Förderung der allgemeinen und beruflichen Bildung berücksichtigt. Die Schwerpunkte des Pakts liegen auf der Schul‑ und Berufsbildung, der Mobilität, der beruflichen und sozialen Eingliederung der europäischen Jugend sowie der Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben.

Neben diesem allgemeinen Aktionsrahmen verfügt die Union dank des Programms „Jugend in Aktion“, das für den Zeitraum 2007–2013 angesetzt wurde, über konkrete Instrumente für die Förderung der Zusammenarbeit. Die Ziele dieses Programms sind die Beteiligung der jungen Menschen, vor allem der besonders benachteiligten und behinderten Jugendlichen, am öffentlichen Leben sowie die Unterstützung ihrer Eigeninitiative, ihres Unternehmergeistes und ihrer Kreativität. Auf diese Weise erleichtert das Programm die Mobilität benachteiligter junger Menschen außerhalb der Bildungssysteme und gibt ihnen im Sinne der gegenseitigen Verständigung im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD) außerdem die Möglichkeit, an Projekten von Vereinigungen oder lokalen Gemeinschaften in Europa oder in Entwicklungsländern teilzunehmen.

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