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Glossar

Telekommunikation oder elektronische Kommunikation

Die Kommission hatte die Öffnung der Märkte für Telekommunikationsleistungen mit Blick auf die Vollendung des Binnenmarktes seit Ende der 80er Jahre zu einem vorrangigen Anliegen erklärt. Dieser Prozess wurde 1988 durch die Öffnung des Marktes für Telekommunikationsendgeräte und 1990 durch die Liberalisierung der Telekommunikationsdienstleistungen – mit Ausnahme der Sprachtelefondienste – eingeleitet.

1993 beschloss der Rat die umfassende Liberalisierung des Sprachtelefondienstes ab 1. Januar 1998.

Zwischenzeitlich wurde die Liberalisierung 1994 auf satellitengestützte Kommunikationsdienste und 1996 auf Kabelfernsehnetze und den Mobilfunk ausgedehnt. Parallel dazu wurde ab 1990 schrittweise ein offenes Netz für Telekommunikationsdienste (ONP) eingeführt. Die gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften haben eine Harmonisierung der Marktzugangsbedingungen für neue Betreiber ermöglicht.

Ab 1994 wurde im Zusammenhang mit der Entwicklung des Begriffs der „Informationsgesellschaft“ davon ausgegangen, dass die allgemeine Liberalisierung der Telekommunikationsstrukturen Voraussetzung für die Entwicklung multimedialer Dienste sei. Es wurden mehrere Rechtsvorschriften zur Harmonisierung der Normen für den Mobilfunk (einheitliche europäische GSM-Norm) und den Satellitenfunk sowie das diensteintegrierende digitale Netz (ISDN) angenommen.

Am 1. Januar 1998 wurde der europäische Telekommunikationsmarkt vollständig liberalisiert.

Um die Wettbewerbsöffnung der Telekommunikationsmärkte zu unterstützen, nahm die Europäische Kommission 1999 eine umfassende Überarbeitung des europäischen Rechtsrahmens für die Telekommunikation in Angriff. Allgemeines Ziel war es, den Zugang zu den Diensten der Informationsgesellschaft durch Schaffung eines Gleichgewichts zwischen der Regulierung der Branche und den europäischen Wettbewerbsregeln zu verbessern.Dieser Rechtsrahmen für die elektronische Kommunikation besteht aus fünf Harmonisierungsrichtlinien, die sich insbesondere auf die Rahmenrichtlinien, den Zugang und die Zusammenschaltung, die Genehmigung, den Universaldienst und den Schutz der Privatsphäre beziehen.Ergänzend hinzu kamen im Jahr 2002 die Entscheidung über die Frequenzpolitik sowie die Verordnung über den Zugang zum Teilnehmeranschluss.
Derzeit überprüft die Kommission diesen Rechtsrahmen, um in den nächsten zehn Jahren die technologischen Entwicklungen des Marktes zu berücksichtigen und dem Bedarf der Branche gerecht zu werden.

Siehe auch:

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