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Glossar

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden auf Gemeinschaftsebene nach Kriterien im Zusammenhang mit der Zahl der Beschäftigten, dem Umsatz und der Unabhängigkeit des Unternehmens definiert. Wird nur die Mitarbeiterzahl berücksichtigt, so ist ein Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten ein Kleinstbetrieb, mit weniger als fünfzig Personen ein Kleinunternehmen und mit weniger als zweihundert Beschäftigten ein mittleres Unternehmen. Die Europäische Union hat eigens eine Definition der KMU ausgearbeitet, damit die ihnen zugedachten Vorteile nur den Unternehmen zugute kommen, die diesen Kriterien tatsächlich entsprechen.

Die KMU machen über 90 % der Unternehmen in der EU aus und bilden das Rückgrat der innergemeinschaftlichen Wirtschaft. Getreu der Devise „Zuerst in kleinen Dimensionen denken", die in der Europäischen Charta für Kleinunternehmen (2000) ausgegeben wurde, führt die Europäische Union viele ihrer Maßnahmen zugunsten von in der Gemeinschaft tätigen KMU durch (Zugang zu Finanzierung, Besteuerung, Forschung, Informations- und Kommunikationstechnologie usw.). Für diese diversen Maßnahmen hat sie außerdem einen einheitlichen und kohärenten politischen Rahmen eingerichtet, um das ungenutzte Potenzial dieser Unternehmen freizusetzen und dadurch Wachstum und Arbeitsplätze in der Union zu schaffen. Den spezifischen Interessen und Bedürfnissen der KMU soll im Rahmen der Gemeinschaftspolitik dadurch stärker Rechnung getragen werden, dass ein Vertreter für die KMU als Vermittler zwischen den KMU und der Europäischen Kommission auftritt.

Die Union ruft dazu auf, die gemeinschaftliche Definition der KMU als Bezugsrahmen zu verwenden, wenngleich sie nur in bestimmten Zusammenhängen (staatliche Beihilfen, Maßnahmen der Strukturfonds oder Durchführung der Gemeinschaftsprogramme) verbindlich ist.

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