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Glossar

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungspolitik ist eines der wichtigsten Anliegen der Europäischen Union und das Herzstück der „Strategie von Lissabon“ zur Förderung von Beschäftigung und Wachstum. Forschung bildet zusammen mit Bildung und Innovation das „Dreieck des Wissens“, das es Europa ermöglichen soll, seine wirtschaftliche Dynamik und sein Sozialmodell zu bewahren. Mit dem siebten Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) sollen der europäische Forschungsraum ausgebaut und Anreize für Investitionen der Mitgliedstaaten geschaffen werden, um so das Ziel einer Anhebung der Forschungsaufgaben auf 3 % des BIP zu erreichen.

Bis 2009 soll ferner ein europäisches Technologieinstitut gegründet werden, das Europa dabei helfen soll, seine Spitzenleistungen in Forschung und Entwicklung optimal zur Entfaltung zu bringen.

Für die Koordinierung der Maßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung stehen der Europäischen Union folgende Instrumente zur Verfügung:

  • Die Rahmenprogramme für Forschung und technologische Entwicklung. Diese wurden 1984 gestartet und sind mehrjährige Gesamtprogramme, die ihrerseits Einzelprogramme für ganz unterschiedliche Bereiche umfassen, z. B. die Informations- und Kommunikationstechnologien, den Umweltschutz, die Biotechnologie und die Energie (einschließlich der Atomenergie), das Verkehrswesen und die Mobilität von Forschern. Das siebte Rahmenprogramm (2007-2013) ist mit dem größten Budget seit der Schaffung des „Europas der Forschung“ ausgestattet. Mit ihm soll dahingehend auf die Bedürfnisse von Wirtschaft und Politik eingegangen werden, dass Wissen in den Dienst der wirtschaftlichen Entwicklung sowie des sozialen Fortschritts und des Umweltschutzes gestellt wird.
  • • Die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission. Dies ist eine Einrichtung, die die Maßnahmen der Union unterstützt. Sie besteht aus acht an verschiedenen Orten innerhalb der Europäischen Union angesiedelten Forschungsinstituten, deren Aufgaben jeweils auf die verschiedenen Maßnahmen der Kommission zugeschnitten sind. Die GFS ist besonders stark in der Kernenergie engagiert (insbesondere Sicherheitsfragen), hat das Spektrum ihrer Tätigkeit aber auch vergrößert (in Bezug auf Werkstoffe, Umwelt, Unfallgefahr bei Industrietätigkeiten und Satellitentechnik). Finanziert wird sie über die Forschungsrahmenprogramme der EU und durch Eigenmittel aus kommerziellen Verträgen.

Die europäische Politik für Forschung und Entwicklung gründet sich auf die Bestimmungen der Gründungsverträge (EURATOM und Titel XIX des Vertrags über die Arbeitsweise der EU).  

Siehe auch:

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