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Glossar

Oeffentliche Aufträge

Als „öffentliche Aufträge" werden vom öffentlichen Sektor vergebene Aufträge zur Beschaffung von Waren, Dienstleistungen und Bauleistungen bezeichnet.
Wenn diese Aufträge einen bestimmten Wert übersteigen, unterliegen sie besonderen Gemeinschaftsvorschriften und -verfahren, die die Gleichbehandlung aller Wirtschaftsteilnehmer und eine größtmögliche Transparenz bei der Abwicklung der Ausschreibungen gewährleisten sollen. Die EU-Regeln sind auf einen verstärkten Wettbewerb und auf die Wahrung der Dienstleistungsfreiheit innerhalb des europäischen Binnenmarkts ausgerichtet.
Öffentliche Aufträge, die die besonderen Interessen von Mitgliedstaaten berühren, fallen allerdings - ungeachtet des Auftragswerts - in die alleinige Zuständigkeit der betreffenden Staaten. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Verteidigung.

Im Jahr 2004 verabschiedeten der Rat und das Parlament ein Gesetzespaket, mit dem die Verfahren für die Vergabe öffentlicher Aufträge vereinfacht und modernisiert wurden. Dieses Paket umfasst zwei Richtlinien: eine über die Vergabe öffentlicher Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge und eine über öffentliche Aufträge in den Bereichen Wasser- und Energieversorgung, Verkehr und Postdienste.
Zwei weitere Richtlinien regeln die Nachprüfungsverfahren im Rahmen der Vergabe öffentlicher Liefer- und Bauaufträge sowie die Auftragsvergabe in den Bereichen Wasser- und Energieversorgung, Verkehr und Telekommunikation.

Die Gemeinschaftsvorschriften sehen vor, dass alle Aufträge, deren Wert eine bestimmte Schwelle überschreitet, im Amtsblatt der EU bekannt gemacht werden müssen. Außerdem hat die Kommission ein Informationssystem für öffentliche Aufträge (SIMAP) eingerichtet, in dem Fachleute Informationen über die Möglichkeiten der Auftragsvergabe auf europäischer und internationaler Ebene finden.

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