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Glossar

Heranführungshilfe

Mit Heranführungshilfen werden Länder, die die Aufnahme in die Europäische Union anstreben, bei der Erfüllung der Beitrittsbedingungen (Kopenhagener Kriterien) unterstützt. Beitrittswillige Länder müssen in großem Umfang investieren, um ihre Institutionen und Normen an den gemeinschaftlichen Besitzstand anzupassen und ihre Verpflichtungen als Mitgliedstaaten erfüllen zu können.

Heranführungshilfen für die Bewerberländer sind ein integraler Bestandteil der Heranführungsstrategie der EU. Sie werden im Rahmen der Beitrittspartnerschaften festgelegt.

Für die Jahre 2007-2013 ersetzt das Instrument für Heranführungshilfe (IPA) als einzige Rahmenregelung für die Finanzierung die Heranführungsinstrumente des Zeitraums 2000‑2006 (PHARE; SAPARD für Strukturmaßnahmen in der Landwirtschaft; ISPA für den Aufbau von Infrastrukturen im Umweltschutz und im Verkehrwesen; gesondertes Heranführungsinstrument für die Türkei) sowie das Programm CARDS für die westlichen Balkanländer.

Das IPA besteht aus fünf Komponenten: Übergangshilfen und Aufbau von Institutionen, grenzübergreifende Zusammenarbeit, regionale Entwicklung, Entwicklung der Humanressourcen und Entwicklung des ländlichen Raums. Die ersten drei Komponenten betreffen die Kandidatenländer und die potenziellen Kandidatenländer. Dagegen gelten die letzten drei Komponenten ausschließlich für die Kandidatenländer; diese sollen darauf vorbereitet werden, die Kohäsionspolitik zu übernehmen und umzusetzen und die Strukturfonds zu verwalten.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und andere internationale Finanzinstitute tragen ebenfalls zur finanziellen Unterstützung der beitrittswilligen Länder bei.

Nach ihrem Beitritt erhalten die Länder keine Heranführungshilfen mehr; sie können dann jedoch eine befristete finanzielle Unterstützung in Form der im Beitrittsvertrag vorgesehenen Übergangsfazilität in Anspruch nehmen.

Siehe auch:

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