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Glossar

Unternehmenszusammenschluss

Ein Unternehmenszusammenschluss ist die rechtliche Zusammenführung zweier oder mehrerer Unternehmen durch Fusion oder Übernahme. Unternehmenszusammenschlüsse können sich durchaus positiv auf den Markt auswirken, sie können aber auch den Wettbewerb spürbar einschränken, wenn dadurch ein marktbeherrschender Akteur entsteht oder noch stärker wird.

Damit es nicht zu Einschränkungen des Wettbewerbs kommt, prüft die Europäische Kommission geplante Unternehmenszusammenschlüsse von gemeinschaftsweiter Bedeutung (d. h. wenn an dem Zusammenschluss Unternehmen aus mehr als einem Mitgliedstaat beteiligt sind und der welt- und europaweit erzielte Umsatz bestimmte Schwellen überschreitet).

Die Kommission prüft die Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt im konkreten Fall anhand einer Reihe von Kriterien, u. a. „gemeinschaftsweite Bedeutung", „beherrschende Stellung", „wirksamer Wettbewerb" und „relevanter Markt". Die „beherrschende Stellung" ist das Grundkriterium für die Prüfung von Unternehmenszusammenschlüssen. Nach diesem Kriterium verfügt ein Unternehmen über eine beherrschende Stellung, wenn es über die wirtschaftliche Macht verfügt, die Wettbewerbsparameter (insbesondere Preise, Produktion, Qualität der Produktion, Vertrieb, Innovation) zu beeinflussen und den Wettbewerb erheblich zu beeinträchtigen.

Durch die am 1. Mai 2004 in Kraft getretene Verordnung (EG) Nr. 139/2004 wurde das Gemeinschaftsrecht im Bereich der Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen grundlegend reformiert.

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