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Glossar

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO)

GVO sind Organismen, deren genetisches Material (DNS) nicht durch Vermehrung und/oder natürliche Rekombination, sondern durch Einschleusung eines veränderten Gens oder eines Gens einer anderen Art oder Gattung verändert wurde.

Seit 1998 gibt es Rechtsvorschriften der Gemeinschaft über GVO. Mit ihnen will die Union die menschliche Gesundheit und die Umwelt unter Einhaltung der Regeln des Binnenmarktes schützen. Die Gemeinschaftsvorschriften regeln sowohl für Lebens- als auch für Futtermittel die Verwendung, die Freisetzung, das Inverkehrbringen und die Rückverfolgbarkeit von GVO und betreffen auch die Umsetzung der im Cartagena-Protokoll über die biologische Sicherheit enthaltenen Bestimmungen über die grenzüberschreitende Verbringung von GVO.

Nach einer fünfjährigen Zulassungspause hat die Europäische Kommission 2004 wieder gentechnisch veränderte bzw. GVO-haltige Lebens- und Futtermittel sowie den Anbau und die Vermarktung von GVO-Saatgut genehmigt.

Bevor diese in den Verkehr gebracht werden, müssen sie allerdings eine sehr strenge Prüfung durchlaufen. Anschließend werden sie nach den Bestimmungen über Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit gekennzeichnet.

Referenzlabor für die Bewertung von GVO ist die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission (JRC). Sie koordiniert das Europäische Netz der GVO-Laboratorien und hat die Aufgabe, GVO in Lebensmitteln aufzuspüren, zu identifizieren und ihre Menge zu bestimmen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erstellt auch wissenschaftliche Gutachten zu GVO.

Siehe auch:

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