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Glossar

Europäische Sicherheits- und Verteidigungsidentität

Die militärische Intervention der NATO in Bosnien hat erhebliche Unterschiede bei den Risiken aufgezeigt, die dadurch bedingt waren, dass die europäischen Streitkräfte für Bodeneinsätze eingesetzt wurden, während die US-Truppen Lufteinsätze flogen, die mit einem viel geringeren Risiko verbunden waren.

Die Regierung Clinton hat auf die Möglichkeit hingewiesen, dass es in Europa zu Krisen kommen könnte, bei denen die USA nicht eingreifen wollen. Sie hat die Idee unterstützt, innerhalb der NATO einen „europäischen Pfeiler", also eine Europäische Sicherheits- und Verteidigungsidentität zu schaffen.

In diesem Zusammenhang hat der NATO-Rat im Januar 1994 in Brüssel die Notwendigkeit einer spezifisch Europäischen Sicherheits- und Verteidigungsidentität anerkannt. Der erste Schritt zu ihrer Verwirklichung erfolgte auf der Tagung des NATO-Rates im Juni 1996 in Berlin.

Die Europäische Union hat seitdem eigene politische und militärische Strukturen aufgebaut, um die politische Kontrolle und die strategische Leitung im Falle von Krisen sicherzustellen. Im Dezember 2002 haben die Union und die NATO im Rahmen der Dauervereinbarungen über die Konsultation und die Zusammenarbeit der EU und der NATO, auch als „Berlin plus" bezeichnet, eine Vereinbarung über die strategische Partnerschaft beim Krisenmanagement unterzeichnet. Aufgrund dieser Vereinbarung hat die Union Zugriff auf die logistischen und planungstechnischen Mittel der Atlantischen Allianz, einschließlich der Aufklärung.

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