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Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA)

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) ist ein beratendes Organ der Europäischen Union (EU). Er wurde 1957 durch den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft geschaffen und vertritt die Interessen der verschiedenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppierungen.

Der EWSA hat höchstens 350 Mitglieder der organisierten Zivilgesellschaft (Artikel 301 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union). Diese sind in drei Gruppen unterteilt, in denen sie die Interessen der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der Vertreter spezifischer Tätigkeitsbereiche (Landwirte, Handwerker, KMU und Industrie, freie Berufe, Vertreter der Verbraucher, der Wissenschaft und der Lehrberufe, der Sozialwirtschaft, der Familien, der Umweltbewegungen) vertreten. Die Mitglieder des EWSA werden für fünf Jahre ernannt, wobei der Rat einstimmig auf Vorschlag der Kommission über die Zusammensetzung beschließt und eine Wiederernennung zulässig ist.

Der EWSA kann vom Europäischen Parlament, dem Rat und der Europäischen Kommission in den in den Verträgen vorgesehenen Fällen gehört werden. Zudem kann er auf eigene Initiative Stellungnahmen abgeben.

So wird der EWSA vor der Annahme zahlreicher Rechtsakte in den Bereichen Binnenmarkt, Bildung, Verbraucherschutz, Umweltpolitik, regionale Entwicklung und Soziales gehört. Seit Inkrafttreten des Vertrags von Amsterdam (Mai 1999) wird der EWSA in zusätzlichen Themenbereichen wie neue Beschäftigungspolitik, neue Bestimmungen in den Bereichen Soziales, Gesundheitswesen und Chancengleichheit obligatorisch angehört..

Siehe auch:

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