RSS
Alphabetischer Index

Glossar

Europäische Zentralbank (EZB)

Die Europäische Zentralbank (EZB), deren Gründung am 30. Juni 1998 in Frankfurt mit einem Festakt gefeiert wurde, ist zuständig für die Durchführung der Geldpolitik in der Eurozone. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Preisstabilität in der Eurozone zu gewährleisten und damit die Kaufkraft des Euro zu sichern. Der Eurozone gehören sechzehn Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) an, die den Euro seit 1999 eingeführt haben.

Die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken bilden das Europäische System der Zentralbanken (ESZB).

Die Beschlussorgane der EZB (Rat der Zentralbankpräsidenten und Direktorium) leiten das ESZB, dessen Aufgaben darin bestehen, die Geldpolitik festzulegen und auszuführen, Devisengeschäfte durchzuführen, die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu halten und zu verwalten und das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern.

Mit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags wird die Europäische Zentralbank ein vollwertiges Organ der EU. Sie besitzt Rechtspersönlichkeit und ist bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben völlig unabhängig. Sie allein ist befugt, die Ausgabe des Euro zu genehmigen.

Die EZB-Beschlussorgane sind:

  • der Rat der Zentrablbankpräsidenten. Er besteht aus Mitgliedern des Direktoriums und den Präsidenten der nationalen Zentralbanken der Mitgliedstaaten, die den Euro eingeführt haben.
  • das Direktorium. Es besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und vier weiteren Mitgliedern, die vom Europäischen Rat, der auf Empfehlung des Rates, der hierzu das Europäische Parlament und den Rat der Zentralbankpräsidenten anhört, mit qualifizierter Mehrheit ernannt werden. Die Amtszeit beträgt acht Jahre und eine Wiederernennung ist nicht zulässig.

Siehe auch:

Rechtlicher Hinweis | Über diese Website | Suche | Kontakt | Seitenanfang