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Eurojust

Eurojust ist eine Einrichtung der Europäischen Union, die durch Beschluss des Rates im Jahr 2002 geschaffen wurde. Ihre Aufgabe ist es, durch eine engere justizielle Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union die schwere Kriminalität wirkungsvoller zu bekämpfen.

Eurojust, das der Koordination der nationalen Staatsanwaltschaften der Union dient, setzt sich aus 27 nationalen Vertretern zusammen: jeder Mitgliedstaat benennt einen Richter, Staatsanwalt oder Polizeibeamten. Eurojust kann seine Aufgaben durch ein oder mehrere nationale Mitglieder oder als Kollegium wahrnehmen. Darüber hinaus kann jeder Mitgliedstaat einen oder mehrere nationale Korrespondenten benennen, die auch als Kontaktpersonen gegenüber dem Europäischen Justiziellen Netz fungieren können.

Eurojust ist für Ermittlungen und Strafverfolgungsmaßnahmen im Bereich der schweren Kriminalität zuständig, insbesondere der organisierten und der grenzüberschreitenden Kriminalität. Seine Aufgabe besteht darin, die Koordinierung zwischen den zuständigen Behörden der einzelnen Mitgliedstaaten zu fördern und Unterstützung zu leisten bei der internationalen Rechtshilfe und bei der Durchführung von Übergabe- und Auslieferungsersuchen sowie europäischen Haftbefehlen.

Außerdem leistet Eurojust einen Beitrag zu Strafverfolgungsverfahren der Mitgliedstaaten auf der Grundlage von Europol-Ermittlungen. Die Zuständigkeiten der beiden Stellen überschneiden sich: beide befassen sich mit Computerkriminalität, Betrug und Korruption, Geldwäsche, Umweltkriminalität und Beteiligung an kriminellen Vereinigungen.

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