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Glossar

Europäische Gesellschaft

Die europäische Gesellschaft, nach der lateinischen Bezeichnung „Societas Europaea" oder SE genannt, ist eine Gesellschaft nach europäischem Recht. Sie operiert in einem eigenen Rechtsrahmen und als europaweit einheitlicher Wirtschaftsteilnehmer.

Im Jahr 2001 hat die Union förmlich die Verordnung über das Statut der Europäischen Gesellschaft und die damit im Zusammenhang stehende Richtlinie über die Beteiligung der Arbeitnehmer in Europäischen Gesellschaften verabschiedet.

Diese Rechtsvorschriften sind 2004 nach einer rund 30jährigen Diskussion in Kraft getreten. Sie ermöglichen es Unternehmen, ihre Verwaltungsausgaben zu reduzieren und bieten ihnen eine binnenmarktgerechte Rechtsform, wodurch sie nicht mehr durch 25 verschiedene einzelstaatliche Rechtssysteme und deren rechtliche und praktische Konsequenzen behindert werden.

Laut Statut der Europäischen Gesellschaft können SE auf vier verschiedene Arten gegründet werden:

  • durch Fusion,
  • durch Gründung einer Holding-Gesellschaft,
  • durch Gründung gemeinsamer Tochtergesellschaften,
  • durch Umwandlung einer bestehenden nationalen Aktiengesellschaft in eine SE.

Das Mindestkapital einer SE beträgt 120.000 Euro. Ihr satzungsmäßiger Sitz muss sich an dem Ort befinden, an dem sie ihre Hauptverwaltung, das heißt ihren tatsächlichen Sitz hat.

Die Einführung der SE ist einer der Schwerpunkte des „Aktionsplans für Finanzdienstleistungen" (FSAP), da sie als wesentliche Voraussetzung für die Schaffung eines vollständig integrierten Finanzdienstleistungsmarkts gilt.

Siehe auch:

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