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Glossar

Chancengleichheit

Die Chancengleichheit ist ein allgemeiner Grundsatz, dessen beide Aspekte die Gleichbehandlung von Menschen und die Gleichheit von Männern und Frauen sind. Dieser Grundsatz soll in allen Bereichen, insbesondere im Berufsleben, in der Bildung, beim Zugang zu Gesundheitsdiensten, Gütern und Dienstleistungen zum Tragen kommen.

Die Anerkennung des Gleichheitsgrundsatzes gehört zu den Zielen der Europäischen Union (EU), und der eng mit ihm verknüpfte Grundsatz der Nichtdiskriminierung wurde durch die Verträge von Amsterdam und Lissabon gestärkt. Dadurch kann die Gemeinschaft alle erforderlichen Vorkehrungen treffen, um Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung zu bekämpfen. Bei diesen Maßnamen wird sie vom Beratenden Ausschuss für die Chancengleichheit unterstützt.

Die im Dezember 2000 angenommene und 2009 in den Vertrag von Lissabon aufgenommene Charta der Grundrechte der Europäischen Union, beinhaltet ein Kapitel mit dem Titel „Gleichheit", in dem die Grundsätze der Nichtdiskriminierung, der Gleichheit von Männern und Frauen und der Vielfalt der Kulturen, Religionen und Sprachen bekräftigt werden. Dieses Kapitel behandelt ferner die Rechte des Kindes, die Rechte älterer Menschen und die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Der europäische Rechtsrahmen wird durch eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Gleichheit ergänzt. Dazu zählen die Integration des Diskriminierungsverbots in alle gemeinschaftlichen Politikbereiche, positive Maßnahmen zum Ausgleich von Benachteiligung, Sensibilisierung und Information sowie die Förderung der Eingliederung für Roma.

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