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Glossar

Unternehmenspolitik

Das Ziel der Unternehmenspolitik besteht in der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Gründung und Entwicklung von Unternehmen - vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) - in der Europäischen Union.

Mit unternehmenspolitischen Maßnahmen soll hauptsächlich Folgendes bezweckt werden:

  • Förderung der unternehmerischen Initiative (Anreize zur Unternehmensgründung sowie Förderung insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen in der Start- und Expansionsphase);
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas (Erleichterung der Anpassung der Unternehmen an den Strukturwandel und Aufrechterhaltung eines anhaltend hohen Produktivitätszuwachses);
  • Berücksichtigung der Eigenheiten und besonderen Bedürfnisse der verschiedenen Industriezweige;
  • Förderung der Innovation (Schritthalten mit dem technologischen Wandel, Entwicklung neuer Produktdesigns und Vermarktungsmethoden);
  • Erleichterung des Zugangs zu Finanzmitteln, Programmen und Unterstützungsnetzen;
  • Vereinfachung der rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen.

Dadurch trägt die Unternehmenspolitik zu nachhaltigem Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Sie ist in die Zielsetzung des Europäischen Rates von Lissabon vom 23. und 24. März 2000 eingebunden. Damals forderten die Staats- und Regierungschefs, die Union müsse bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden.

In der Praxis werden durch die unternehmenspolitischen Maßnahmen der Union die Maßnahmen der Mitgliedstaaten unterstützt und koordiniert. Die Union kann weder die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten übernehmen noch einzelstaatliche Rechtsvorschriften harmonisieren.

Siehe auch:

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