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Glossar

Kollektive Verteidigung

Seit Ende des zweiten Weltkriegs sind die Westeuropäische Union (WEU) und die NATO die wichtigsten Garanten für Sicherheit in Europa. Die Verträge dieser beiden Organisationen beinhalten eine kollektive Verteidigungsklausel (Artikel V des Vertrags von Brüssel zur Gründung der WEU und Artikel 5 des Nordatlantikvertrags), wonach die Unterzeichnerstaaten im Fall eines Angriffs zum gegenseitigen Beistand verpflichtet sind, um die Sicherheit wiederherzustellen.

Auch der Vertrag von Lissabon enthält im Kapitel über die europäischen Vorschriften im Bereich der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) eine kollektive Verteidigungsklausel (Artikel 42 Absatz 7 des Vertrags über die Europäische Union). Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (EU) schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung. Diese Verpflichtung lässt die Verpflichtungen, die die EU-Mitgliedstaaten als NATO-Mitglieder eingegangen sind, unberührt.

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