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Glossar

Audiovisuelle Medien

Die Politik der Europäischen Union im audiovisuellen Bereich ist an zahlreiche, zum Teil widersprüchliche Interessen und Prioritäten gebunden, die sich z. B. aus den Wettbewerbsregeln (u. a. im Zusammenhang mit staatlichen Beihilfen), den Auflagen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder der Förderung der europäischen Kultur ergeben. Außerdem sieht sich der europäische Markt für audiovisuelle Medien mit einer Reihe von Problemen konfrontiert, darunter insbesondere:

  • Sprachbarrieren, die den freien Verkehr der Programme in Europa behindern;
  • schwerfällige Beschlussverfahren, die in der Regel Einstimmigkeit erfordern;
  • die Notwendigkeit, hohe Investitionen vorzunehmen, um technologische Entwicklungen zu antizipieren, was internationale Verbindungen und/oder Zusammenschlüsse erfordert.

Die Maßnahmen der Europäischen Union im audiovisuellen Bereich gingen in zwei Richtungen:

  • Schaffung eines Rechtsrahmens, der größtenteils auf der Richtlinie „Audiovisuelle Mediendienste“ beruht. Diese Richtlinie bietet einen einheitlichen Rahmen zur Förderung des freien Verkehrs der europäischen Fernsehprogramme sowie ihrer Produktion und Verbreitung.
  • Fördermaßnahmen im Rahmen des Gemeinschaftsprogramms MEDIA (Maßnahmen zur Förderung der Entwicklung der audiovisuellen Industrie). Das 1991 eingeführte Programm ist darauf ausgerichtet, die europäische audiovisuelle Industrie durch die Förderung von Entwicklung und Vertrieb europäischer audiovisueller Werke zu unterstützen. Außerdem werden Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildung der in dieser Branche tätigen Fachkräfte finanziert.

Zur Zeit läuft das Programm Media 2007 das mit Finanzmitteln in Höhe von rund 755 Mio. Euro ausgestattet ist und den Zeitraum 2007-2013 abdeckt.

Siehe auch:

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