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Glossar

Beitrittswillige Staaten

Wenn ein Land den Beitritt zur EU beantragt hat, kann ihm der Europäische Rat auf der Grundlage einer Stellungnahme der Europäischen Kommission den Status eines „beitrittswilligen Landes" verleihen.

Dieser Status berechtigt jedoch nicht automatisch zum Beitritt zur Union. Einerseits prüft die Kommission den Antrag im Lichte der Beitrittskriterien (Kopenhagener Kriterien), andererseits beginnt der eigentliche Beitrittsprozess erst ab dem Zeitpunkt, zu dem der Europäische Rat die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen beschließt.

Je nach Lage in den Beitrittsländern können diese dazu verpflichtet werden, einen Reformprozess einzuleiten, um ihre Rechtsvorschriften mit dem gemeinschaftlichen Besitzstand in Einklang zu bringen und gegebenenfalls Infrastrukturen und Verwaltung auszubauen. Dem Beitrittsprozess liegt eine Heranführungsstrategie zugrunde, die auch Heranführungsinstrumente wie z. B. Finanzbeihilfen umfasst.

Maßgeblich für die Aufnahme in die Union sind die Fortschritte der Beitrittsländer im Beitrittsprozess, die von der Kommission regelmäßig bewertet und kontrolliert werden.

Siehe auch:

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