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Innergemeinschaftlicher Handel und Einfuhren von Rindersperma

Der Handel mit Rindersperma wird durch eine Reihe von Vorschriften geregelt, die sicherstellen sollen, dass nur gesunde Produkte in den Handel kommen und dass die Gefahr einer Ausbreitung von Tierseuchen verringert wird.

RECHTSAKT

Richtlinie 88/407/EWG des Rates vom 14. Juni 1988 zur Festlegung der tierseuchenrechtlichen Anforderungen an den innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit gefrorenem Samen von Rindern und an dessen Einfuhr [Vgl. ändernde Rechtsakte].

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Richtlinie legt die tierseuchenrechtlichen Vorschriften für den Handel mit frischem und gefrorenem Rindersamen und dessen Einfuhr in die Europäische Union (EU) fest.

Innergemeinschaftlicher Handel

Jeder Mitgliedstaat sorgt dafür, dass aus seinem Hoheitsgebiet in das Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates nur Sperma versandt wird, das den folgenden Anforderungen entspricht:

  • Rindersperma muss in einer der zugelassenen Besamungsstationen (EN) oder einem der zugelassenen Spermadepots (EN) entnommen, aufbereitet und/oder gelagert werden. Diese Stationen bzw. Depots müssen eine Reihe technischer Kriterien erfüllen und unterstehen der amtlichen Überwachung eines Tierarztes (Anhang A);
  • Rindersperma darf nur von gesunden Tieren entnommen werden, die eine Reihe von Anforderungen erfüllen. So müssen diese Tiere zum Beispiel aus einem Viehbestand stammen, der amtlich anerkannt tuberkulose- und brucellosefrei sowie frei von enzootischer Rinderleukose ist. Außerdem müssen die Tiere vor der Samenentnahme für mindestens 28 Tage in Quarantäne gehalten werden und dürfen in den 12 Monaten vor der Entnahme von Samen nicht gegen Maul- und Klauenseuche geimpft worden sein;
  • das Rindersperma muss während der Beförderung von einer Tiergesundheitsbescheinigung gemäß dem Muster begleitet sein, das in der oben genannten Richtlinie enthalten ist (Anhang D).

Einfuhren aus Drittländern

Rindersperma darf nur aus solchen Drittländern eingeführt werden, die in der Liste der zugelassenen Länder aufgeführt werden. Es muss aus einer Besamungsstation (EN) oder einem Spermadepots (EN) stammen, die für Ausfuhren in die EU zugelassen sind.

Sperma aus Drittländern kann nur eingeführt werden:

Besamungsstationen und Spermadepots

Tierärztliche Sachverständige der Kommission führen in Zusammenarbeit mit örtlichen Sachverständigen regelmäßige Kontrollen in den Besamungsstationen und Spermadepots in der Gemeinschaft oder in Drittländern durch.

Alle Besamungsstationen oder Spermadepots werden in einer Liste verzeichnet, wobei jede Station oder jedes Zentrum eine Veterinärkontrollnummer erhält. Die Liste der Besamungsstationen oder der Spermadepots und der entsprechenden Veterinärkontrollnummern wird regelmäßig von den Mitgliedstaaten aktualisiert. Diese übermitteln diese Liste anschließend den übrigen Mitgliedstaaten und der Öffentlichkeit.

Komitologie

Bei der Erarbeitung der tierseuchenrechtlichen Anforderungen für Rindersperma wird die Kommission vom Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit unterstützt.

BEZUG

RechtsaktDatum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt

Richtlinie 88/407/EWG

11.8.1988

1.1.1990

ABl. L 194, 22.7.1988

Ändernde(r) Rechtsakt(e)Datum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt

Richtlinie 90/425/EWG

7.9.1990

26.9.1990

ABl. L 224, 18.8.1990

Richtlinie 93/60/EWG

17.8.1993

1.7.1994

ABl. L 186, 28.7.1993

Richtlinie 2003/43/EG

11.6.2003

-

ABl. L 143, 11.6.2003

Verordnung (EG) Nr., 806/2003

5.6.2003

-

ABl. L 122, 16.5.2003

Richtlinie 2008/73/EG

1.1.2005

-

ABl. L 30, 4.2.2004

Die späteren Änderungen und Berichtigungen der Richtlinie 88/407/EWG wurden in den Grundlagentext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung hat nur dokumentarischen Wert.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Entscheidung 2004/639/EG der Kommission vom 6. September 2004 über die Einfuhrbedingungen für Rindersperma [Amtsblatt L 292 vom 15.9.2004].

Entscheidung 2007/240/EG der Kommission vom 16. April 2007 zur Festlegung neuer Veterinärbescheinigungen für die Einfuhr von lebenden Tieren, Sperma, Embryonen, Eizellen und Erzeugnissen tierischen Ursprungs in die Gemeinschaft im Rahmen der Entscheidungen 79/542/EWG, 92/260/EWG, 93/195/EWG, 93/196/EWG, 93/197/EWG, 95/328/EG, 96/333/EG, 96/539/EG, 96/540/EG, 2000/572/EG, 2000/585/EG, 2000/666/EG, 2002/613/EG, 2003/56/EG, 2003/779/EG, 2003/804/EG, 2003/858/EG, 2003/863/EG, 2003/881/EG, 2004/407/EG, 2004/438/EG, 2004/595/EG, 2004/639/EG und 2006/168/EG [Amtsblatt L 104 vom 21.4.2007].

Letzte Änderung: 19.05.2011
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