RSS
Alphabetischer Index
Diese Seite steht in 4 Sprachen zur Verfügung

We are migrating the content of this website during the first semester of 2014 into the new EUR-Lex web-portal. We apologise if some content is out of date before the migration. We will publish all updates and corrections in the new version of the portal.

Do you have any questions? Contact us.


Spezifische Erkennungsmarker für GVO

Genetisch veränderte Organismen (GVO) werden durch einen Code identifiziert, der jeweils eindeutig und einem Strichcode vergleichbar ist. Dieser Code heißt „spezifischer Erkennungsmarker". Damit kann anhand des zum Erzeugnis gehörenden Etiketts jeder einzelne GVO auf einfache Weise festgestellt werden; der Erkennungsmarker setzt sich in einheitlicher Weise aus Buchstaben und Ziffern zusammen, wodurch jeder Erzeugnistyp genauestens identifizierbar ist. Er trägt zur Rückverfolgbarkeit der GVO und zur Verbraucherinformation bei.

Rechtsakt

Verordnung (EG) Nr. 65/2004 der Kommission vom 14. Januar 2004 über ein System für die Entwicklung und Zuweisung spezifischer Erkennungsmarker für genetisch veränderte Organismen.

ZUSAMMENFASSUNG

Anwendungsbereich

Die Verordnung gilt für alle genetisch veränderten Organismen, die zur Einfuhr in die Gemeinschaft, zum Anbau und zum Verzehr als Lebens- oder Futtermittel bestimmt sind, mit Ausnahme von Human- und Tierarzneimitteln.

Genehmigung des Inverkehrbringens

Die Vermarktung genetisch veränderter Organismen ist seit Anfang der 90er Jahre durch die Richtlinie 90/220/EWG geregelt. Ab dem Jahr 1997 wurden die Rechtsvorschriften hinsichtlich der GVO, die sich bis dahin auf die Richtlinie 90/220/EWG (betreffend die Einfuhr, die Verarbeitung, den Anbau und die Verwendung der GVO in Futtermitteln) beschränkt hatten, um eine Verordnung über neuartige Lebensmittel und neuartige Lebensmittelzutaten (Verordnung (EG) Nr. 258/97) ergänzt.

Der rechtliche Rahmen betreffend GVO wurde durch die Richtlinie 2001/18/EG zur Aufhebung der oben erwähnten Richtlinie 90/220/EWG geändert und aktualisiert, wie auch durch die Annahme zweier Verordnungen, die eine über genetisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel (Verordnung 1829/2003/EG), und die andere über die Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von GVO (Verordnung 1830/2003/EG).

Vor dem Anbau oder Inverkehrbringen muss jeder GVO - im Rahmen einer so genannten Risikobewertung - einzeln in Bezug auf potenzielle vorhersehbare oder nicht vorhersehbare Auswirkungen auf die Gesundheit oder die Umwelt bewertet werden. Anschließend werden mit einer möglicherweise vorhandenen Toxizität/Allergenität des GVO verbundene Wirkungen, sowie Wirkungen auf z. B. Nichtzielorganismen von den nationalen und gemeinschaftlichen wissenschaftlichen Gremien (darunter die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) bewertet.

Sobald Erzeugnisse aus GVO zum Verkehr zugelassen sind (Richtlinie 2001/18/EG oder Verordnung 1829/2003), muss der entsprechende spezifische Erkennungsmarker jedes einzelnen GVO auf dessen Etikettierung angeführt werden.

Der Erkennungsmarker besteht aus 9 Zeichen, die sich nach einem einheitlichen Format aus Buchstaben und Ziffern zusammensetzen (gemäß dem Anhang zur Verordnung). Dieses Format wurde im Rahmen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vereinbart. Die Erkennungsmarker der einzelnen GVO sind in der BioTrack-Datenbank der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufgelistet.

Die Kommission oder die Behörde, die die Entscheidung über das Inverkehrbringen getroffen hat, teilt die Informationen über diesen Erkennungsmarker dem „Biosafety Clearing House" (eingerichtet aufgrund des Cartagena-Protokolls über die biologische Sicherheit) schriftlich mit.

Hintergrund

Der spezifische Erkennungsmarker ist eine Kennzeichnung der GVO, die auch mit der Etikettierung verbunden ist, und die die Rückverfolgbarkeit dieser Erzeugnisse über die gesamte Nahrungskette, in Anwendung der Verordnung 1830/2003, ermöglicht.

BEZUG

Rechtsakt Datum des Inkrafttretens Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten Amtsblatt
Verordnung (EG) Nr. 65/2004 16.1.2004 - ABl. L 10 vom 16.1.2004

VERWANDTE RECHTSAKTE

Verordnung (EG) Nr. 641/2004 der Kommission vom 6. April 2004 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich des Antrags auf Zulassung neuer genetisch veränderter Lebensmittel und Futtermittel, der Meldung bestehender Erzeugnisse und des zufälligen oder technisch unvermeidbaren Vorhandenseins genetisch veränderten Materials, zu dem die Risikobewertung befürwortend ausgefallen ist [Amtsblatt L 102 vom 7.4.2004].

Verordnung (EG) Nr. 1830/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über die Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von genetisch veränderten Organismen und über die Rückverfolgbarkeit von aus genetisch veränderten Organismen hergestellten Lebensmitteln und Futtermitteln sowie zur Änderung der Richtlinie 2001/18/EG [Amtsblatt L 268 vom 18.10.2003].

 
Letzte Änderung: 22.12.2006

Siehe auch

Weiterführende Informationen über GVO sind auf der Website der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz verfügbar.

Rechtlicher Hinweis | Über diese Website | Suche | Kontakt | Seitenanfang