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Pferdepest

Bei Verdacht auf Pferdepest werden zur Verhütung der Seuchenverschleppung Gemeinschaftsmaßnahmen durchgeführt.

RECHTSAKT

Richtlinie 92/35/EWG des Rates vom 29. April 1992 zur Festlegung von Kontrollregeln und Maßnahmen zur Bekämpfung der Pferdepest [Vgl. ändernde(r) Rechtsakt(e)].

ZUSAMMENFASSUNG

In dieser Richtlinie sind die Maßnahmen festgelegt, die bei erstem Verdacht auf Pferdepest zu treffen sind.

Befinden sich in einem Betrieb ein oder mehrere pferdepestverdächtige Equiden, so benachrichtigt der amtliche Tierarzt die zuständige Behörde entsprechend und trifft u.a. folgende Maßnahmen: Überwachung der seuchenverdächtigen Betriebe; Zählung der Equiden und der infizierten Orte., Autopsie der seuchenverdächtigen Equiden und Verbot der Verbringung von Equiden zu und aus seuchenverdächtigen Betrieben.

Der Tierarzt hebt diese Maßnahmen auf, sobald der Seuchenverdacht von der zuständigen Behörde entkräftet wurde.

Bestätigt sich das Vorliegen der Pferdepest, so veranlasst der Tierarzt die Tötung aller erkrankten Tiere und die Beseitigung der Tierkörper. Er weitet die Maßnahmen für Seuchenbetriebe außerdem auf sämtliche Betriebe im Umkreis von 20 km aus, impft alle Tiere in dieser Zone und führt eine epidemiologische Untersuchung durch.

Die zuständige Behörde grenzt (im Umkreis von mindestens 100 km um den Seuchenbetrieb) eine Schutzzone und (im Umkreis von mindestens 50 km um die Schutzzone) eine Überwachungszone ab, in denen bestimmte Sondermaßnahmen durchzuführen sind, die u. a. Folgendes umfassen: Erfassung aller Equidenhaltungsbetriebe, Kontrollbesuche der Betriebe und amtstierärztliche Untersuchungen sowie ein Verbringungsverbot für die Tiere.

Die Bewohner dieser Zonen werden über die geltenden Sperrmaßnahmen informiert. In der Schutzzone können die Tiere prophylaktisch geimpft werden.

Jeder Mitgliedstaat benennt ein nationales Laboratorium, das die in der Richtlinie vorgesehenen Untersuchungen durchführt und teilt anschließend den anderen Mitgliedstaaten und der Kommission die Adressdaten dieses Laboratoriums mit. Jedes nationale Laboratorium ist gehalten, mit dem gemeinschaftlichen Referenzlabor in Algete, Spanien, zusammenzuarbeiten.

Sachverständige der Kommission können in bestimmten Fällen eine Reihe von Seuchenbetrieben kontrollieren.

Jeder Mitgliedstaat erstellt nach bestimmten, in der Richtlinie festgelegten Kriterien einen Krisenplan. So sind u.a. ein Krisenzentrum zu errichten sowie eine Liste der örtlichen Seuchenbekämpfungszentren und ausführliche Angaben über die mit der Seuchenbekämpfung befassten Personen festzulegen.

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit unterstützt die Kommission bei der Durchführung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pferdepest. Er legt unter anderem die Dauer der Maßnahmen fest und beschließt zusätzliche Maßnahmen.

BEZUG

RechtsaktDatum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Richtlinie 92/35/EWG

18.5.1992

31.12.1992

ABl. L 157 vom 10.6.1992


Ändernde(r) Rechtsakt(e)Datum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Verordnung (EG) Nr. 806/2003

5.6.2003

-

ABl. L 122 vom 16.5.2003

Richtlinie 2008/73/EG

3.9.2008

-

ABl. L 219 vom 14.8.2008

Die im Nachhinein vorgenommen Änderungen und Berichtigungen der Richtlinie 92/35/EWG wurden in den Grundlagentext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung  hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.

ÄNDERUNGEN DER ANHÄNGE

ANHANG I – Verzeichnis der nationalen Laboratorien für die Pferdepest
Entscheidung 2006/911/EG [Amtsblatt L 346 vom 9.12.2006];
Richtlinie 2006/104/EG [Amtsblatt L 363 vom 20.12.2006];
Entscheidung 2007/729/EG [Amtsblatt L 294 vom 13.11.2007];
Richtlinie 2008/73/EG [Amtsblatt L 219 vom 14.8.2008].

ANHANG II – Gemeinschaftliches Referenzlaboratorium
Entscheidung 2007/729/EG [Amtsblatt L 294 vom 13.11.2007].

Letzte Änderung: 11.11.2010
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