RSS
Alphabetischer Index
Diese Seite steht in 4 Sprachen zur Verfügung

We are migrating the content of this website during the first semester of 2014 into the new EUR-Lex web-portal. We apologise if some content is out of date before the migration. We will publish all updates and corrections in the new version of the portal.

Do you have any questions? Contact us.


Internationales Kaffee-Übereinkommen von 2007

Die Europäische Gemeinschaft ist Mitglied der Internationalen Kaffeeorganisation und Unterzeichner des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 2007, dessen Ziel es ist, die Entwicklung einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Kaffeewirtschaft in der Welt zu fördern.

RECHTSAKTE

Beschluss 2008/579/EG des Rates vom 16. Juni 2008 über die Unterzeichnung und den Abschluss des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 2007 im Namen der Europäischen Gemeinschaft [Amtsblatt L 186 vom 15.7.2008].

Internationales Kaffee-Übereinkommen von 2007 (PDF ).

ZUSAMMENFASSUNG

Die Europäische Gemeinschaft ist als internationale Institution Mitglied der Internationalen Kaffeeorganisation (IKO), der darüber hinaus 31 Einfuhrländer und 45 Ausfuhrländer angehören. Ziel des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 2007, das von den 77 Mitgliedern der IKO geschlossen wurde, ist es, die globale Kaffeewirtschaft zu stärken und ihre nachhaltige Entwicklung mittels folgender Maßnahmen zu fördern:

  • Förderung der internationalen Zusammenarbeit in Kaffeefragen,
  • Bereitstellung eines Forums für Konsultationen zwischen den Regierungen und der Privatwirtschaft,
  • Anregung der Unterzeichner, eine wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Kaffeewirtschaft zu entwickeln,
  • Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage und nach sowohl für die Erzeuger als auch für die Verbraucher angemessenen Preisen,
  • Förderung der Ausweitung und der Transparenz des internationalen Kaffeehandels und Förderung des Abbaus von Handelshemmnissen,
  • Sammlung, Verbreitung und Veröffentlichung von wirtschaftlichen, fachlichen und wissenschaftlichen Informationen sowie Statistiken und Studien in Kaffeefragen,
  • Förderung der Entwicklung des Verbrauchs und von Märkten für alle Kaffeearten, unter anderem in den Erzeugerländern,
  • Entwicklung von Projekten, die der weltweiten Kaffeewirtschaft zugute kommen, sowie Einwerbung entsprechender finanzieller Unterstützung,
  • Verbesserung der Kaffeequalität, um die Verbraucherzufriedenheit zu steigern und die Vorteile für die Erzeuger zu vergrößern,
  • Förderung der Erarbeitung von Maßnahmen für die Nahrungsmittelsicherheit in der Kaffeewirtschaft,
  • Anregung zur Entwicklung von Strategien, die die Kapazitäten der Kleinbauern zur Gewinnsteigerung erhöhen, was zur Armutsminderung beitragen kann, und
  • Förderung der Verfügbarkeit von Informationen zu finanziellen Instrumenten und Diensten, die Kaffeeerzeuger unterstützen können.

Diesbezüglich sieht das Übereinkommen insbesondere vor, dass sich die Mitglieder bemühen, die in Form von Zöllen und Gesetzen bestehenden Hindernisse für den Kaffeeverbrauch wie z. B. Präferenzzölle, Kontingente, staatliche Monopole und Subventionen, zu beseitigen. Sie müssen u. a. der nachhaltigen Bewirtschaftung der Kaffeeressourcen unter Berücksichtigung der in der Agenda 21 enthaltenen Grundsätze und Ziele der nachhaltigen Entwicklung sowie der Verbesserung des Lebensstandards und der Arbeitsbedingungen der in der Kaffeewirtschaft tätigen Menschen Rechnung tragen.

Das Übereinkommen sieht ebenfalls vor, dass alle Ausfuhrmitglieder das von der IKO eingeführte System der Ursprungszeugnisse anwenden, um die Erfassung statistischer Informationen über den internationalen Kaffeehandel zu erleichtern und darüber hinaus dazu beitragen, der Organisation alle von ihr als notwendig erachteten Informationen in Bezug auf die Erzeugung, die Einfuhren und Ausfuhren, den Verbrauch und die Preise zu liefern.

Die von diesem Übereinkommen geregelten Fragen unterliegen im Rahmen der gemeinsamen Handelspolitik der ausschließlichen Zuständigkeit der Europäischen Gemeinschaft.

Hintergrund

Das Internationale Kaffee-Übereinkommen von 2007 ist das 7. Übereinkommen dieser Art, das seit 1962 zwischen den Mitgliedern der Internationalen Kaffeeorganisation geschlossen wurde. Das vorherige stammt aus dem Jahr 2001. Das Übereinkommen gilt für zehn Jahre, sofern es nicht verlängert oder vorzeitig außer Kraft gesetzt wird.

BEZUG

Rechtsakt

Datum des Inkrafttretens

Termin für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten

Amtblatt

Beschluss 2008/579/EG

16.6.2008

-

ABl. L 186 vom 15.7.2008

Letzte Änderung: 19.09.2008

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Internationalen Kaffeeorganisation (EN ).

Rechtlicher Hinweis | Über diese Website | Suche | Kontakt | Seitenanfang