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Regionale Strategie für Lateinamerika 2007-2013

In dem regionalen Strategiepapier für Lateinamerika werden die Prioritäten für die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und der Region für den Zeitraum 2007-2013 festgelegt, nämlich sozialer Zusammenhalt, regionale Integration und Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses. Das Strategiepapier enthält auch das regionale indikative Programm für die Jahre 2007-2010.

RECHTSAKT

Europäische Kommission – Lateinamerika - Dokument zur regionalen Programmierung 2007-2013 .

ZUSAMMENFASSUNG

Das regionale Strategiepapier definiert die Ziele und Prioritäten der Zusammenarbeit mit Lateinamerika für den Zeitraum 2007-2013. Diese Region umfasst: Mexiko, Zentralamerika (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama), die Andengemeinschaft (Kolumbien, Ecuador, Bolivien, Peru), Chile und die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Uruguay, Paraguay, Venezuela).

Mit diesem Strategiepapier soll die strategische Partnerschaft zwischen den beiden Regionen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Soziales gestärkt werden.

Gemeinsame Herausforderungen für Lateinamerika und die EU

Die Verbesserung des sozialen Zusammenhalts ist eine wesentliche Voraussetzung im Kampf gegen Armut und Ungleichheiten. Lateinamerika ist eine Region, in der Reichtum und Einkommen sehr ungleich verteilt sind. Diese Ungleichheiten sind die Ursache von sozialer Ausgrenzung und politischer Instabilität. Um die Arbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen, muss die Schaffung neuer Arbeitsplätze mit Vorrang angegangen werden. Wichtige Ziele sind außerdem die Konsolidierung der Demokratie und die Respektierung der Menschenrechte, auch die Stärkung der Rechte von Frauen, Minderheiten und indigenen Völkern. Diese Ziele können durch eine stärkere Beteiligung der Zivilgesellschaft am politischen Prozess erreicht werden.

Die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen ist eine weitere Herausforderung, die es mit Hilfe von Investitionen zu bewältigen gilt, um die Innovationskapazität und Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken in Bereichen wie Infrastrukturen, Forschung, technologische Entwicklung, Bildung, Ausbildung, Umwelt und den Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die Förderung des Handels und der Investitionen zwischen der EU und Lateinamerika ist wichtig, um das Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu unterstützen und die Armut zu bekämpfen.

Die Förderung der Zusammenarbeit ist eine wichtige Voraussetzung, um die regionalen Herausforderungen zu bewältigen und die nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit auf der Ebene der Politik, Wirtschaft und des Handels muss auch sozialen Fragen und Umweltbelangen (Klimawandel, Wasser, Schutz der Biodiversität und Kampf gegen die Abholzung) Beachtung schenken. Die EU und die Region Lateinamerika sind dem Multilateralismus verpflichtet und müssen kooperieren, um transparente und gerechte internationale Regeln festzulegen und um zur globalen Steuerung sowie zur Bewältigung weltweiter Herausforderungen wie dem Klimawandel beizutragen und bei Menschenrechtsfragen zusammenarbeiten.

Prioritäre Bereiche der regionalen Programmierung 2007-2013

Die erste Priorität der regionalen Programmierung bezieht sich auf den sozialen Zusammenhalt (die Reduzierung der Armut, der Ungleichheiten und der Ausgrenzung). Konkret zielt sie darauf ab, die Entwicklung der öffentlichen Politik im Sozialbereich zu fördern, öffentliche Ausgaben und öffentliche soziale Investitionen zu erhöhen, die Steuerpolitik und die Verteilung der Einkommen durch EUROsociAL (Programm für die technische Zusammenarbeit zwischen der EU und Lateinamerika zur Förderung des sozialen Zusammenhalts) zu verbessern, den Dialog zu fördern, bewährte Praktiken auszutauschen, eine gemeinsame Programmkontrolle durchzuführen und den Kampf gegen den Drogenhandel zu verstärken.

Die regionale Integration stellt neben dem subregionalen Integrationsprozess die zweite Priorität der Strategie dar. Ihr Ziel ist die:

  • Förderung der Aktivitäten von Geschäftsnetzen auf dem Gebiet von Handel und Investitionen;
  • Förderung des Dialogs und Aufbau institutioneller Kapazitäten im makroökonomischen Bereich, in den Bereichen Politik, Normen, Menschenrechte, Infrastrukturen, Umwelt usw., um nachhaltige Investitionen und die nachhaltige Entwicklung zu fördern;
  • Förderung der Zusammenarbeit, des regionalen Dialogs und des Austauschs von Erfahrungen und bewährten Praktiken über Umweltthemen und nachhaltige Entwicklung (Klimawandel, Wasser, Biodiversität und Wälder);
  • Förderung von Infrastrukturnetzen und des ordnungspolitischen Dialogs;
  • Förderung der regionalen Prioritäten durch Studien und Konferenzen.

Die dritte Priorität bezieht sich auf Investitionen in Menschen und Verstärkung des gegenseitigen Verständnisses. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Stärkung der Hochschulbildung und der Wettbewerbsfähigkeit der Region (vor allem über Programmezur Bildung von Humanressourcen) sowie auf Maßnahmen zur Förderung und Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses zwischen den beiden Regionen.

Die Konsultationen und der Dialog über die Einführung und Umsetzung der regionalen Programme müssen weiterentwickelt werden. Um die Effizienz der Programme zu maximieren, müssen ihre Sichtbarkeit und die Kenntnisse über die regionalen Programme verbessert und die Resultate aufgewertet werden. Zu diesem Zweck sollen Komplementarität und Synergien gefördert, angenommene Instrumente eingesetzt, Asymmetrien beseitigt, öffentliche wie private Akteure einbezogen, Querschnittsfragen berücksichtigt und eine angemessene Verwaltung der Programme sichergestellt werden.

Modalitäten

Dieses Strategiedokument enthält auch ein regionales indikatives Programm (RIP) für den Zeitraum 2007-2010. Ein zweites RIP wird für den Zeitraum 2011-2013 erarbeitet werden. Der Programmhaushalt für die beiden RIP (2007-2013) beläuft sich auf insgesamt 556 Millionen Euro. Davon entfallen 35 % auf den sozialen Zusammenhalt, 25 % auf die regionale Integration und 40 % auf die Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses und die regionalen Herausforderungen.

Empfänger sind nationale, regionale und lokale Verwaltungen und Vereinigungen, welche die Zivilgesellschaft repräsentieren, repräsentative Organisationen der Unternehmen, die Akteure der Hochschulausbildung, nichtstaatliche Organisationen usw.

Unterstützt werden folgende Maßnahmen: Bewertungen, Studien, Berichte, Veröffentlichungen, Verbreitung, Seminare, Begegnungen, Ausbildung, Austausch von akademischem Personal, Stipendien, gemeinsame Projekte, die innerhalb von Institutionen entwickelt werden, Mobilität von Akteuren auf dem Ausbildungssektor, Qualitätskontrolle, Austausch von Informationen. Daneben werden auch Maßnahmen zur Entwicklung von Statistiken, Datenbanken und Politikinstrumenten unterstützt. Um die Wirkung der Projekte zu messen, werden Leistungsindikatoren erarbeitet.

Hintergrund

Die Zusammenarbeit zwischen der EU und Lateinamerika ist Bestandteil der verstärkten Partnerschaft und der Ziele, die auf den Gipfeln von Guadalajara und Wien beschlossen wurden. Das Strategiedokument für den Zeitraum 2007-2013 legt die Prioritäten fest, die im Rahmen des Finanzierungsinstruments für die Entwicklungszusammenarbeit (DCI) unterstützt werden. Diese Art von Programmen ergänzt die Strategien für jede Subregion und für jedes Land.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Halbzeitbewertung und regionales Richtprogramm 2011-2013 für Lateinamerika (EN ).

Letzte Änderung: 02.02.2011

Siehe auch

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