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Partnerschaften mit den Ländern des Südasiatischen Verbandes für regionale Zusammenarbeit (SAARC)

Die Europäische Union (EU) hat Partnerschafts- und Kooperationsabkommen mit einigen Mitgliedsländern des Südasiatischen Verbandes für regionale Zusammenarbeit (SAARC) geschlossen. Diese Abkommen sollen die nachhaltige Entwicklung der Partnerländer fördern und die regionale Zusammenarbeit unterstützen.

RECHTSAKTE

Beschlüsse 94/578/EG, 95/129/EG, 96/354/EG, 2001/332/EG und 2004/870/EG des Rates über den Abschluss von Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft einerseits und der Republik Indien, der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka, dem Königreich Nepal, der Volksrepublik Bangladesch und der Islamischen Republik Pakistan anderseits.

ZUSAMMENFASSUNG

Von 1994 bis 2004 schloss die Europäische Union (EU) fünf ähnliche Kooperationsabkommen mit fünf Ländern des Südasiatischen Verbandes für regionale Zusammenarbeit (SAARC), und zwar mit Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka.

Durch diese Abkommen sollen die Kooperationsbeziehungen zwischen den Partnern bei gleichzeitiger Achtung der Menschenrechte und Wahrung der Grundsätze der Demokratie ausgebaut werden.

Die wichtigsten Kooperationsziele der Zusammenarbeit betreffen die folgenden Bereiche:

  • den Handel, der ausgebaut, diversifiziert und liberalisiert werden soll. Dazu müssen die Vertragsparteien im Einklang mit den Grundsätzen der Welthandelsorganisation (WTO) die Öffnung ihrer jeweiligen Märkte verbessern und ihre Zusammenarbeit im Zollbereich verstärken;
  • die Wirtschaft, um das Unternehmensumfeld, den Dialog zwischen den Wirtschaftsbeteiligten, den Informationsaustausch und die Ausbildung von Unternehmern zu verbessern;
  • die nachhaltige Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf den sozialen Fortschritt und die Bekämpfung der Armut. Hier soll die EU ihre Partner dabei unterstützen, Fortschritte in den Bereichen Gesundheits- und Bildungswesen, Verbesserung der Lebensbedingungen und Stärkung der Rolle der Frauen in der Gesellschaft zu erzielen;
  • die Entwicklung der Humanressourcen, die Verbesserung der beruflichen Qualifikationen und die Förderung der Einhaltung internationaler Standards für menschenwürdige Arbeit;
  • die ländliche Entwicklung, den Ausbau des Handels mit Agrar- und Fischereierzeugnissen, auch durch die Verbesserung der Gesundheits- und Pflanzenschutzmaßnahmen.

Die Abkommen sehen je nach den Bedürfnissen der einzelnen Partnerländer auch spezifische Ziele vor, die die folgenden Bereiche betreffen:

  • die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit, um die technische Hilfe in Pakistan und Sri Lanka, die Normung und Qualitätssicherung in Bangladesch, die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte, die Förderung der Mobilität der Forscher, den Austausch wissenschaftlicher Informationen (insbesondere in den Bereichen Biotechnologie, neue Werkstoffe und Geowissenschaft) mit Indien zu verbessern;
  • den Umweltschutz, vor allem um Pakistan und Nepal bei der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen sowie der Bekämpfung der Erosion und der Waldzerstörung zu unterstützen. Bangladesch soll dabei unterstützt werden, die Risiken für Naturkatastrophen zu verringern. In Sri Lanka soll die Verschmutzung durch Industrieanlagen bekämpft werden, Indien soll Unterstützung erfahren bei der Ausarbeitung von Umweltschutzvorschriften und ihrer Anwendung, bei Forschung und Ausbildung;
  • die Schaffung eines günstigeren Klimas für Privatinvestitionen in Indien, Nepal und Sri Lanka;
  • den Ausbau von Industrie und Dienstleistungssektor in Indien und Pakistan;
  • den Schutz des geistigen Eigentums in Indien und Sri Lanka;
  • die Zusammenarbeit in den Bereichen Information, Kultur und Kommunikation mit Pakistan und Bangladesch;
  • die Förderung des Energiesektors in Indien, Pakistan und Nepal unter Berücksichtigung der Bedeutung des Energiesektors für ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung;
  • die Bekämpfung des Drogenhandels und der Geldwäsche vor allem in Pakistan und Bangladesch. Dazu sind besondere Maßnahmen zur Bekämpfung der Herstellung von sowie des Handels mit Drogen, aber auch zur Verhütung des Drogenmissbrauchs vorgesehen;
  • die Förderung des Tourismus in Indien, Pakistan und Sri Lanka, insbesondere durch Informationsaustausch und die Durchführung von Studien.

Hintergrund

Die SAARC ist eine Organisation für die regionale Zusammenarbeit, die 1985 gegründet wurde, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ihrer Mitgliedstaaten voranzutreiben. Ihre Mitgliedstaaten sind Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Indien, die Malediven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka. Die EU hat einen Beobachterstatus in der Organisation, ebenso wie Birma/Myanmar, China, Südkorea, die Vereinigten Staaten, Iran, Japan und Mauritius.

BEZUG

RechtsaktDatum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Beschluss 94/578/EG, Republik Indien

1.8.1994

-

ABl. L 223 vom 27.8.1994

Beschluss 95/129/EG, Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka

1.4.1995

-

ABl. L 85 vom 19.4.1995

Beschluss 2004/870/EG, Islamische Republik Pakistan

1.9.2004

-

ABl. L 378 vom 23.12.2004

Beschluss 2001/332/EG, Volksrepublik Bangladesch

1.3.2001

-

ABl. L 118 vom 27.4.2001

Beschluss 96/354/EG, Königreich Nepal

1.6.1996

-

ABl. L 137 vom 8.6.1996

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Mitteilung der Kommission zum Handel zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem Südasiatischen Verband für regionale Zusammenarbeit (SAARC): Inkrafttreten der in der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 der Kommission, geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1602/2000, vorgesehenen Vorschriften über die Bestimmung des Begriffs „Ursprungserzeugnisse“ bei der Anwendung der Zollpräferenzen der Gemeinschaft für bestimmte Waren aus Entwicklungsländern (regionale Ursprungskumulierung) [ABl. C 265 vom 15.9.2000].

Letzte Änderung: 27.09.2011

Siehe auch

  • Europäischer Auswärtiger Dienst (EN)
  • Europäische Kommission, Generaldirektion Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid (EN) (FR)
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