RSS
Alphabetischer Index
Diese Seite steht in 5 Sprachen zur Verfügung

We are migrating the content of this website during the first semester of 2014 into the new EUR-Lex web-portal. We apologise if some content is out of date before the migration. We will publish all updates and corrections in the new version of the portal.

Do you have any questions? Contact us.


Verhütung von Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen in der Europäischen Union

Die Entwicklung eines Gemeinschaftskonzepts ist notwendig, um Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen in der Europäischen Union (EU) vorherzusehen und zu bewältigen. Um dies zu erreichen, können verschiedene Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene ergriffen werden.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 23. Februar 2009 - Ein Gemeinschaftskonzept zur Verhütung von Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen [KOM(2009) 82 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].


ZUSAMMENFASSUNG

Das Gemeinschaftsgebiet wird von Naturkatastrophen und menschengemachten Katastrophen heimgesucht, deren Zahl und Auswirkungen zunehmen. Hauptursachen dieser wachsenden Katastrophenanfälligkeit sind der Klimawandel, die industrielle Entwicklung und die Verstädterung.

Die Strategie ist Teil eines Maßnahmenpakets von inner- und außergemeinschaftlicher Dimension. Sie gilt nicht für größere konfliktbedingte Notsituationen und Terroranschläge.

Maßnahmen zur Verhütung von Katastrophen werden überwiegend auf nationaler Ebene ergriffen. Die Katastrophenverhütung muss jedoch auf europäischer Ebene geprüft werden, da sich die unvorhergesehenen Ereignisse häufig transnational auswirken und Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union (EU) beeinträchtigen.

Ein Gemeinschaftskonzept soll die Wirksamkeit der vorbeugenden Maßnahmen erhöhen und die nationalen Aktionen in bestimmten Bereichen ergänzen. Die Strategie basiert auf drei Eckpfeilern:

  • Verbesserung des Katastrophenverständnisses, um die Wirksamkeit von Verhütungsstrategien zu erhöhen.

Die Kommission soll die Erstellung von Daten und die Vergleichbarkeit der Informationen über Katastrophen verbessern. Sie wird ein umfassendes Inventar über vorhandene Quellen von Katastropheninformationen und bewährte Praktiken erstellen und außerdem für die Verbreitung bewährter Praktiken im Bereich Risikomanagement (Flächennutzungsplanung, Notfallpläne usw.) sorgen. Die Kartierung gefährdeter Gebiete soll auf der Grundlage von Leitlinien erfolgen, die auf europäischer Ebene erarbeitet werden.

Das Siebte Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (FTE-Rahmenprogramm) unterstützt die Koordinierung der Forschungsarbeiten und die Informationsverbreitung in Bezug auf Katastrophenrisiken.

  • Ausdehnung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren beim Katastrophenmanagement.

Die Aktivitäten im Rahmen von Verhütung, Vorsorge, Abwehr und Folgenbewältigung müssen sich auf koordinierte Mechanismen stützen, die öffentliche und private Akteure einbinden. Die Schaffung eines europäischen Netzes aus nationalen Verantwortlichen und Fachleuten soll zur verbesserten Koordinierung gemeinschaftlicher, nationaler und subnationaler Maßnahmen beitragen.

Die Verbindungen zwischen Frühwarnsystemen müssen verbessert werden, auch in Zusammenarbeit mit den Drittländern im Mittelmeerraum. Die Kommission soll das Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutzund die im Rahmen des Katastrophenschutzprogramms durchgeführten Schulungen gründlicher bewerten. Die Bürger sollen besser über präventive Maßnahmen und über die eingerichtete Notrufnummer 112 informiert werden (pdf ).

  • Bessere Ausrichtung der Rechts- und Finanzinstrumenteauf präventive Maßnahmen.

Im Rahmen des Haushalts 2007-2013 soll die Kommission die Gemeinschaftsinstrumente zur Finanzierung präventiver Maßnahmen (beispielsweise im Bereich Entwicklung des ländlichen Raums, Katastrophenschutz, Umwelt, Forschung, Informationstechnologie und Kommunikation) erfassen. Falls erforderlich wird sie Empfehlungen zur Einbeziehung dieser Maßnahmen in die nationalen operationellen Programme aussprechen.

Bei den vorgesehenen Überprüfungen bestimmter Rechtsvorschriften sollen die Fragen im Zusammenhang mit dem Risikomanagement bei Katastrophen besser berücksichtigt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um die UVP-Richtlinieüber die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten, die SEVESO-Richtlinie über technologische Risiken und die Bestimmungen über technische Normen für erdbebensichere Bauten. Die europäischen Rechtsvorschriften regeln außerdem dasManagement von Hochwasser und Ölpest.

Internationale Zusammenarbeit

Diese Strategie muss in Zusammenarbeit mit den Berwerberländern oder potenziellen Bewerberländern, mit den Partnern der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) und im Rahmen des Programms zur Prävention, Verringerung und Bewältigung von Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen (PPRD) im Rahmen der Euro-Mediterranen Partnerschaft durchgeführt werden.

Die Kommission sorgt für die für Koordination dieser Maßnahmen mit der Internationalen Strategie für Katastrophenvorsorge in Entwicklungsländern. Dies im Einklang mit dem Hyogo-Rahmenaktionsplan 2005 - 2015 (EN)zur Katastrophenverhütung.

Letzte Änderung: 14.05.2009
Rechtlicher Hinweis | Über diese Website | Suche | Kontakt | Seitenanfang