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Wettbewerbsfähigkeit der Metallindustrie

In der vorliegenden Mitteilung werden mehrere Faktoren genannt, die die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Metallindustrie beeinflussen. Die Wettbewerbsfähigkeit dieses energieintensiven Wirtschaftszweigs schwächt sich ab, da sie stärkeren Zwängen als in anderen Teilen der Welt ausgesetzt ist. Die Kommission legt eine Reihe von Leitgedanken vor, die der Metallindustrie und allen betroffenen Akteuren einen Anreiz geben sollen, sich bei der Energieversorgung stärker an wettbewerbsfähigen Preisen zu orientieren, ohne dabei umweltrelevante Aspekte zu vernachlässigen, sowie verstärkt auf Innovation zu setzen.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament vom 22. Februar 2008 über die Wettbewerbsfähigkeit der Metallindustrie - Ein Beitrag zur EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung [KOM(2008) 108 endg. - nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Die Metallindustrie hängt stark von der Leistung der wichtigsten Zweige der verarbeitenden Industrie – d. h. der Automobil-, Maschinenbau-, Schiffsbau- oder Luft- und Raumfahrtindustrie – ab. Im Jahr 2005 betrug der Umsatz der Metallindustrie in der Europäischen Union (EU) rund 316 Mrd. EUR und die Zahl der in ihr beschäftigten Arbeitnehmer 1,1 Mio. Personen.

Trotz eines Umstrukturierungsprozesses, mit dem die Kosten verringert und die Arbeitsproduktivität verbessert werden sollen, und der verstärkten Innovation zur Entwicklung neuer Anwendungen verliert die europäische Metallindustrie gegenüber ihren Konkurrenten weltweit an Boden.

Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftszweigs und Abhängigkeit von Rohstoffen

Die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftszweigs ist durch den kräftigen Preisanstieg bei Gas und Strom stark unter Druck geraten. Die Produktion der Metallindustrie ist äußerst energieintensiv, wobei die Kosten für Energie im Allgemeinen einen Anteil zwischen 10 % und 37 % der Produktionskosten ausmachen. Aufgrund ihrer hohen CO2-Emissionen hat die Metallindustrie auch hohe Umweltkosten.

Die Frage des Zugangs zu nichtenergetischen mineralischen Rohstoffen ist für diesen Wirtschaftszweig von entscheidender Bedeutung, da er in hohem Maße von der Einfuhr von Erzen aus Drittstaaten abhängig ist. Das Recycling trägt jedoch dazu bei, diese Abhängigkeit abzumildern und den Energieverbrauch zu verringern. Der Einsatz von Schrott ist erheblich angewachsen und macht heute zwischen 40 % und 60 % der Eisenerzeugung in der EU aus.

Die wirtschaftliche Entwicklung vieler aufstrebender Länder lässt die weltweite Nachfrage und damit die Preise für Metalle und metallische Erzeugnisse steigen und übt einen beispiellosen Druck auf die Preise und das Rohstoffangebot aus.

Die fünf größten Herausforderungen für die Zukunft des Wirtschaftszweigs und seine Wettbewerbsfähigkeit

Die festgestellten Auswirkungen der verschiedenen Faktoren, die die Wettbewerbsfähigkeit dieses Wirtschaftszweigs beeinflussen, haben die Kommission veranlasst, einen integrierten Ansatz vorzulegen, dessen Grundlage fünf Herausforderungen sind, die für die Zukunft der Metallindustrie wesentliche Bedeutung haben. Die vorliegende Mitteilung trägt den Ergebnissen einer öffentlichen Konsultation vom September 2006 Rechnung.

Die Kommission prüft in Zusammenarbeit mit den betroffenen Parteien und den Drittstaaten, welche Optionen zur Verfügung stehen, um den Herausforderungen zu begegnen, die sich aufgrund der künftigen Aktionen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und den Umweltschutzzielen für die Wettbewerbsfähigkeit ergeben. Sie stützt sich dabei auf folgende Maßnahmen:

Die nationalen Regierungen sind aufgerufen, den Schwerpunkt ihrer Politik auf die Initiativen im Bereich der Sicherstellung der Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen zu legen, wie dies in den beiden folgenden Dokumenten hervorgehoben wurde:

Die Kommission beabsichtigt, die Bedingungen für einen nachhaltigen Zugang zu Rohstoffen auf nationaler und internationaler Ebene zu verbessern. Sie wird sich dabei insbesondere auf die Ergebnisse einer 2008 durchgeführten öffentlichen Konsultation stützen.

Die Kommission unterstützt die Metallindustrie in der fortgesetzten Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation als Motoren der Wettbewerbsfähigkeit durch folgende Aktionen:

Die Kommission beabsichtigt ferner, alle bestehenden Instrumente auch künftig anzuwenden, um jenen Handelspraktiken, die den internationalen Handelsvereinbarungen zuwiderlaufen, entgegenzuwirken; sie wird sich darüber hinaus der Einführung von Ausfuhrzöllen auf Metall und Rohstoffe durch ihre Handelspartner widersetzen.

Hintergrund

Diese Mitteilung ist Bestandteil der integrierten Industriepolitik, die horizontale und sektorbezogene Maßnahmen umfasst.
Ferner sind in der Mitteilung die Schlussfolgerungen des Rates vom 14. und 15. Mai 2001 über „Eine Strategie zur Einbeziehung der nachhaltigen Entwicklung in die Unternehmenspolitik der Europäischen Union“ berücksichtigt.

Letzte Änderung: 03.06.2008
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