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Europäische Krankenversicherungskarte

Die Verwaltungskommission für die soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer („Verwaltungskommission“) hat drei Beschlüsse (Nr. 189, 190 und 191) zur Einführung der Europäischen Krankenversicherungskarte angenommen. Bürger, die sich vorübergehend auf dem Gebiet eines Mitgliedstaates aufhalten, können auf diese Weise vereinfachte Erstattungsverfahren nutzen. Die Verwendung der Europäischen Gesundheitskarte wird auf die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und die Schweiz ausgedehnt.

RECHTSAKTE

Beschluss Nr. 189 der Verwaltungskommission vom 18. Juni 2003 zur Ersetzung der zur Durchführung der Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 und (EWG) Nr. 574/72 des Rates erforderlichen Vordrucke für den Zugang zu Sachleistungen bei einem vorübergehenden Aufenthalt in einem anderen Mitgliedstaat als dem zuständigen Staat oder Wohnstaat durch die europäische Krankenversicherungskarte [Amtsblatt L 276 vom 27.10.2003].

Beschluss Nr. 190 der Verwaltungskommission vom 18. Juni 2003 betreffend die technischen Merkmale der Europäischen Krankenversicherungskarte [Amtsblatt L 276 vom 27.10.2003].

Beschluss Nr. 191 der Verwaltungskommission vom 18. Juni 2003 betreffend die Ersetzung der Vordrucke E 111 und E 111 B durch die Europäische Krankenversicherungskarte [Amtsblatt L 276 vom 27.10.2003].

ZUSAMMENFASSUNG

Nach dem Beschluss des Europäischen Rates von Barcelona im März 2002 über einen Aktionsplan für Qualifikation und Mobilität und nach der Mitteilung der Kommission über die Einführung einer europäischen Krankenversicherungskarte hat die Verwaltungskommission für die soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer drei Beschlüsse zur Einführung einer europäischen Krankenversicherungskarte angenommen.

Die Europäische Krankenversicherungskarte wird vom Träger des zuständigen Staats ausgestellt. Damit die Karte für Pflegepersonal und Krankenversicherungsträger leicht erkennbar ist, wird sie nach einem einheitlichen Muster und einheitlichen Spezifikationen erstellt. Zwei Varianten wurden für das Muster festgelegt:

  • eine Variante für die Kartenvorderseite, wobei die Gestaltung der Rückseite dem ausstellenden Mitgliedstaat überlassen bleibt. Außerdem kann die Karte mit einem Chip oder einem Magnetstreifen ausgestattet sein oder nicht;
  • eine Variante für die Kartenrückseite, wenn der ausstellende Staat die europäische Karte auf der Rückseite einer bestehenden nationalen oder regionalen Karte anbringen will.

Die einzelnen Mitgliedstaaten sind für die Herstellung und Ausgabe der Europäischen Krankenversicherungskarte in ihrem jeweiligen Staatsgebiet zuständig; der ausstellende Träger legt die Gültigkeitsdauer fest.

Hintergrund

Die Europäische Krankenversicherungskarte wird im Rahmen der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 auf der Grundlage von Beschlüssen der Verwaltungskommission für die soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer in Umlauf gebracht. Diese aus Vertretern der Mitgliedstaaten bestehende Verwaltungskommission hat auch den Auftrag, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern und zu entwickeln, um den Informationsaustausch zwischen den Institutionen zu modernisieren und die Gewährung und Erstattung der Leistungen zu beschleunigen.

Letzte Änderung: 02.10.2009
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