RSS
Alphabetischer Index
Diese Seite steht in 5 Sprachen zur Verfügung

We are migrating the content of this website during the first semester of 2014 into the new EUR-Lex web-portal. We apologise if some content is out of date before the migration. We will publish all updates and corrections in the new version of the portal.

Do you have any questions? Contact us.


Bericht „Beschäftigung in Europa“ 2009

Die europäische Politik soll günstige Bedingungen für Beschäftigung und Wirtschaftsaufschwung schaffen. Aufgrund der Auswirkungen der internationalen Finanzkrise kommt dieser Aufgabe noch größere Bedeutung zu. Außerdem soll die europäische Politik zur Entwicklung einer Wirtschaft beitragen, die auf dem Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung aufbaut, da hierdurch zahlreiche Arbeitsplätze entstehen könnten.

RECHTSAKT

Bericht der Kommission „Beschäftigung in Europa 2009“ [Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Das Jahr 2009 war von der internationalen Finanzkrise geprägt, die den Arbeitsmarkt nach Jahren des Wachstums in Europa hart getroffen hat.

Wenngleich die Länder der Europäischen Union (EU) in unterschiedlicher Weise betroffen waren, war überall ein Rückgang der Arbeitsplatzangebote zu verzeichnen. Die Kommission stellt fest, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen wie geringqualifizierte junge Menschen, Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen und ältere Arbeitnehmer stärker von Arbeitsplatzverlusten betroffen sind.

In einigen Ländern konnten die Arbeitsplatzverluste durch flexible Lösungen in den Unternehmen (Arbeitszeitverkürzung, Kurzarbeit usw.) und durch Lohnverzicht von Arbeitnehmern begrenzt werden. Dennoch wird 2010 die Arbeitslosenquote in der EU wahrscheinlich 11 % erreichen.

Vor diesem Hintergrund muss die europäische Politik eine besondere Rolle übernehmen. Sie muss dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern, die rasche Rückkehr in ein Arbeitsverhältnis zu fördern und die am meisten benachteiligten Personen zu unterstützen. Außerdem endet 2010 der Zyklus der Strategie von Lissabon, und die EU muss zudem neue politische Prioritäten festlegen, um den Übergang zu einer „grünen“ Wirtschaft mit geringem CO2-Ausstoß vorzubereiten.

Analyse der Arbeitsmärkte

Die europäischen Arbeitsmärkte sind relativ dynamisch, sodass das Arbeitsplatzangebot der Nachfrage entspricht. Tatsächlich können die Arbeitnehmer in allen EU-Ländern ohne Probleme ihren Arbeitsplatz wechseln (22 % jährlich), eine neue Tätigkeit aufnehmen oder relativ einfach aus der Arbeitslosigkeit herauskommen.

Allerdings sind bestimmte Bevölkerungsgruppen weiterhin von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen; in 45 % aller Fälle dauert diese länger als ein Jahr. Am stärksten benachteiligt sind Frauen sowie ältere oder geringqualifizierte Arbeitnehmer. Zur Bekämpfung dieser Art von Arbeitslosigkeit empfiehlt die Kommission eine geeignete Beschäftigungspolitik, die auf den Grundsätzen der Flexicurity aufbaut.

Klimawandel und Arbeitsmarktentwicklung

Die EU muss politische Konzepte für die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen emissionsarmen Wirtschaft auf den Weg bringen. Der Übergang zu einer grünen Wirtschaft soll sich positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken, insbesondere durch:

  • den Bau neuer Infrastrukturen;
  • die Entwicklung neuer Technologien;
  • die Schaffung direkter Arbeitsplätze im Bereich erneuerbarer Energien (Produktion und Installation, Wartung);
  • die Entwicklung neuer Industrien und Dienstleistungen.

Die Analyse der Zukunftsprognosen zeigt, dass im Bereich der nachhaltigen Entwicklung bis 2020 zwischen 2,3 und 2,8 Mio. Arbeitsplätze entstehen können.

Zunächst werden die neu geschaffenen Arbeitsplätze an die am besten qualifizierten Arbeitnehmer vergeben. Anschließend sollten Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen das allgemeine Kompetenzniveau auf den Arbeitsmärkten erhöhen.

Die Kommission empfiehlt außerdem die Ausarbeitung politischer Strategien, die auf den Grundsätzen der Flexicurity-, der Achtung der Arbeitnehmerrechte und der Erhöhung der Sozialausgaben basieren.

Schließlich betont die Kommission die Notwendigkeit, verstärkt einen sozialen Dialog zu führen und die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu analysieren.

Letzte Änderung: 09.04.2010

Siehe auch

Rechtlicher Hinweis | Über diese Website | Suche | Kontakt | Seitenanfang