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Wachstum und Beschäftigung

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Beschäftigung und Sozialpolitik

Die im Jahre 2000 eingeleitete Lissabon-Strategie hat als Ziel für Europa festgelegt, „… die Union bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt zu machen – einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen“. Bei der Halbzeitbilanz der Lissabon-Strategie hat sich ein bestenfalls gemischtes Resultat ergeben. Der Graben zwischen Europa und seinen Wirtschaftspartnern bei Produktivität und Wachstum hat sich noch vertieft, und hinzu kommt noch die Herausforderung der Bevölkerungsalterung.

Daher hat der Europäische Rat beschlossen, die Lissabon-Strategie über eine Partnerschaft für Wachstum und Beschäftigung neu zu beleben. Die unverrückbare Zielsetzung dieser Partnerschaft ist weiterhin die nachhaltige Entwicklung. Allerdings muss Europa, um dieses Ziel zu erreichen, sich auf weniger Prioritäten konzentrieren. Wird ein stärkeres und dauerhafteres Wachstum erreicht und werden mehr und bessere Arbeitsplätze geschaffen, so werden dadurch die erforderlichen Mittel frei, damit wir unsere weiterreichenden ehrgeizigen Pläne in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht konkretisieren können.

  • EUROPA FÜR INVESTOREN ATTRAKTIVER MACHEN
    Will man Wachstum und Beschäftigung stimulieren, so muss Europa als Investitions- und Arbeitsstandort attraktiver werden. Da kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Arbeitsplatzschaffung und zum Wachstum einen wesentlichen Beitrag leisten, muss Europa vor allem die Hindernisse aus dem Weg räumen, die der Gründung von KMU entgegenstehen, und den Unternehmergeist anregen. Darüber hinaus fehlt es, trotz der seit der Einleitung der Lissabon-Strategie erreichten Erfolge, immer noch an Risikokapital, um neue Unternehmen zu gründen, und die derzeitigen Steuerbestimmungen verhindern, dass Profite zwecks Eigenkapitalbildung im Unternehmen bleiben.
    • Offene und wettbewerbsorientierte Märkte innerhalb und außerhalb Europas gewährleisten
      Der Wettbewerb auf dem Binnenmarkt regt Produktivität und Innovation an. Der europäischen Wettbewerbspolitik kommt eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung wettbewerbsfähiger Märkte zu. Sie muss innerhalb eines erweiterten Europas genauso weitergeführt werden wie auf bestimmten Märkten, die ihr volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben. Es geht darum, die Hindernisse für den Wettbewerb zu beseitigen und die staatlichen Beihilfen neu auf Innovation, Forschung und Entwicklung sowie Risikokapital auszurichten. Außerhalb der EU muss die Handelspolitik dafür sorgen, dass die europäischen Unternehmen Zutritt zu den Märkten von Drittländern erlangen, wobei sie die Regel für einen fairen Wettbewerb einzuhalten.
    • Die europäischen und nationalen Rechtsvorschriften verbessern
      Person, die eine Akte mit dem Symbol der EU (12 Sterne) in den HÄnden hältWerden die Rechtsvorschriften vereinfacht, so hilft dies den Unternehmen, insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), da der unnötige Verwaltungsaufwand entfällt. Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben bereits zahlreiche Initiativen ergriffen, um für eine Verringerung der Verwaltungskosten zu sorgen. Dies ist von Nutzen für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen und für ihr Anpassungs- und Innovationspotenzial sowie auch für die Beschäftigung. Auch die Gründung neuer Unternehmen wird einfacher.
    • Die europäische Infrastruktur ausbauen und verbessern
      Investitionen in Verkehrsnetze müssen den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechen. Eine moderne Infrastruktur ist ein bedeutsamer Wettbewerbsfaktor, geeignet, Unternehmen anzuziehen, da sie Handel und Mobilität begünstigt. Im Übrigen wird durch den Klimawandel deutlich, dass eine nachhaltigere Mobilität vonnöten ist. Mit der Intermodalität wird insbesondere angestrebt, den Verkehr auf umweltfreundlichere, sicherere und energieeffizientere Verkehrsmittel zu verlagern. Gleichzeitig ermöglichen neue Technologien eine wirksamere Beförderung.
  • WACHSTUMSFAKTOREN WISSEN UND INNOVATION
    Wissen und Innovation sind für Wachstum und Produktivität von entscheidender Bedeutung. Das Produktivitätswachstum ist für Europa ein kritischer Faktor , da wir im weltweiten Wettbewerb gegen Konkurrenten bestehen müssen, die über billige Arbeitskräfte und natürliche Ressourcen verfügen.
    • Mehr und gezieltere Investitionen in Forschung und Entwicklung
    • Innovation und Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) erleichtern
      Damit Forschung Wachstum zur Folge hat, müssen aus Forschungsergebnissen Innovationen werden. Eine intensivere Zusammenarbeit von Universitäten und Unternehmen verhilft zu einer sachgemäßeren Übertragung von Ideen im Gegenzug zu einer verstärkten Beteiligung der Unternehmen an der Finanzierung der Universitäten. Ergebnis ist eine rentablere Forschung höherer Qualität. Mit dem Rahmenprogramm für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit werden Aktionen unterstützt, die zur Förderung des Einsatzes der Informationstechnologien, der Ökotechnologien und der erneuerbaren Energiequellen durchgeführt werden.
    • Die Innovation im Dienst der nachhaltigen Entwicklung
      Innovation und technologische Entwicklung sind die Schlüsselelemente für ein umweltschonendes Wirtschaftswachstum und gewährleisten die Nachhaltigkeit der Ressourcen (insbesondere der Energieressourcen). Die Entwicklung der Umwelttechnologien kann auch neue Märkte eröffnen, was die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Beschäftigung angeht.
    • Zu einer starken industriellen Basis in Europa beitragen
      Das technologische Potenzial der europäischen Industrie wird nicht immer in vollem Umfang genutzt. Wenn die Länder Europas gemeinsam die Herausforderungen in den Bereichen Forschung, Regelung und Finanzierung angehen, lassen sich Synergien schaffen, mit deren Hilfe man Projekte in großem Maßstab verwirklichen und auf die Bedürfnisse der Gesellschaft besser eingehen kann. Darüber hinaus lassen sich mit einem finanziellen Beitrag des öffentlichen Sektors die nachhaltige Entwicklung von konkreten Produkten und Dienstleistungen fördern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf internationaler Ebene verstärken. Gute Beispiele für Partnerschaften sind das Projekt Galileo und der Mobilfunk.
  • MEHR UND BESSERE ARBEITSPLÄTZE SCHAFFEN
    Europa braucht mehr und bessere Arbeitsplätze. Dies wird in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht angesichts der demografischen Entwicklung, die ständig wachsenden Druck auf die Beschäftigungsergebnisse ausübt, absolut notwendig.
    • Mehr Menschen in das Erwerbsleben einbeziehen und die Sozialschutzsysteme modernisieren
      Die Mitgliedstaaten sind aufgerufen, für 2008 und 2010 Beschäftigungsquoten festzulegen und Maßnahmen zu beschließen, die in ihren nationalen Reformprogrammen durchzuführen sind. Die wirksamsten Instrumente können sie an Hand der integrierten Leitlinien für die Beschäftigung auswählen. Es geht darum, Anreize zu schaffen, damit mehr Menschen eine Beschäftigung aufnehmen und beibehalten: besondere Aufmerksamkeit gilt Jugendlichen und älteren Arbeitnehmern. In diesem Zusammenhang ist auch die Reform der Rentensysteme und der Systeme der Gesundheitsfürsorge vonnöten, um deren Zukunftsfähigkeit und einen sicheren Sozialschutz zu gewährleisten.
    • Zu einer starken industriellen Basis in Europa beitragen
      Volkswirtschaften in raschem Wandel erfordern ein erhöhtes Maß an Anpassungsfähigkeit der Arbeitskräfte, die in der Lage sein müssen, Qualifikationen zu entwickeln, um den Bedürfnissen von kräftig wachsenden Sektoren zu entsprechen. Mit dieser Flexibilität muss jedoch eine soziale Sicherung einhergehen, mit der auch Veränderungszeiträume abgedeckt werden. Die Systeme des Sozialschutzes bedürfen einer Modernisierung, damit sie neuen Herausforderungen begegnen können. Damit man den Bedürfnissen des Marktes besser entsprechen kann, ist die Beseitigung der Hindernisse, die der Mobilität der Arbeitskräfte entgegenstehen, unerlässlich.
    • Die Investitionen in Humankapital steigern durch Verbesserung von Bildung und Qualifizierung
      Der allgemeinen und beruflichen Bildung kommt in einer wissensbasierten Wirtschaft eine grundlegende Rolle zu, da sie als Grundlage für Wachstum und Beschäftigung dafür sorgt, dass hoch qualifizierte und anpassungsfähige Arbeitskräfte bereitstehen. Desgleichen verstärkt sie den sozialen Zusammenhalt und die aktive Staatsbürgerschaft. Der Zugang zur allgemeinen und beruflichen Bildung für jedermann müsste mittels des Europäischen Raums für allgemeine und berufliche Bildung und des lebenslangen Lernens gewährleistet werden, wobei dieser bis zum Jahr 2010 zu einem Bezugspunkt von Weltrang werden müsste.
    • Die Kohäsionspolitik der EU 2007-2013 und die Rolle der Strukturfonds und des Kohäsionsfondspolitique
      Die Prioritäten der Kohäsionspolitik werden in den strategischen Leitlinien der Gemeinschaft festgelegt. Diese strategischen Leitlinien umreißen die Bereiche, in denen die Kohäsionspolitik dazu beitragen kann, die Zielsetzungen der Lissabon-Strategie zu verwirklichen, und sie bestimmen auch die integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung. Auf diese Weise werden nationale Programme und Projekte, die in den Bereich der Strukturfonds und des Kohäsionsfonds fallen, auf die Ziele Wachstum, Beschäftigung, Innovation und wissensbasierte Wirtschaft sowie auf die Schaffung einer materiellen Infrastruktur ausgerichtet.

Siehe auch

  • Zusätzliche Informationen auf der Website der Europäischen Kommission: „Wachstum und Beschäftigung: Gemeinsam die Zukunft Europas gestalten".
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