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Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen: Fahrplan bis 2050

Die Kommission erläutert die wichtigsten Schritte, die zur Verringerung der Treibhausgasemissionen der Europäischen Union bis 2050 beitragen sollen. Der kosteneffiziente und allmähliche Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft soll durch Energieeffizienz, Innovation und erhöhte Investitionen erreicht werden.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 8. März 2011 „Fahrplan für den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaft bis 2050“ [KOM(2011) 112 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Die Europäische Union (EU) legt einen Fahrplan für die allmähliche Verringerung der Treibhausgase (THG) fest, damit die EU zu einer wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaft wird.

Dementsprechend hat sich die EU verpflichtet:

  • ihre internen THG-Emissionen bis 2020 um mindestens 20 % zu senken;
  • den Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix auf 20 % zu erhöhen;
  • bis 2020 eine Energieeffizienz von 20 % zu erreichen.

Darüber hinaus muss die EU darauf hinarbeiten, ihre internen THG-Emissionen bis 2030 um 40 % und bis 2050 um 80 % zu verringern. Diese Emissionsniveaus beziehen sich auf den Stand von 1990.

Innovation zur Verbesserung der Energieeffizienz

Dieser Fahrplan muss mit sektorspezifischen Strategien einhergehen, die die technologische Innovation fördern. Diese sektorspezifischen Strategien sollen insbesondere folgende Bereiche betreffen:

  • den Stromsektor, damit dieser sicherer, wettbewerbsfähiger und CO2-ärmer wird. Der Energiemix soll diversifiziert werden insbesondere durch Nutzung der Sonnenenergie;
  • die nachhaltige Mobilität vor allem durch optimale Nutzung der Transportnetze, energieeffiziente Fahrzeuge, Elektrifizierung und saubere Kraftstoffe auch für die Luftfahrt;
  • den Bausektor durch Verbesserung der Energiebilanz der Gebäude, um bis 2050 eine Verringerung der THG um 90 % in diesem Sektor zu erreichen;
  • die Industrie einschließlich energieintensiver Industriezweige. So könnten die Emissionen in diesem Sektor bis 2050 durch innovative ressourcenschonende Verfahren, Recycling oder CO2-Abscheidung in großem Umfang um 83 % bis 87 % gesenkt werden;
  • den Agrarsektor durch nachhaltige Landnutzung und die Verringerung der Emissionen, vor allem durch Boden- und Dungbewirtschaftung, den effizienten Einsatz von Düngemitteln, lokale Diversifizierung und Produktvermarktung sowie extensive Landwirtschaft.

In eine CO2-arme Zukunft investieren

Die Entwicklung CO2-armer Energieträger muss auf der Grundlage nachhaltiger und diversifizierter Finanzmittel erfolgen. Durch erhöhte Kapitalinvestitionen sollen:

  • die Infrastrukturen, die Netze und die Informations- und Kommunikationstechnologien ausgebaut werden;
  • die EU-internen Energiequellen diversifiziert und die Abhängigkeit der EU von der Einfuhr fossiler Brennstoffe verringert werden;
  • die Sektoren, die künftige Arbeitsplätze bieten, ausgebaut und die Arbeitnehmer geschult werden, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien und neuer Technologien sowie im Bausektor;
  • die Luftqualität verbessert werden, in dem die Luftschadstoffe kontrolliert und allmählich reduziert werden.

Internationale Zusammenarbeit

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kann durch eine Verringerung der weltweiten THG-Emissionen bis 2050 um 50 % der Temperaturanstieg auf weniger als 2° C begrenzt werden.

So verpflichtet sich die EU, deren Emissionen etwa 10 % der weltweiten THG-Emissionen ausmachen, ihre bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Klimawandels zu intensivieren. Ihre Maßnahmen sollen in den wichtigsten Wachstums- und Entwicklungssektoren insbesondere zu Innovation, Energieversorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit beitragen.

Hintergrund

Dieser Fahrplan berücksichtigt die Ziele des SET-Plans für die Entwicklung von Technologien mit geringen CO2 -Emissionen und des Systems für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten der EU.

Darüber hinaus steht er im Einklang mit der Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten und der Leitinitiative für Ressourceneffizienz der Strategie Europa 2020.

Letzte Änderung: 29.04.2011

Siehe auch

  • Website der Europäischen Kommission, Klimaschutz (EN)
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