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Eine Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer

Diese Initiative unterstützt die Verwirklichung des Ziels, in Europa bis 2020 eine Beschäftigungsquote von 75 % zu erreichen. Sie enthält eine Reihe von Leitaktionen und begleitenden Maßnahmen für besser funktionierende Arbeitsmärkte, für eine Steigerung des Kompetenzniveaus der Arbeitskräfte, höherwertige Arbeitsplätze und bessere Arbeitsbedingungen sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Rahmen der Strategie Europa 2020.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen – Eine Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten : Europas Beitrag zur Vollbeschäftigung [KOM(2010) 682 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Die Kommission legt eine Leitinitiative im Bereich Beteiligung am Arbeitsmarkt und Berufskompetenzen fest. Im Rahmen der Strategie Europa 2020 leistet diese Initiative einen wichtigen Beitrag zu den vereinten Bemühungen der Mitgliedstaaten, die Beschäftigungsquote für Frauen und Männer in der Altersgruppe der 20- bis 64jährigen bis 2020 auf 75 % zu erhöhen.

Das Erreichen dieses Ziels ist notwendig, um die Nachhaltigkeit der Sozialschutzsysteme, des Wirtschaftswachstums und der öffentlichen Finanzen in der EU sicherzustellen.

Besser funktionierende Arbeitsmärkte

Die Umsetzung der gemeinsamen Grundsätze für den Flexicurity-Ansatz trägt zum besseren Funktionieren der Arbeitsmärkte und zur Verringerung der strukturellen Arbeitslosigkeit bei. Die Flexicurity-Strategien müssen jedoch verstärkt werden, um die Fragmentierung des Arbeitsmarktes zu reduzieren und Übergänge zu begleiten.

Zu diesem Zweck misst diese Leitinitiative folgenden Maßnahmen besondere Bedeutung zu:

  • einem gemeinsamen Ansatz der EU-Institutionen, Mitgliedstaaten und Sozialpartner, um die Strategie und die Einführung der Flexicurity-Grundsätze zu stärken;
  • der Entwicklung der Kompetenzen von Arbeitnehmern während des gesamten Berufslebens, vor allem dank entsprechender Finanzierungen;
  • der Beteiligung der Sozialpartner auf europäischer Ebene.

Außerdem schlägt die Kommission vor, alle einschlägigen Akteure in die Überwachung und Governance der Flexicurity einzubeziehen, vor allem die öffentlichen und privaten Arbeitsverwaltungen, die Sozialpartner und die Organisationen der Zivilgesellschaft.

Kompetentere Arbeitskräfte

Die Kompetenzen der Arbeitskräfte müssen sich den Veränderungen der europäischen Gesellschaft anpassen, vor allem in den Bereichen Innovation, neue Technologien, Umwelt und Gesundheit. Die Bildungs- und Ausbildungssysteme müssen versuchen, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, durch eine bessere Zusammenarbeit mit den Unternehmen und durch verstärktes Anbieten von arbeitsbasiertem Lernen.

In diesem Zusammenhang empfiehlt die Kommission eine Reihe von Leitaktionen:

  • Erstellung eines Online-Kompetenzpanoramas; dieses Panorama soll einen Überblick über die Entwicklung und die Erfordernisse des Arbeitsmarktes in der EU geben;
  • Erstellung einer europäischen Klassifizierung für Fähigkeiten, Kompetenzen und Berufe (ESCO);
  • Reform des Systems zur Anerkennung von Berufsqualifikationen;
  • Vorbereitung einer Agenda für die Integration von Drittstaatsangehörigen, um ihre Kompetenzen und Ausbildung bestmöglich zu nutzen;
  • Förderung der geografischen Mobilität, vor allem durch eine bessere Umsetzung des Grundsatzes der Freizügigkeit der Arbeitnehmer in der EU.

Diese Maßnahmen müssen ergänzt werden durch eine Bewertung der Studienprogramme, der Beschäftigungsfähigkeit von Studenten und der Entwicklung bestimmter Berufssektoren sowie durch eine Unterstützung des informellen Lernens.

Höherwertige Arbeitsplätze und bessere Arbeitsbedingungen

Gute Arbeitsbedingungen sind eine Voraussetzung dafür, um das Potenzial der Arbeitnehmer voll nutzen zu können und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern.

Die Kommission schlägt daher vor, in diesem Zusammenhang vor allem folgende Bereiche zu überarbeiten:

  • die EU-Rechtsvorschriften in den Bereichen Beschäftigung, Gesundheit und soziale Sicherheit, Unterrichtung und Anhörung der Beschäftigten;
  • die Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2007-2012, um eine Follow-up-Strategie für den Zeitraum 2013-2020 vorschlagen zu können.

Das gemeinsame Vorgehen der Kommission, der Mitgliedstaaten und der Sozialpartner soll den Kampf gegen Schwarzarbeit und gegen die Diskriminierung in der Arbeitswelt unterstützen.

Schaffung neuer Arbeitsplätze

Die nationalen und europäischen Beschäftigungspolitiken müssen die Belange der Unternehmen gebührend berücksichtigen. Daher sollte Beschäftigungspolitik stets mit Maßnahmen zur Unterstützung des Unternehmertums und der Schaffung innovativer Unternehmen einhergehen.

Um günstige Bedingungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen zu schaffen, schlägt die Kommission vor, Leitprinzipien zu verabschieden, um die Rechts- und Verwaltungsverfahren bei der Einstellung und Entlassung von Personal, bei der Gründung neuer Unternehmen und in Bezug auf die Selbstständigkeit zu vereinfachen, die Lohnnebenkosten zu senken und informelle oder Schwarzarbeit zu bekämpfen.

Darüber hinaus müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Gründung und das Management von Unternehmen zu unterstützen, vor allem der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die immerhin 99 % der Unternehmen in der EU stellen.

Letzte Änderung: 05.04.2011
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