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Mobilität junger Freiwilliger

Mit dieser Empfehlung regt der Rat die Mitgliedstaaten an, die grenzüberschreitende Mobilität junger Freiwilliger zu fördern. Sie bietet den Mitgliedstaaten einen Rahmen zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit, innerhalb dessen neue Mobilitätsmöglichkeiten geschaffen werden können.

RECHTSAKT

Empfehlung des Rates vom 20. November 2008 über die Mobilität junger Freiwilliger innerhalb der Europäischen Union [Amtsblatt C 319 vom 13.12.2008].

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Empfehlung bietet einen Rahmen zur Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten, auf dessen Grundlage die grenzüberschreitende Mobilität junger Freiwilliger verstärkt werden kann. Dies geschieht unter Wahrung der Vielfalt der nationalen Freiwilligenprogramme.

Der Rat hat die grenzüberschreitende Freiwilligentätigkeit wie folgt definiert: „Sie steht allen jungen Menschen offen, sie wird aus freien Stücken, im Interesse der Allgemeinheit, über einen längeren Zeitraum, in einem genau festgelegten Rahmen und in einem anderen als dem Herkunftsland geleistet, sie ist unbezahlt oder wird durch eine symbolische Bezahlung und/oder Kostenerstattung abgegolten.“ Freiwilligentätigkeiten sind eine Erfahrung in einem nicht formalen Bildungskontext und informellen Lernumfeld, durch die junge Menschen ihre beruflichen und sozialen Fähigkeiten und Kompetenzen erweitern können. Diese Aktivitäten verbessern somit deren Beschäftigungsfähigkeit und aktiven Bürgersinn, während sie gleichzeitig den lokalen Gemeinschaften zugute kommen und den sozialen Zusammenhalt fördern.

Mit dieser Empfehlung regt der Rat die Mitgliedstaaten an, die Zusammenarbeit zwischen Freiwilligenorganisationen und den an der Organisation von Freiwilligenaktionen beteiligten staatlichen Stellen zu verstärken, um die Mobilität junger Freiwilliger in Europa zu fördern. Zu diesem Zweck sind die Mitgliedstaaten aufgefordert, Anstrengungen zu ergreifen, um:

  • die Weiterverbreitung von Informationen über nationale Freiwilligentätigkeiten zu fördern;
  • den Zugang der Stakeholder zu Informationen über grenzüberschreitende Freiwilligenaktivitäten zu erleichtern und Informationen über diesbezügliche Rechte und Möglichkeiten bereitzustellen;
  • den Zugang junger Freiwilliger zu grenzüberschreitenden Freiwilligentätigkeiten zu erleichtern, insbesondere durch eine Vereinfachung der erforderlichen Verfahren;
  • Möglichkeiten für grenzüberschreitende Freiwilligentätigkeiten durch Wahl eines flexiblen Ansatzes zu entwickeln, der Aspekte wie Aufnahmekapazität, Einrichtung von Kontaktstellen für Freiwillige, Nutzung bestehender europäischer Mobilitätsmechanismen, Mobilität von Jugendarbeitern und Schulung jener, die in der Jugendarbeit tätig sind, berücksichtigt;
  • die Entwicklung interkultureller Fähigkeiten und das Erlernen von Fremdsprachen als Mittel zur Erleichterung der grenzüberschreitenden Mobilität zu fördern;
  • die Entwicklung von Selbstbewertungsinstrumenten zu unterstützen, mit denen Freiwilligenorganisationen die Qualität ihrer grenzüberschreitenden Tätigkeiten gewährleisten können;
  • Informationen auszutauschen und miteinander zusammenzuarbeiten, um den sozialen und rechtlichen Schutz von Freiwilligen zu gewährleisten;
  • auf die Anerkennung der bei Freiwilligentätigkeiten erreichten Lernergebnisse durch Nutzung der nationalen und europaweiten Qualifikationssysteme hinzuwirken;
  • die Beteiligung benachteiligter junger Menschen an grenzüberschreitenden Freiwilligentätigkeiten zu erleichtern.

Die Kommission ist bestrebt, diesbezügliche Maßnahmen von Mitgliedstaaten zu unterstützen. Hierzu wird sie den EU-Rahmen für die Zusammenarbeit im Jugendbereich, die offene Koordinierungsmethode sowie den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) als Teil des Programms „Jugend in Aktion“ verwenden. Die Kommission wird Möglichkeiten für den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Freiwilligenorganisationen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit entwickeln. Ferner wird sie ein europäisches Internetportal für Freiwilligentätigkeiten zur Weiterverbreitung von Informationen an alle Stakeholder errichten.

Hintergrund

Die gemeinsamen Zielsetzungen für die Freiwilligentätigkeit von jungen Menschen und deren Umsetzung auf nationaler Ebene wurden in der Entschließung vom 15. November 2004 über gemeinsame Zielsetzungen für die Freiwilligentätigkeit von Jugendlichen und in der Entschließung zu deren Umsetzung vom 16. November 2007 benannt. Darin wurden die Mitgliedstaaten zudem ersucht, Maßnahmen zur Messung des in der Praxis erzielten Fortschritts zu entwickeln. In der Entschließung von 2007 wurde die Kommission außerdem aufgefordert, weitere Vorschläge zur Förderung und Anerkennung der Freiwilligentätigkeit von jungen Menschen vorzulegen.

Letzte Änderung: 24.02.2009

Siehe auch

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Generaldirektion „Bildung und Kultur“ der Europäischen Kommission zum Thema Freiwilliges Engagement.

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