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Modernisierung der Hochschulen

Die Kommission stellt ein Programm zur Modernisierung der Hochschulsysteme vor, damit diese besser zur Umsetzung der Ziele der Strategie Europa 2020 beitragen können.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 20. September 2011: Wachstum und Beschäftigung unterstützen – eine Agenda für die Modernisierung von Europas Hochschulsystemen [KOM(2011) 567 – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Mit der Strategie Europa 2020, dem Aktionsplan der Europäischen Union (EU) für Wachstum in den kommenden zehn Jahren, wird dem Wissen eine wichtige Rolle bei den Bemühungen um ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum zugewiesen. Denn die EU braucht mehr hochqualifizierte, kompetente und innovative Menschen, um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können. Den Hochschulen kommt also eine wesentliche Rolle zu.

Bei den Investitionen in den Hochschulbereich und bei der Anzahl der Forscher/innen hinkt Europa jedoch hinterher. Um dies zu ändern, legt die Kommission einen Überblick über die wichtigsten Ziele vor, die die Mitgliedstaaten und die Hochschulen erreichen müssen, sowie über die Maßnahmen, die die EU unternehmen wird, um sie dabei zu unterstützen.

Nationale Ziele

Die Reformen müssen von den Mitgliedstaaten und den Hochschulen selbst durchgeführt werden. Die Kommission legt mehrere Ziele sowie die Mittel fest, mit denen sie erreicht werden können.

  • Anhebung des Bildungsgrads: Ein Ziel der Strategie Europa 2020 ist, dass bis 2020 40 % der Jugendlichen ein Hochschulstudium oder eine vergleichbare Ausbildung abschließen sollten. Dazu ist es erforderlich, die Hochschulbildung für mehr Menschen attraktiv zu machen, insbesondere durch die Sensibilisierung von Schülern aus benachteiligten Gruppen und Erwachsenen. Um die Zahl der Forschenden zu erhöhen, müssen Angebote zu Berufswegen außerhalb der akademischen Welt entwickelt und die Barrieren, mit denen Frauen in diesem Beruf konfrontiert sind, abgebaut werden.
  • Verbesserung der Qualität und Relevanz der Hochschulbildung: Die Studienpläne, auch die für die Ausbildung der Forschenden, müssen besser auf die derzeitigen Bedürfnisse des Arbeitsmarkts abgestimmt werden. Die neuen Technologien müssen dazu genutzt werden, wirksamere Forschungsmethoden sowie flexiblere und individuellere Lehrmethoden (zum Beispiel E-Learning) zu entwickeln. Bessere Arbeitsbedingungen sowie Weiterbildungsangebote sind erforderlich, damit die EU Spitzenlehrkräfte hervorbringen und halten kann.
  • Förderung der Mobilität und grenzübergreifenden Zusammenarbeit: Die Zahl der Studierenden, die einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren, soll sich bis 2020 verdoppeln. Dazu muss die Mobilität systematischer in die Studienpläne eingebaut und die Barrieren, die die Mobilität behindern, wie die Schwierigkeiten bei der Anerkennung der Studienabschlüsse oder der Leistungspunkte oder bei der Mitnahme von Stipendien, müssen abgebaut werden.
  • Verknüpfung von Hochschulbildung, Forschung und Wirtschaft: Die Partnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen müssen unterstützt werden. Zudem ist es wichtig, dass die Hochschulen Forschungsergebnisse und Innovationen in ihr Bildungsangebot integrieren und dass sie unternehmerische, kreative und innovationsorientierte Kompetenzen fördern.
  • Verbesserung von Steuerung und Finanzierung: Die Investitionen in den Hochschulbereich müssen erhöht und die Geldquellen diversifiziert werden, indem stärker auf private Mittel zurückgegriffen werden soll. Außerdem müssen die Finanzierungssysteme flexibler sein und es den Einrichtungen ermöglichen, ihre strategische Ausrichtung selbst zu bestimmen. Sie müssen zudem leistungsorientiert sein, so dass ein Wettbewerbselement eingeführt wird.

Beitrag der EU

Die Union möchte die Bemühungen der nationalen Behörden und Einrichtungen durch das Monitoring der Strategie 2020 fördern sowie sicherstellen, dass ihr Finanzrahmen für den Zeitraum 2014-2020 es den verschiedenen betroffenen Politikbereichen ermöglicht, die Modernisierung im Hochschulbereich zu unterstützen.

Die Kommission selbst wird eine Reihe von Maßnahmen ergreifen. Sie wird insbesondere:

  • ein leistungsbasiertes Rankingtool auf den Weg bringen, das fünf Bereiche berücksichtigt und es den Studierenden ermöglichen wird, Entscheidungen gut informiert zu treffen;
  • die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen durch Stärkung des Europäischen Systems zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS) verbessern;
  • eine europäische Bürgschaftsfazilität für Studiendarlehen zugunsten von Studierenden, die ihren Masterabschluss in einem anderen Mitgliedstaat machen, entwickeln;
  • eine strategische Innovationsagenda annehmen;
  • einen Qualitätsrahmen für Praktika und eine einheitliche, zentralisierte Plattform für Praktikumsangebote in Europa vorschlagen;
  • zum Thema Hochschulbildung Beziehungen zu Drittländern aufbauen;
  • Änderungen der Richtlinien über Studierende und Forscher vorschlagen, um die EU für Letztere attraktiver zu machen;
  • eine hochrangige Gruppe zum Thema Modernisierung des Hochschulbereichs einsetzen.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Empfehlung des Rates vom 28. Juni 2011 für politische Strategien zur Senkung der Schulabbrecherquote [ABl. C 191 vom 1.7.2011].

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen vom 31. Januar 2011: Die Bekämpfung des Schulabbruchs: ein wichtiger Beitrag zur Agenda Europa 2020 [KOM(2011) 18 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

Letzte Änderung: 29.11.2011
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