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Verbesserung der Qualität der Lehrerausbildung

Die Kommission erstellt eine Bestandsaufnahme zur Lehrerbildung in der Europäischen Union (EU) und gibt Anregungen für eine Verbesserung der bestehenden Systeme. Ziel ist es, eine hochwertige Unterrichtsversorgung sicherzustellen, die den Herausforderungen unserer Zeit besser gerecht wird und sich stärker an der Wissensgesellschaft orientiert.

RECHTSAKT

Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament vom 3. August 2007 „Verbesserung der Qualität der Lehrerbildung" [KOM(2007) 392 endg. - Nicht im Amtsblatt veröffentlicht]

ZUSAMMENFASSUNG

Die Unterrichtsqualität hat maßgeblichen Einfluss darauf, ob die Lissabon-Ziele für sozialen Zusammenhalt, Wachstum und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden.

Die Lehrkräfte müssen in der Lage sein, eine hochwertige Unterrichtsversorgung sicherzustellen, denn nur so können sich die Bürger der Europäischen Union das Wissen und die Fähigkeiten aneignen, die sie für ihr Privatleben und den beruflichen Alltag brauchen.

Erforderliche Fähigkeiten

Dennoch sind die Ausgaben für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften immer noch unzureichend. In keinem Mitgliedstaat werden mehr als fünf Tage Fortbildung jährlich angeboten. Obwohl in 11 Mitgliedstaaten entsprechende Fortbildungsmaßnahmen vorgeschrieben sind, nehmen zu wenige Lehrkräfte daran teil, um sich berufsbegleitend ständig weiterzubilden.

In den bestehenden Lehrerbildungssystemen der Mitgliedstaaten wird der Erwerb neuer pädagogischer Fähigkeiten nicht gefördert, um mit der Entwicklung im Bildungswesen und der Gesellschaft überhaupt Schritt halten zu können.

Zwar sollen die Lehrkräfte Grundkenntnisse vermitteln, doch man verlangt von ihnen u. a. auch, dass sie

  • sich auf die besonderen Bedürfnisse jedes einzelnen Lernenden einstellen,
  • die Entwicklung junger Menschen zu eigenständigen lebenslang Lernenden unterstützen,
  • allen jungen Menschen dabei helfen, die Schlüsselkompetenzen zu erwerben,
  • die Unterrichtsgestaltung auf eine multikulturelle Umgebung abstimmen,
  • mit den neuen Technologien umgehen können.

Gemeinsamer Handlungsrahmen

Für den Lehrerberuf gelten überall in der EU gemeinsame Merkmale. Daher können all jene Kompetenzen, die die Lehrkräfte brauchen, in gegenseitiger Abstimmung und auf der Grundlage bestimmter Grundsätze festgelegt werden.

Ausgehend von dieser Feststellung schlägt die Kommission den Mitgliedstaaten ein ganzes Bündel von Leitlinien als Ansatzpunkt für Maßnahmen vor, die

  • sicherstellen, dass die Erstausbildung und die berufliche Weiterbildung von Lehrkräften auf koordinierte und kohärente Weise erfolgen und dass hierfür entsprechende Mittel bereitgestellt werden,
  • gewährleisten, dass alle Lehrkräfte über das gesamte Spektrum an Wissen, Einstellungen und pädagogischen Fähigkeiten verfügen, die sie benötigen, um den Jugendlichen zu helfen, ihre Fähigkeiten gezielt zu nutzen,
  • den Status und die Anerkennung des Lehrerberufs fördern,
  • neue Studiengänge für die Lehrerbildung in den Master- und Doktoratszyklen (auch im Bachelor-Zyklus) schaffen,
  • Anreize für eine Kultur der reflexiven Praxis und Forschung innerhalb des Lehrerberufs bieten,
  • eine Prüfung ermöglichen, ob das geforderte Qualifikationsniveau und der Umfang an praktischen Erfahrungen für den Lehrerberuf nicht angehoben werden sollten.

Zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Reform ihrer Lehrerbildungssysteme strebt die Kommission folgende Vorgehensweise an:

  • dafür sorgen, dass die Bemühungen der Mitgliedstaaten zur Verbesserung von Organisation und Inhalten der Lehrerbildung durch die eigenen Aktionsprogramme unterstützt werden,
  • entsprechende Indikatoren hierfür entwickeln,
  • zur Gewinnung und Verbreitung neuer Erkenntnisse im Bereich Unterrichtsgestaltung wie auch in der Lehrwissenschaft und Lehrerbildung beitragen.

Die Kommission möchte die Fortschritte bei der Qualität der Lehrerbildung im Rahmen des Programms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010" erfassen.

Hintergrund

Das Programm für Lebenslanges Lernen (2007-2013) bietet den Lehrkräften Anreize für mehr Mobilität (Programme Sokrates und Leonardo da Vinci) und fördert die Durchführung von Kooperationsprojekten zwischen Lehrerbildungseinrichtungen.

 
Letzte Änderung: 10.01.2008
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