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Entwicklung von Statistiken über allgemeine Bildung und lebenslanges Lernen

Diese Verordnung soll einen gemeinsamen Rahmen für statistische Standards zur Erstellung harmonisierter Daten im Bereich der Bildung und des lebenslangen Lernens schaffen.

RECHTSAKT

Verordnung (EG) Nr. 452/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2008 über die Erstellung und die Entwicklung von Statistiken über Bildung und lebenslanges Lernen.

ZUSAMMMENFASSUNG

Für die Entwicklung von Strategien im Bereich der Bildung und des lebenslangen Lernens und für die Beobachtung der Umsetzung dieser Strategien ist die Erhebung vergleichbarer statistischer Daten von größter Bedeutung. Es ist auch wichtig, dass die Erhebung statistischer Daten auf der Grundlage eines Rahmens kohärenter Konzepte erfolgt. Daher ist die Einrichtung eines integrierten statistischen Informationssystems zur allgemeinen und beruflichen Bildung und zum lebenslangen Lernen auf Unionsebene erforderlich.

BEREICHE

Diese Verordnung betrifft die Erstellung von EU-Statistiken zu Bildung und lebenslangem Lernen und erstreckt sich auf die folgenden Bereiche:

Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung

Vergleichbare Daten sind vor allem zur Beteiligung an und zum Abschluss von Bildungsprogrammen sowie zu den Kosten und den für die allgemeine und berufliche Bildung genutzten Ressourcen zu erheben. Die Daten erfassen alle inländischen Bildungstätigkeiten und schließen Schüler und Studenten aller Arten und Altersklassen ein. Außerdem werden auf ihrer Grundlage Indikatoren für die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung berechnet. Die EU-Mitgliedstaaten haben die in diesen Bereich fallenden Daten jährlich zu übermitteln.

Beteiligung von Erwachsenen am lebenslangen Lernen

Die vergleichbaren Daten, die über die Beteiligung bzw. Nichtbeteiligung Erwachsener am lebenslangen Lernen erhoben werden, beziehen sich auf Personen aus der Altersgruppe der 25- bis 64-Jährigen. Die zusätzliche Erhebung von Daten über die Beteiligung an sozialen und kulturellen Tätigkeiten erfolgt nur auf freiwilliger Basis. Die Daten für diesen Bereich sind alle fünf Jahre zu erheben, wobei das erste Jahr frühestens 2010 ist.

Sonstige Statistiken über Bildung und lebenslanges Lernen

Dieser Bereich betrifft vergleichbare Daten zur Unterstützung besonderer EU-Strategien, die nicht unter die beiden obigen Bereiche fallen. Dazu gehören z. B. Statistiken über Humankapital oder über den sozialen und wirtschaftlichen Nutzen der Bildung. Diese Daten werden aus vorhandenen Datenquellen der EU gewonnen.

STATISTISCHE MASSNAHMEN

EU-Statistiken werden mithilfe statistischer Einzelmaßnahmen erstellt. Dazu gehören

  • für die ersten beiden Bereiche die regelmäßige und fristgerechte Bereitstellung von Statistiken durch die EU-Mitgliedstaaten;
  • im dritten Bereich die Erlangung zusätzlicher Variablen und Indikatoren durch sonstige statistische Informationssysteme und Erhebungen;
  • die Entwicklung, Verbesserung und Aktualisierung von Standards und Handbüchern, die den Rahmen, die Konzepte und die Methoden festlegen;
  • im Zusammenhang mit dem Qualitätsrahmen die Verbesserung der Datenqualität.

Die Kommission berücksichtigt die bestehenden Kapazitäten der EU-Mitgliedstaaten für die oben genannten Maßnahmen. Wenn möglich werden bei den erhobenen Daten regionale und geschlechtsbezogene Aspekte beachtet.

Die Kommission (Eurostat) wird sich gegebenenfalls bemühen, mit dem Statistischen Institut der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und anderen internationalen Organisationen zusammenzuarbeiten, um auf internationaler Ebene die Vergleichbarkeit der Daten sicherzustellen und doppelte Daten zu vermeiden.

Wenn ein neuer Datenbedarf entsteht oder wenn die Qualität der Daten unzureichend ist, leitet die Kommission vor der eigentlichen Datenerhebung zunächst freiwillige Pilotuntersuchungen ein, die von den EU-Mitgliedstaaten durchgeführt werden.

DURCHFÜHRUNGSMASSNAHMEN

Um die Verordnung zu ergänzen, werden ihre nicht wesentlichen Bestimmungen durch gewisse zusätzliche Durchführungsmaßnahmen geändert. Dazu gehören Maßnahmen, die der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung bei der Erhebung, Übermittlung und Verarbeitung der Daten Rechnung tragen. Sollte aufgrund dieser Maßnahmen ein Bedarf für zusätzliche Datensammlungen entstehen, so werden alle Beschlüsse erst nach Durchführung einer Kosten-Nutzen-Analyse gefasst.

Gegebenenfalls werden den EU-Mitgliedstaaten begrenzte Ausnahmeregelungen und Übergangszeiten gewährt, sofern eine objektiv begründete Notwendigkeit besteht.

Der Ausschuss für das Statistische Programm unterstützt die Kommission bei ihren Aufgaben bezüglich der Erstellung und Entwicklung von Statistiken über Bildung und lebenslanges Lernen.

BEZUG

RechtsaktDatum des InkrafttretensTermin für die Umsetzung in den MitgliedstaatenAmtsblatt
Verordnung (EG) Nr. 452/2008

24.6.2008

-

ABl. L 145 vom 4.6.2008

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Verordnung (EU) Nr. 88/2011 der Kommission vom 2. Februar 2011 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 452/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Erstellung und die Entwicklung von Statistiken über Bildung und lebenslanges Lernen im Hinblick auf Statistiken über die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung [Amtsblatt L 29 vom 3.2.2011].

Beschluss 2010/786/EU der Kommission vom 17. Dezember 2010 über Ausnahmeregelungen für Belgien, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Ungarn, Malta, Polen, Portugal, Finnland und das Vereinigte Königreich in Bezug auf die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 452/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Erstellung und die Entwicklung von Statistiken über Bildung und lebenslanges Lernen [Amtsblatt L 335 vom 18.12.2010].

Verordnung (EU) Nr. 823/2010 vom 17. September 2010 zur Durchführung der Verordnung (EG) No 452/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Erstellung und die Entwicklung von Statistiken über Bildung und lebenslanges Lernen im Hinblick auf Statistiken über die Beteiligung Erwachsener am lebenslangen Lernen [Amtsblatt L 246 vom 18.9.2010].
Diese Verordnung legt die Schritte zur Durchführung statistischer Einzelmaßnahmen zur Erstellung von Statistiken über die Beteiligung Erwachsener am lebenslangen Lernen fest.
Die erste Erhebung über die Erwachsenenbildung umfasst die Beteiligung Erwachsener an allgemeiner und beruflicher Bildung im Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 und alle damit zusammenhängenden Aspekte wie etwa Schwierigkeiten. Die Daten werden erstmals zwischen dem 1. Juli 2011 und 30. Juni 2012 und anschließend alle fünf Jahre erhoben. Die Erhebung umfasst die Altersklassen 25-64, obwohl die Altersgruppen der 18-24-jährigen und der 65-69-jährigen auch abgedeckt werden können.
In enger Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten erstellt die Kommission ein „Handbuch zur Erhebung über die Erwachsenenbildung“, um ein hohes Maß an Harmonisierung der Erhebungsergebnisse zu erreichen.
Die Verordnung legt Mindestanforderungen fest, um eine hohe Qualität der übermittelten Daten sicherzustellen. In ihren Anhängen werden die Variablen zu den Erhebungsthemen sowie die Stichprobengröße und Genauigkeitsanforderungen festgelegt. Die EU-Mitgliedstaaten müssen der Kommission Qualitätsberichte über die Erhebung vorlegen. Auch hierzu werden die Qualitätsanforderungen im Anhang der Verordnung festgelegt.

Letzte Änderung: 03.03.2011
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