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Indikatoren für die Qualität der schulischen Bildung

Hauptziel dieses Berichts ist die Vereinbarung einer Reihe von Indikatoren für die Qualität der Schulbildung, die die Bewertung der Systeme auf nationaler Ebene erleichtern sollen. Die Indikatoren können verwendet werden, um Fragen zu ermitteln, auf die näher eingegangen werden sollte, und ermöglichen so den Mitgliedstaaten der Union, voneinander zu lernen, indem sie ihre Ergebnisse vergleichen.

RECHTSAKT

Bericht vom Mai 2000 über die Qualität der schulischen Bildung in Europa: Sechzehn Qualitätsindikatoren - Bericht auf der Grundlage der Ergebnisse der Arbeitsausschusses „Qualitätsindikatoren" [Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

ZUSAMMENFASSUNG

Dieser Bericht wurde von Sachverständigen ausgearbeitet, die von den Bildungsministerien der 26 an den Arbeiten des Arbeitsausschusses „Qualitätsindikatoren" beteiligten Länder bestellt wurden.

Herausforderungen an die Bildungsqualität in Europa

Anhand der in diesem Bericht verwendeten Indikatoren und Benchmarks lassen sich die fünf folgenden Herausforderungen feststellen:

  • die Herausforderung des Wissens
  • die Herausforderung der Dezentralisierung
  • die Herausforderung der Ressourcen
  • die Herausforderung der sozialen Integration
  • die Herausforderung der Daten und der Vergleichbarkeit

Auf Ebene der Europäischen Union stehen wir vor allem vor der Herausforderung, jedem europäischen Bürger ein hohes Bildungsniveau zu vermitteln.

Die vier bewerteten Themenbereiche

Der Arbeitsausschuss schlägt eine begrenzte Anzahl von 16 Indikatoren vor, die sich auf folgende Themenbereiche beziehen:

  • Kenntnisstand in den Bereichen Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Fremdsprachen, Fähigkeit „zu lernen, wie man lernt", und Staatsbürgerkunde;
  • Erfolg und Übergang: Diese Indikatoren geben Auskunft über das erreichte Bildungsniveau, und zwar durch Untersuchung der schulischen Abbrecherquoten, des Abschlusses der Sekundarstufe II und der Teilnahme am tertiären Bildungsweg;
  • Monitoring der schulischen Bildung: In diesem Bereich wird die Mitwirkung der betroffenen Akteure an den Schulsystemen anhand einer Evaluierung und Steuerung der schulischen Bildung sowie einer Evaluierung der elterlichen Mitwirkung festgestellt;
  • Ressourcen und Strukturen: Dieser Indikator betrifft insbesondere die Ausgaben für Bildungszwecke pro Schüler, die Bildung und Ausbildung von Lehrern, die Teilnahmequoten an der Vorschulerziehung und die Zahl der Schüler pro Computer.

Im vorliegenden Bericht werden die verfügbaren Daten für die jeweiligen Indikatoren analysiert (veranschaulicht durch Schaubilder und Tabellen) und gemeinsame Elemente aller Mitgliedstaaten ermittelt, es werden wichtige politische Fragen zur Diskussion gestellt und Beispiele guter Verfahrensweisen angeführt.

DIE SECHSZEHN INDIKATOREN IM EINZELNEN

Mathematik

Solide Grundlagen in Mathematik zur Förderung der analytischen, logischen und argumentativen Fähigkeiten sind ein zentraler Bestandteil des Lehrplans. Gleichwohl ist aus den verfügbaren Daten ersichtlich, dass abhängig von den jeweiligen Prioritäten der Lehrpläne nach wie vor beträchtliche Unterschiede bestehen, z. B. bei Geometrie und Algebra.

Größte Herausforderungen im Bereich der Mathematik: Entwicklung von Unterrichtsmethoden, die gewährleisten, dass Schüler eine positive Haltung zur Mathematik haben; Ermutigung der Schüler, ihre einschlägigen Kenntnisse zu entwickeln und zu pflegen; ggf. Definition der mathematischen Fähigkeiten und Kompetenzen, die alle europäischen Bürger besitzen sollten und die von zentraler Bedeutung für sie sind.

Unter den guten Verfahrensweisen sei insbesondere auf Zypern, Frankreich und Deutschland verwiesen: Zypern hat Mathematikwettbewerbe für Schüler aller Altersklassen ausgeschrieben, Frankreich hat ein nationales Observatorium für den Mathematikunterricht eingerichtet und Deutschland hat hilfreiche Unterlagen für Mathematiklehrer zusammengestellt.

Lesen

Die Fähigkeit, Texte zu lesen und zu verstehen, ist eine elementare Voraussetzung für die Erweiterung des Wissens, die persönliche Entfaltung und die soziale Integration des Einzelnen. Aus dem Bericht geht hervor, dass das häusliche Umfeld und einige Merkmale der Schüler, wie z. B. das Geschlecht, eine wichtige Rolle spielen.

Einige Fragen bleiben zu klären: Wie könnte man den Zugang zu Büchern in Sekundarschulen, in öffentlichen Büchereien und in Buchhandlungen verbessern? Wie können die Eltern zur Mitwirkung an der Bildung ihrer Kinder ermutigt werden? Wie kann das Interesse der Jugendlichen am Lesen geweckt werden (z. B. Werbung, Fernsehen, CD-ROM)?

Unter den Beispielen für nationale Initiativen sind u. a. Deutschland und Schweden aufgeführt. In Deutschland erhalten Schüler unentgeltlich nationale Tageszeitungen, deren Inhalt systematisch im Unterricht behandelt wird. Auch die Erfahrungen in Schweden sind von Interesse: Hier werden die Eltern 10- bis 12-jähriger Kinder angeregt, täglich eine halbe Stunde auf die Lektüre eines guten Buches mit ihrem Kind zu verwenden.

Naturwissenschaften

Naturwissenschaften geben den Schülern das Rüstzeug für Analysen, Untersuchungen und Experimente: unverzichtbare Fähigkeiten für den technologischen Fortschritt. Der Bericht verdeutlicht das Vorhandensein erheblicher Unterschiede bei den wissenschaftlichen Kenntnissen und untersucht die Bedeutung verschiedener Faktoren, wie z. B. Motivation, Geschlecht, methodische Verfahrensweisen, Status der naturwissenschaftlichen Studiengänge und Berufe usw.

Der Bericht spricht Aspekte an, die in diesem Zusammenhang diskutiert werden sollten, und zwar: Die Ermutigung aller Schüler, ausreichendes Interesse an den Naturwissenschaften zu entwickeln, und die Förderung des Lernens mit Hilfe effizienterer Methoden, gestützt auf praktische Experimente.

Unter den guten Verfahrensweisen nennt der Bericht die Initiative „Schola Ludus" der Slowakischen Republik, bei der der naturwissenschaftliche Unterricht durch eine interaktive Wanderausstellung gefördert wird, sowie die europäische Initiative zur Rolle der Frau in der Wissenschaft, bei der die Geschichte der Wissenschaft anhand der Errungenschaften von Frauen vorgestellt wird.

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)

Die IKT spielt eine zunehmende Rolle im täglichen Leben, indem sie eine neue Art des Lernens, Lebens, Arbeitens, Konsumierens und der Freizeitbeschäftigung ermöglicht.

Trotz bestehender Ungleichheiten hinsichtlich der Rolle der IKT in den Lehrplänen (in einigen Ländern wird die IKT als Hilfsmittel angesehen, in anderen als gesondertes Fach) beabsichtigen die meisten Länder, die Nutzung der IKT auszuweiten.

Es bleibt u. a. zu klären, wie die Nutzung der IKT durch alle Personengruppen, auch die am stärksten benachteiligten und verletzlichen Teile der Bevölkerung, erreicht und wie die Weiterbildung der Lehrer aller Fächer in den erforderlichen Fähigkeiten gefördert werden kann.

Der Präzedenzfall Islands, das alle Oberstufenschüler mit eigenen Laptops ausstattet, stellt ein Vorbild dar, dem alle anderen europäischen Länder folgen sollten. Auf europäischer Ebene wird die Nutzung der IKT durch die Initiativen eEurope und eLearning unterstützt.

Fremdsprachen

Die Beherrschung mehrerer Gemeinschaftssprachen ist zu einer unverzichtbaren Voraussetzung für alle EU-Bürger geworden, die die beruflichen und privaten Möglichkeiten nutzen wollen, die ihnen der Binnenmarktes bietet.

Aus den verfügbaren Daten lässt sich schließen, dass offensichtlich ein Zusammenhang zwischen der offiziellen Sprache des Landes und der Fähigkeit Jugendlicher, eine andere Sprache zu sprechen, besteht: in Ländern, deren Sprachen wenig verbreitet sind (Dänemark, Schweden usw.), ist man eher bereit, eine andere Sprache zu lernen, als in Ländern, deren Sprachen weit verbreitet sind (Frankreich, Spanien usw.). Auch soziale und kulturelle Faktoren spielen hierbei eine wichtige Rolle. Die Motivation Jugendlicher zum Erlernen von Fremdsprachen und die Entwicklung von Methoden zur Förderung des Selbstvertrauens der Schüler bei der Kommunikation in einer Fremdsprache - dies sind nach wie vor große Herausforderungen. In Belgien bietet das Bildungsministerium Kurse in 18 europäischen und nichteuropäischen Sprachen an. Auf europäischer Ebene soll das Gütezeichen dazu beitragen, das Interesse am Erlernen von Fremdsprachen zu erhöhen, indem es innovative Sprachlehrgänge besonders hervorhebt.

Die Fähigkeit zu lernen, wie man lernt

Die Fähigkeit, sein Leben lang zu lernen, ist eine Vorbedingung für den Erfolg in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft. Wer effizient lernt, weiß, wie man lernt, und verfügt über ein Repertoire von Hilfsmitteln und Strategien, das diesem Zweck dient.

Bislang liegen noch keine Daten auf europäischer Ebene vor, obgleich einige Mitgliedstaaten bereits Methoden mit dem Ziel entwickelt haben, schulischen Erfolg oder Misserfolg zu verstehen. Es geht darum, die Fähigkeit zu lernen, wie man lernt, zu einer politischen Priorität zu erheben, um eine entsprechende Anpassung der Lehrpläne und Förderung der Weiterbildung der Lehrer zu bewirken.

Staatsbürgerkunde

Die Vorbereitung der Jugendlichen auf eine aktive Staatsbürgerschaft umfasst auch die Vermittlung einer zivilgesellschaftlichen Kultur auf der Grundlage der Prinzipien der Demokratie, der Gleichheit und der Freiheit, aber auch der Anerkennung der Rechte und Pflichten. Gemäß dem Bericht besteht die Schwierigkeit insbesondere darin, die soziale und kulturelle Vielfalt zu fördern und die Lehrer dafür zu sensibilisieren, dass sie für die Entwicklung ihrer Schüler zu Staatsbürgern eine wichtige Rolle spielen.

In Griechenland kommen jedes Jahr ausgewählte Oberschüler im Parlament zusammen und diskutieren über aktuelle Angelegenheiten. In Italien wurde in allen Schulen ein Statut mit Rechten und Pflichten der Schüler eingeführt.

Abbrecherquoten

Häufig verfügen diejenigen, die den formalen Bildungsgang abbrechen, weder über grundlegende Fähigkeiten noch berufliche Ausbildung und haben es deshalb schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Da diese Personen in der Regel wenig bereit sind, eine Strategie des lebenslangen Lernens zu verfolgen, sind sie ganz besonders von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht.

Der Bericht unterstreicht, dass die beträchtlichen Unterschiede zwischen den Ländern nicht nur auf Unterschiede zwischen den Bildungssystemen, sondern auch auf sozioökonomische Ungleichheiten zurückzuführen sind. In Deutschland beispielsweise gibt es das „Duale System", bei dem Schüler in einem Betrieb zur Lehre gehen und zeitweilig eine Berufsschule besuchen. Ein solches System ermöglicht, eine berufliche Qualifikation zu erlangen. Auf der anderen Seite können die Abbrecherquoten mit wirtschaftlichen Faktoren wie hohen Arbeitslosenquoten, Ungleichheiten zwischen der städtischen und der ländlichen Wirtschaft usw. in Zusammenhang stehen.30.

Der Europäische Rat hat im März 2000 in Lissabon das Ziel vorgegeben, die Anzahl der 14- bis 18-Jährigen, die nur die Sekundarstufe I abgeschlossen haben, bis zum Jahr 2010 zu halbieren. In den Niederlanden wird versucht, das frühe Verlassen der Schule auf regionaler Ebene durch eine Politik der Zusammenarbeit zwischen den Schulen zu begrenzen; in Deutschland bieten Partner aus der Industrie die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren.

Abschluss der Sekundarstufe II

Die Abschlussquoten der Sekundarstufe II liefern wichtige Hinweise auf ein erfolgreiches Bildungssystem. Gleichwohl wird in dem Bericht betont, dass der erfolgreiche Schulabschluss nicht unabhängig von der weiteren schulischen Laufbahn des Schülers oder von der wirtschaftlichen Lage eines Landes betrachtet werden kann.

Die wichtigsten Herausforderungen bestehen darin, die Motivation der Jugendlichen zu erhöhen, ihnen ein besseres Verständnis für den Zusammenhang zwischen theoretischem Lernen und praktischer Tätigkeit zu vermitteln und ihr Interesse am lebenslangen Lernen zu wecken.

Teilnahme am tertiären Bildungsweg

Die Chancen, die der tertiäre Bildungsweg bietet, werden immer wichtiger. Hierbei ist es allerdings wichtig, die Bedarfstrends angesichts der Entwicklung neuer Technologien, der Beschäftigungstendenzen usw. zu berücksichtigen.

Der Bericht verweist auf die Unterschiede, die zwischen den Schulsystemen bestehen, insbesondere bei den Lehrplänen (bestimmte Fächer sind in einigen Ländern Bestandteil der tertiären und in anderen der nichttertiären Stufe) und den Gelegenheiten zur Berufsausbildung (wenn diese fehlen, setzen die Jugendlichen ihren Bildungsweg fort). Ein gesättigter Arbeitsmarkt veranlasst häufig diejenigen, die Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden, dazu, den tertiären Bildungsweg einzuschlagen. Eine hohe Teilnahme an der tertiären Bildung führt letztendlich zu hoch qualifizierten Arbeitskräften und macht es für diejenigen ohne Hochschulqualifikation noch schwieriger, in bestimmten Sektoren Arbeit zu finden.

Hohe Teilnahmequoten, die sich über einen breiten Bereich von Altersgruppen erstrecken, haben überdies einen signifikanten Einfluss auf den Teil der Bevölkerung, der für den Arbeitsmarkt nicht ständig zur Verfügung steht. Der Bericht zeigt außerdem, dass die Teilnahme der Frauen im Allgemeinen größer ist als diejenige der Männer.

In dem Bericht werden u. a. folgende Fragen aufgeworfen: Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen in bestimmten Fachbereichen, Wechselwirkung zwischen Hochschulbildung und Arbeitsmarkt, Zusammenhang zwischen den Teilnahmequoten oberer Altersgruppen und der Produktivität des Arbeitsmarktes usw.

Evaluierung und Steuerung der schulischen Bildung

Die Evaluierung und Steuerung gibt den Schulen die Möglichkeit, sich mit anderen vergleichbaren Einrichtungen zu messen. Alle Länder suchen nach optimalen Wegen, um sich einen Überblick über die Leistung der Schulen zu verschaffen. Dies kann mit Hilfe einer internen oder externen Evaluierung oder aber einer Kombination von beiden geschehen.

In Österreich wurde eine Webseite eingerichtet, um den Schulen Zugang zu Informationen, Ideen und Verfahrensvorschlägen für die Entwicklung von Lehrplänen zu verschaffen. Auch der vorliegende Bericht stellt einen wichtigen Beitrag auf europäischer Ebene zur Verbesserung der Evaluierungssysteme in Europa dar.

Elterliche Mitwirkung

Die Mitwirkung der Eltern an der Ausbildung ihrer Kinder hat weit reichende Implikationen für die Verbesserung der Schulen und der Unterrichtsqualität. Der Bericht zeigt, auf welche Art und Weise die Eltern mitwirken können, und zwar auf freiwilliger Basis durch die direkte Beteiligung an Unterrichtsaktivitäten oder über beratende Gremien, freiwillige Vereinigungen oder außerschulische Clubs.

Dieser Indikator führt zu wichtigen politischen Fragen hinsichtlich der Rolle und des Einflusses der Eltern, des von ihnen erzielbaren Mehrwerts sowie der Bereiche, in denen ihr Beitrag am wichtigsten und sinnvollsten ist.

Es existieren zahlreiche gute Verfahrensweisen. Dabei sei vor allem auf Deutschland verwiesen, wo Seminare für Eltern mit dem Ziel abgehalten werden, sie über neue Entwicklungen im Bereich des Lehrens und Lernens zu informieren.

Bildung und Ausbildung von Lehrern

Die Lehrer erleben eine beispiellose Veränderung ihrer Rolle und ihres Status: Die Notwendigkeit der Weiterbildung angesichts der neuen Instrumente (IKT) geht einher mit der Notwendigkeit, auf die sich verändernden Bedürfnisse und Erwartungen der Schüler zu reagieren. In den europäischen Ländern besteht ein hoher Bedarf an einer qualitativ hochwertigen Erstausbildung, unterstützt durch eine gute Berufseinführung und eine kontinuierliche berufliche Weiterentwicklung.

Aus dem Bericht geht hervor, dass zwar Daten über die Erstausbildung von Lehrern vorliegen (Netz EURYDICE), dass es jedoch schwieriger ist, Informationen über die Weiterbildung zu erfassen. Bei diesem Indikator wird zwischen der allgemeinen / fachbezogenen Bildung und Ausbildung zum Unterrichten der Fächer und der pädagogischen und praktischen Ausbildung im Zusammenhang mit dem Lehrberuf unterschieden.

Obgleich erhebliche Unterschiede bestehen, werden in dem Bericht verschiedene Fragen zur Diskussion aufgeworfen, z. B. welche Schritte unternommen werden sollten, um zu gewährleisten, dass Lehrer ihre Kenntnisse auf den neuesten Stand bringen, und was unternommen werden kann, um besonders erfolgreiche Lehrer zu belohnen und im Lehrberuf zu halten.

Teilnahme an der Vorschulerziehung

Die Vorschulerziehung trägt entscheidend zur emotionalen und kognitiven Entwicklung von Kindern bei, erleichtert den Übergang vom spielerischen Lernen zum formalen Lernen und bereitet den Weg für den schulischen Erfolg.
Vorschulerziehung betrifft Kinder im Alter von mindestens 3 Jahren erfüllen und sollte von entsprechend ausgebildetem Personal angeboten werden.

Zahl der Schüler pro Computer

Jeder muss die Möglichkeit haben, zu lernen, wie man einen Computer effizient nutzt: Zu diesem Zweck muss den Schulen eine ausreichende Zahl von Computern zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite ist es aufgrund des raschen technologischen Fortschritts vielleicht vorzuziehen, die Schulen mit einer geringeren Zahl von Computern auszustatten, jedoch mit der Garantie, dass veraltete Geräte zu gegebener Zeit ersetzt werden. Angesichts der Notwendigkeit, eine große Zahl von Schulen mit teurer Ausstattung zu versorgen, versuchen es einige Bildungssysteme mit einer Partnerschaft mit dem privaten Sektor. Die größte Herausforderung besteht darin, die Investitionen der Schulen und ihrer Partner zur Bereitstellung von Computern kostenwirksam zu gestalten.

Ausgaben für Bildungszwecke pro Schüler

Welcher Anteil der gesamten finanziellen Ressourcen für Bildung ausgegeben wird, ist eine Grundsatzentscheidung der nationalen Regierungen. Bildungsausgaben sind eine Investition, die sich langfristig auszahlt und entscheidende Auswirkungen auf Schlüsselbereiche wie sozialer Zusammenhalt, internationaler Wettbewerb und nachhaltige Entwicklung hat.

Der Bericht verweist auf die wichtige Rolle, die dem unterschiedlichen wirtschaftlichen Wohlstand zukommt. In Schottland ermöglichen Partnerschaftsvereinbarungen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor den lokalen Behörden, Ausbauprogramme für Schulen zu finanzieren. Eine zweckmäßige Gewichtung der Mittel auf lokaler und auf regionaler Ebene sowie die Erleichterung der Beteiligung der Privatwirtschaft, ohne dass daraus eine Bedrohung der Integrität des Schulsystems entsteht - dies sind einige der Herausforderungen, vor denen die Schulsysteme der europäischen Länder stehen.

Hintergrund

Auf der Prager Konferenz im Juni 1998 haben die Bildungsminister der Europäischen Union (EU) und der Beitrittsländer vorgeschlagen, einen Arbeitsausschuss aus nationalen Sachverständigen mit dem Ziel einzurichten, eine Reihe von Indikatoren bzw. Benchmarks zur nationalen Evaluierung der Schulsysteme zu erstellen.

Die Sachverständigen haben auf der Tagung des Bildungsminister der Mitgliedstaaten der Europäischen und der Beitrittsländer im Juni 2000 in Bukarest ihren Bericht vorgestellt.

Ausgehend von einem Vorschlag der Kommission und den Beiträgen der Mitgliedstaaten hat der Rat am 12. Februar 2001 den Bericht über die konkreten zukünftigen Ziele der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung angenommen. In diesem Bericht wird zum ersten Mal ein umfassender und kohärenter Ansatz für die Bildungspolitik auf nationaler Ebene skizziert, der auf drei Ziele ausgerichtet ist:

  • die Verbesserung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung in der Europäischen Union;
  • der Zugang aller zur lebenslangen allgemeinen und beruflichen Bildung;
  • die Öffnung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung für die Welt.

Nach Annahme des Berichts über die konkreten zukünftigen Ziele der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung hat die Kommission ein Arbeitsprogramm mit 29 Indikatoren für die allgemeine und berufliche Bildung allgemein ausgearbeitet.

VERBUNDENE RECHTSAKTE

Detailliertes Arbeitsprogrammzur Umsetzung der Ziele der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung in Europa [Amtsblatt C 142 vom 14.06.2002].

Schlussfolgerungen des Rates vom 14. Februar 2002 zur Umsetzung des Berichts über die konkreten zukünftigen Ziele der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung im Hinblick auf die Ausarbeitung eines gemeinsamen Berichts des Rates und der Kommission für die Frühjahrstagung des Europäischen Rates im Jahr 2002 [Amtsblatt C 58 vom 5.3.2002].

Empfehlungdes Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Februar 2001 zur europäischen Zusammenarbeit bei der Bewertung der Qualität der Schulbildung [Amtsblatt L 60 vom 1.3.2001].

Empfehlung(EG) Nr. 561/98 des Rates vom 24. September 1998 betreffend die europäische Zusammenarbeit zur Qualitätssicherung in der Hochschulbildung [Amtsblatt L 270 vom 7.10.1998].

Letzte Änderung: 08.05.2006
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